(openPR) Handlungsbedarf auf Mettmanner Spielplätzen
-Initiative Spielplatzpatenschaften sucht Mitstreiter für sauberen und sicheren Bewegungsspielraum
-Patenschaftsprojekt startet mit Sommeraktionen für Kleinkinder in Mettmann-West
Mettmann, 12. Juli 2009 - Welcher Spielplatznutzer kennt das nicht: Erst einmal Glasscherben, Zigarettenstummel und sonstigen Müll wegräumen, bevor die Spielwiese, das Lieblingskarussell oder das Spielhaus sicher bespielt werden können. Der Sand müsste einmal erneuert werden und die Spielgeräte sind auch schon in die Jahre gekommen.
Selbst Mutter eines zweijährigen Sohnes, sieht Nicola Hengst-Gohlke aus eigener Erfahrung unmittelbaren Handlungsbedarf. Kurzentschlossen hat sie daher die Initiative „Spielplatzpatenschaften in Mettmann“ für sicheren und sauberen Bewegungsspielraum auf den hiesigen Spielplätzen ins Leben gerufen (nähere Informationen unter www.me-spielplatzpaten.de).
Dies, um einerseits selbst ehrenamtlich als Patin für einen Spielplatz in unmittelbarer Umgebung aktiv zu werden, damit gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und dort die Spielsituation zu verbessern. Gleichzeitig möchte sie grundsätzlich eine Plattform für eine ehrenamtliche Bürgerbeteiligung in diesem Bereich anregen, bündeln und fördern.
Durch den Austausch mit den in der Stadtverwaltung Mettmann zuständigen Ansprechpartnern, möchte die Initiative mit ihren Paten auch zwischen den Spielplatznutzern und der Verwaltung vermitteln.
„Besonders wichtig ist mir die Nachhaltigkeit beim Engagement der Paten. Es ist prima, wenn neue Spielplätze mit kreativen Spielangeboten entstehen. Doch auch das beste Spielgerät wird mit der Zeit abgenutzt und die Benutzung kann dann für Kinder im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein, wie die Spielplatzstudie des TÜV-Rheinlands im Juni diesen Jahres bei vielen deutschen Spielplätzen offengelegt hat“, mahnt Hengst-Gohlke.
Hier können ehrenamtliche Spielplatzpaten helfen. Sie halten die Augen offen und informieren bei Bedarf über etwaige Missstände wie zum Beispiel Schäden, die nach Vandalismus oder Unwetter eindeutig sichtbar sind: Beschädigte Klettergerüste oder Spielhäuser, lose Taue. Selbst reparieren müssen sie jedoch nicht. Die Verantwortung für den Spielplatz liegt beim Betreiber.
In einem Pilotprojekt sollen nun zunächst für Spielplätze in Mettmann-West ehrenamtliche Paten gefunden werden.
Derzeit werden Mitstreiter gesucht, die die Initiative gemeinsam mit der Initiatorin vorantreiben wollen. Engagierte Eltern aus der „Vogelsiedlung“ haben sich bereits spontan bereit erklärt, Sommeraktivitäten für Kinder von 2 bis 6 Jahren u. a. auf den Spielflächen der Siedlung anzubieten. Bei schönem Wetter sind Fußballspaß mit Vätern auf dem Bolzplatz, ein Indianerfest und „Singen, Tanzen, Spielen“ auf den Spielplätzen geplant. Die Aktionen sind kostenlos, Spenden für die Verschönerung der Spielplätze willkommen.
„Ich freue mich sehr über die positive Resonanz. Kinder wollen toben und spielen. Daher ist es wichtig, dass dies in einem sauberen und sicheren Umfeld geschehen kann. Ich appelliere an die Mettmanner Bürger, Eltern, Unternehmen, Stadt und Politik, uns hierbei zu unterstützen. Kinder haben ein Recht auf saubere und sichere Spielplätze“, so Hengst-Gohlke.
