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Alexander Schopf – ein Bayer rettet eine Ost-Marke

Bild: Alexander Schopf – ein Bayer rettet eine Ost-Marke

(openPR) Alexander Schopf kam direkt nach der Wende nach Bitterfeld. Hier investierte er in einen Teil des ehemaligen Chemiekombinates und rettete so die Traditionsmarke CeKaPur. Um diese herum baute er eine ganze Haushaltpflegefamilie auf. Möglich wurde dies durch die sehr guten Förderbedingungen, die der Bayer auch schon kurz nach der Wende in Sachsen-Anhalt vorfand. INVEST (www.img-sachsen-anhalt.de) sprach mit dem engagierten 50jährigen, der im Stammwerk im bayerischen Neubeuern und in Bitterfeld (www.schopf-hygiene.de) Insektizide, Tierhygiene, Desinfektions- und Reinigungsmittel sowie Fliegenleimklebefänger herstellt.



INVEST: Herr Schopf, wie hat es Sie eigentlich direkt nach der Wende nach Sachsen-Anhalt verschlagen?

SCHOPF: Es gab damals, 1989, also zu Wendezeiten, Beraterbörsen, die in drei Zeilen Firmen im Osten vorgestellt haben. Mit vier von denen haben wir im Raum Bitterfeld-Wolfen Kontakt aufgenommen, per Fernschreiber. Telefon gab es meist nicht und Post war zu langwierig. Von den vier Terminen hatten sich dann drei zerschlagen. Der vierte war dann ein Volltreffer, ein agrochemisches Zentrum in Bitterfeld, das uns gleich einen Auftrag für 77.000 DM erteilt hat. Das war die Initialzündung für mich, weil ich den Bedarf gesehen habe. Ich hab landauf, landab Anzeigen geschaltet, weil ich Mitarbeiter im Vertrieb suchte. 600 haben sich beworben, 100 hab ich genommen.

INVEST: Und wie kam es zum Engagement bei Aswork?

SCHOPF: Ich hab schnell gemerkt, dass wir hier eigene Fertigungskapazitäten brauchten. In der Chemie AG stand die Kleinabfüllungsanlage für Wasch- und Reinigungsmittel zum Verkauf. Da haben wir 1992 zugeschlagen. Wir sind 1993 in die Hallen gezogen, in denen wir heute noch sind und haben erst mal eine Millionen DM investiert. Vom Land (www.img-sachsen-anhalt.de) bekamen wir Investitionshilfe. Und auch bei der Schaffung von drei Arbeitsplätzen für Schwerstbehinderte gab es finanzielle Hilfe.

INVEST: Sie sind einer der wenigen Mittelständler aus den Altbundesländern, die nach der Wende hier investierten und die es immer noch gibt. Lief denn alles so glatt?

SCHOPF: Wir hatten Glück, dass wir mit Aswork einen zukunftsfähigen Teil der Chemie AG erworben haben. Bei anderen, die ich auch auf der Einkaufsliste hatte, wäre das wohl schief gegangen. Letztlich sind es aber meine Mitarbeiter hier vor Ort und in unseren Niederlassungen in Krölpa (Thüringen) und Putlitz (Brandenburg), die für ständiges Geschäft sorgen.

INVEST: Sie merken also nichts von der Krise?

SCHOPF: Nein, überhaupt nicht. Wir sind sehr spezialisiert im Tierhygiene- und Desinfektionsbereich. Das sind Produkte, die einfach gebraucht werden und an denen niemand spart. Zumal wir nicht im Hochpreissegment unterwegs sind und dennoch auf Qualität achten. Allerdings funktioniert auch nicht alles. Wir haben von der Chemie AG die Marke CeKaPur übernommen und um sie herum eine ganze Haushaltpflegefamilie aufgebaut. In den Neubundesländern läuft das ganz gut, in den Altbundesländern überhaupt nicht. Da wird CeKaPur einfach nicht gelistet, obwohl es ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis hat. Deswegen habe ich Anfang Juli die Marke und alle Rechte an ReAm verkauft, einen Spezialhändler in Liehmena. Es bleibt also in Sachsen Anhalt. Fakt ist: Ohne uns würde es CeKaPur nicht mehr geben. Und es wird weiterexistieren.

INVEST: Welchen Schwerpunkt haben Sie dann in Ihrem Werk in Bitterfeld?

SCHOPF: Wir werden hier stärker auf Desinfektion und Tierhygiene setzen. Ein neues Produkt ist ein Fliegenleimfänger, für dessen Produktion und Vertrieb wir auch eine neue Firma hier in Bitterfeld gegründet haben - Glue Tec. Damit können wir tatsächlich die Erlöse generieren können, die wir brauchen, um den Standort in Bitterfeld langfristig zu sichern.

INVEST: Wie viel haben Sie bis heute in den Standort investiert?

SCHOPF: 3 Millionen EUR insgesamt. Das ist für einen eher kleinen Mittelständler wie uns eine gewaltige Anstrengung. Aber mit unserer bayerischen Hausbank war das eine sehr gute Sache. Was ich mir von hiesigen Banken wünschen würde, wäre auch unternehmerisches Denken, so dass sie Risiken, die sie bei einer Kreditvergabe eingehen, auch richtig einschätzen können. Leider sind die Banken hier im Osten sehr zögerlich.

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