(openPR) Oberursel (Taunus), 11. Juli 2009. Ein Bildhauersymposium, dass sich aus der Vielzahl ähnlicher Veranstaltung deutlich abzuheben vermag, wurde am zurückliegenden Samstag bei strahlendem Sonnenschein eröffnet. "StadtZeichen"-Oberursel, so der griffige Titel, den der Kurator der Veranstaltung in Anlehnung an Prof. Hajeks Monumentalskulpturen fand, soll die Zielrichtung des Symposiums verkürzt transportieren. Acht Bildwerke werden in den zehn Tagen des Zusammentreffens von elf Bildhauern entstehen, die von Oberurseler Künstler für ihre Stadt und deren Bürger und Bürgerinnen geschaffen werden. Die nach persönlichen Gesprächen geladene Künstlergruppe verbindet sowohl die enge Verbindung mit ihrer Stadt, die deren Lebensmittelpunkt bildet, als auch dem Wunsch, künstlerisch für diese Stadt und die Bevölkerung etwas Positives zu tun.
Die Oberurseler Teilnehmer, ihre Themen und Materialien sind: Katja Bergmann-Sternkopf - "Froschkönige" (Ytong); Norbert Cloß - "Kupfermühlen, Geschichte der Stadt" (Kupfer); Christine Jasmin Niederndorfer "Hl. Ursula" (Stein); Regina Planz und Martin Steinmetz als Team - "Balance zwischen Frankfurt und Oberursel" (Stahl, Stein); Michael Priester "Grenzstein, Tor zum Taunus, Hl. Ursula" (Stein); Charly Sehr "Energien des Taunus" (Holz); Dirk Velte "Familie und Beruf in Oberursel" (Stein, Stahl). Als Gast der Partnerstadt Lomonossow konnte Nikolai Karlychanow gewonnen werden (Marmor) und zwei weitere akademisch ausgebildete Künstler mit Migrationshintergrund wurden ebenso als Gäste geladen; Frau Huiza Müller-Lim (gebürtige Koreanerin, lebt in Bad Homburg vdH.) und Johai (gebürtige Vietnamesin, lebt in Kronberg/Ts.) halten mit Zeichnungen und Skizzen die Atmosphäre des Symposiums fest.
Entsprechend der Vielfältigkeit der Themen, Nationen und Ideen wird in einer breitgefächerten Weise Transparenz und Offenheit nach außen hin präsentiert und um Interaktion mit den Bürgern geworben. Schüler der Feldbergschule erarbeiten den Internetauftritt von www.Stadtzeichen.de, Schüler der 5. Klassen der IGS in Oberursel-Stierstadt führen Interviews in der Fussgängerzone Oberursels durch und befragen die Passanten zu derem Verhältnis zu Kunst im öffentlichen Raum. Die Mitglieder des Photo-Cirkels e.V. - eine Gruppe ambitionierter Hobbyfotografen - besuchten im Vorfeld der Veranstaltung die Ateliers der teilnehmenden Bildhauer und stellen noch bis zum 31. Juli die Fotos in der Galerie der TaunusSparkasse am EpinayPlatz aus. Mitglieder des Malerkreises PrismO besuchten ebenfalls die Ateliers und setzten ihre Eindrücke in Gemälde, Zeichnungen und Collagen um, die noch bis zum 17. Juli im Foyer des Rathauses Oberursel zu sehen sind. Die Kunstgruppe der Behindertenwerkstatt Oberurseler Werkstätten, wird das Symposium besuchen und dann in den eigenen Räumen in Oberursel-Süd selbst kreativ mit den Eindrücken umgehen, genauso wie es ein Angebot für Kinder geben wird - im Rahmen des Oberurseler Sommers - in dem lustige Figuren entstehen werden. Ein Workshop "Kreatives Schreiben" wird an vier Nachmittagsterminen während der Präsentation der Bildhauerwerke im August im Rushmoorpark, wird Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren über den Kontakt mit den Skulpturen zur eigenen Schreib-Kreativität anregen.
Bereits vor mehreren Wochen wurde das Projekt mit einer eigenen Homepage im Internet gestartet. Sie bildet die Plattform für das 1. Oberurseler Bildhauer-Symposium "www.StadtZeichen-Oberursel.de". Eine Gruppe von Schülern der Feldbergschule in Oberursel, betreut von dem Referendar Holger Menzel und dem Leiter des TuN e.V. Herrn Diethelm Göbeler, entstand ein kontinuierlich wachsender Internetauftritt, der dem interessierten Oberurseler Publikum die Möglichkeit bietet, vor, während und nach dem Start des Symposiums tiefe Einblicke in das Leben und Wirken der beteiligten Bildhauer und des gesamten Projektes zu erhalten.
Das Ziel der Veranstalter, allen voran Herrn Bürgermeister Hans-Georg Brum, dem Kulturamtsleiter und Geschäftsführer des KSfO, Herrn Udo Keidel-George und des Kurators des Symposiums, dem Kunsthistoriker und Kunstberater Dr. Martin H. Schmidt ist es, eine deutliche Transparenz entstehen zu lassen. Nur so können jede Bürgerin und jeder Bürger der Stadt angesprochen und informiert werden. Bereits im November 2008 konnte das Projekt als einer der Landessieger des Wettbewerbs der hessischen Landesregierung "Ab in die Mitte" hervorgehen.
Unmittelbar anschließend an das Symposium finden die Bildwerke auf einem öffentlichen Platz der Stadt - voraussichtlich im Rushmoor-Park - für ca. 6 Wochen Aufstellung. Die Bürger und Bürgerinnen werden um ihr Votum, dem Publikumsliebling, gebeten; eine prominent besetzte Jury wird Ende August 2009 einen Hauptpreis und zwei Nebenpreis ausloben.
Sämtliche Bildwerke, so die Zusage der Künstler, werden der Stadt bis 2011 kostenfrei als Leihgabe zur Verfügung stehen und, so die Zusage der Stadt Oberursel, im Stadtinnenbereich aufgestellt werden. Eingebunden in den Hessentag 2011 wird das 2. Oberurseler Bildhauer-Symposium stattfinden, dann mit geladenen Bildhauern aus Oberursel und dem Bundesland Hessen. Die Hoffnung besteht, dass mit dem heurigen Start, eine Biennale ins Leben gerufen wird, die Künstlern aus den Partnerstädten und darüber hinaus die Möglichkeit bieten wird, gemeinsam mit Bildhauern aus Oberursel an 10 Tagen eines Jahres Bildwerke für den öffentlichen Raum auszuführen und das Publikum anzusprechen.










