(openPR) Wege aus der „Schmerzfalle“ ein Thema beim Symposium am Asklepios Reha-Zentrum
Ursachen von und Wege aus chronischen Schmerzen sowie neue Möglichkeiten in der Knie-Endoprothetik sind die Themen beim Symposium zum Jubiläum „10 Jahre Zentrum für Rehabilitation am Asklepios Klinikum Bad Abbach“. Mit Prof. Dr. Walter Zieglgänsberger und Prof. Dr. Wolfram Mittelmeier hat Dr. Siegfried Marr, Chefarzt für Orthopädie, international anerkannte Fachleute eingeladen.
So, wie laut Zieglgänsberger „Schmerzen im Gedächtnis unauslöschbar gespeichert werden, können sie durch Neulernen bis ins hohe Alter und einer damit verbundenen strukturellen Veränderung im Gehirn bezwungen werden“. Der Leiter der Arbeitsgruppe für Neuropharmakologie am Münchner Max-Planck-Institut belegt den Symposium-Teilnehmern seine These mit vielen Beispielen aus seiner langjährigen Forschungstätigkeit. „Schmerzen machen Angst und prägen sich so tief ins Gehirn ein, dass Patienten sie auch ohne unmittelbare oder erkennbare Ursache empfinden“.
Einen Weg aus der Schmerzfalle nennt Prof. Zieglgänsberger die „multimodale Therapie“, ein fein abgestimmtes Ineinandergreifen von Pharmazie, Psychologie, Physiotherapie und Orthopädie. „Wir müssen den Patienten nach dem Motto „Tango statt Fango“ dazu bringen, angstfrei eigene Aktivitäten zu entwickeln, die sein Schmerzgedächtnis unmittelbar beeinflussen und sein Leiden vergessen machen“.
Probleme mit dem Knie sind eine von vielen Ursachen für chronische Schmerzen. Prof. Dr. Wolfram Mittelmeier, Direktor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie am Universitätsklinikum Rostock, hat, wenn alle anderen Therapiemöglichkeiten ausgereizt sind, mit neu entwickelten Endoprothesen eine Alternative. „Heute sind rund 92 Prozent der Patienten mit unseren Ergebnissen zufrieden.“ Obwohl nach Aussage des Wissenschaftlers das Knie mit seinen Beuge- und Drehmöglichkeiten sowie die feine Bänderstruktur wesentlich komplexer ist als beispielsweise die menschliche Hüfte.
Neben dem medizinischen Können des Arztes spielt das Material eine wesentliche Rolle. Unter der Leitung von Prof. Mittelmeier wurde ein Ersatzgelenk aus Keramik entwickelt, das bisherige Prothesen wegen seiner Haltbarkeit und Flexibilität übertrifft. „Wichtig nach der Operation ist eine schnelle Wiederherstellung der Mobilität.“
„Wir haben in unserem Zentrum für Rehabilitation alle Einrichtungen, um Patienten nach einem Eingriff wieder ein normales Leben zu ermöglichen“, ergänz Dr. Siegfried Marr. Mit Dr. Josef Seidl, Chefarzt für Innere Medizin und Rheumatologie, hat er einen Kollegen an der Seite, mit dem Therapien über die orthopädische Ebene hinaus durchgeführt werden, auch in der Therapie von chronischen Schmerzen. Seit 1999 besteht diese Einrichtung in engem Verbund mit dem Asklepios Klinikum für Orthopädie und Rheumatologie.











