(openPR) Dinklage / Gerlingen, 23. Juli 2009 – Ralf Remmert, Betriebsleiter der Prignitzer Landschwein GmbH & Co KG in Pritzwalk, wird der schweren und wiederholten Tierquälerei bezichtigt. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt. Trotzdem soll Remmert am 13. August bei der Bröring Unternehmensgruppe einen Vortrag für angehende Tiermediziner halten. „Herdenmanagement einer großen Sauanlage“ steht im Veranstaltungskalender. Die Tierrechtsorganisation PETA ist empört und fordert die Absage des Seminars beziehungsweise die Entpflichtung Remmerts. Von der Bröring Unternehmensgruppe erfolgte bislang keine Rückmeldung.
„Einen der schweren und systematischen Tierquälerei bezichtigten Mann als Referenten für Studenten der Agrarwissenschaften und der Veterinärmedizin auszuwählen, ist mehr als dreist“, empört sich der promovierte Agrarwissenschaftler Dr. Edmund Haferbeck von PETA. Der Tierrechtler fragt, „ob man sich von Remmert Tricks zur ökonomisch sich rechnenden Tierquälerei erhoffe“. Von PETA veröffentlichtes Videomaterial aus dem QS-zertifizierten Remmert’schen Schweinebetrieb zeigt, wie den Tieren während der Kastration nach der Öffnung des Hodensacks mittels Skalpell die Hoden per Hand herausgerissen werden. Das Tierschutzgesetz verbietet jedes Reißen am Gewebe. Dass die Prignitzer Landschwein GmbH jährlich EU-Subventionen in Höhe von 60.000 Euro erhalte, sei vor diesem Hintergrund mehr als fraglich. Ähnliche tierquälerische Vorgänge seien laut PETA auch in anderen QS-Betrieben offengelegt worden. „Das blaue QS-Siegel schützt nicht vor Tierquälerei!“, fasst Dr. Haferbeck die Ergebnisse der Enthüllungskampagne zusammen. „Ein Skandal wenn man bedenkt, dass Tierschutz in der Verfassung steht.“ Doch nicht nur QS-Betriebe stehen unter Kritik: Konventionelle Tierproduktion sei laut Dr. Haferbeck immer tierquälerisch, da keine art- und tiergerechte Haltungsbedingungen vorherrschen würden und auch gar nicht könnten.
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Aktenzeichen: 334 Js 17022/













