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Burnout vermeiden - Zur Höchstleistung gehört auch Regeneration

02.07.200915:45 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Burnout vermeiden - Zur Höchstleistung gehört auch Regeneration

(openPR) Erkenntnisse des 1. Wissenschaftlichen Burnout-Symposiums für Personalverantwortliche

München, 2. Juli 2009 – Sind eher Frauen oder Männer Burnout gefährdet? Liegt die Gefahr in der Unkenntnis im Umgang mit Stress? Wie können „Sensation Seekers“ im Unternehmen identifiziert und gezielt eingesetzt werden? Diese und andere Fragen wurden am 23. Juni im Rahmen des 1. Wissenschaftlichen Burnout-Symposiums für Personalverantwortliche der Kresko GmbH diskutiert. Außerdem erhielten die Besucher viele Denkanstöße von den Fachreferenten zur Gestaltung des Arbeitsumfeldes, der Teams und zu Leistungsprofilen. Das Fazit: Gesunde Organisationsstrukturen und Arbeitsatmosphären sowie eine offene, kommunikative und werteorientierte Unternehmenskultur sind die Basis für gesunde, loyale Mitarbeiter. Dennoch stehen viele, zum Teil sehr einfache Präventivmaßnahmen noch nicht auf der Tagesordnung. „Unternehmen müssen der Gefahr ins Auge sehen“, gibt Ellen Miesen, Geschäftsführerin der Kresko GmbH (www.kresko.eu) zu Bedenken. „Wenn heute Mitarbeiter ausfallen, ist der Schaden groß. Aufgaben bleiben liegen und das Unternehmen gerät in die Gefahr, an entscheidenden Stellen handlungsunfähig zu werden“. Kresko berät Unternehmen, wie sie Burnout vermeiden oder betroffene Mitarbeiter begleiten können. Ziel ist es, die Arbeitskraft zu erhalten und möglichst schnell wieder herzustellen.



Die Schwierigkeit bei Burnout ist, dass es die „Krankheit“ nicht als Diagnose gibt. Aber das Syndrom ist klassifizierbar und mittlerweile bei der World Health Organisation (WHO) als Zusatzcode geführt. „Viele Patienten gehen aufgrund von organischen Beschwerden zum Arzt und erst nach dem Ausschluss einer organischen Erkrankung kommt die Aussage: Ich fühle mich ausgebrannt“, berichtete Dr. med. Alexander Hierl, Internist und Kardiologe der Praxis Prof. Heufelder & Kollegen in München aus seinem Praxisalltag. Mit einem erweiterten Gesundheitscheck, der Aufschluss über das Tagesprofil von Hormonen wie Cortisol und DHEA sowie Neurotransmittern wie Adrenalin gibt, lassen sich internistische Krankheiten aufdecken und der Grad eines möglichen Burnouts feststellen. Dieses Verfahren ist auch ein Modul der interdisziplinären Infrastruktur von Kresko im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements in Unternehmen.
Dr. Dr. Andreas Hillert, Chefarzt der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Roseneck, informierte über die Ursachen und Risiko-Gruppen: „Die Symptomatik ist vielfältig und bei jedem anders. Aber: Burnout ist ein eigenständiges Konstrukt neben Depression, Emotionalität/Neurotizismus, Stress und Arbeitsunzufriedenheit.“ Gemäß eines Arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebnismusters (AVM) ergibt sich: Gefährdet sind die Mitarbeiter mit einer hohen Verausgabungsbereitschaft und Resignationstendenz. Firmen gibt er daher den Rat, auf die Balance zwischen Leistungsanforderung und Verausgabung zu achten, die Mitarbeiter Wertschätzung spüren zu lassen und die Kommunikation im Unternehmen zu überprüfen. Schon Kollegen-Feedback, Kommunikationstrainings und Diskussionsrunden können helfen. Arbeitsplatzunsicherheit oder fehlende berufliche Perspektiven sind dagegen kontraproduktiv.

Im Flow auf der Suche nach Herausforderung
Die „Sensation Seekers“ als Leistungsträger im Unternehmen und die damit verbundenen „Burnout-gefährdete Menschen“ stellte Dr. Stefan Ueing, Arzt in der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Roseneck dar. Sie suchen die Herausforderung, um dann den Flow, das Aufgehen in der Aufgabe, zu erleben. Nichts anderes zählt, Grenzen werden nicht mehr wahrgenommen. Der Zustand des Flows ist zeitlich begrenzt und äußerst positiv, gerade in der Arbeitswelt. Auch sind Sensation Seekers meist diejenigen, die neue Ideen entwickeln und umsetzen und so für Innovationskraft stehen. Jedoch macht der Flow auch süchtig nach mehr. Mit zunehmender Herausforderung muss für ein gleiches Flow-Erlebnis die Anforderung steigen. Das führt an körperliche und geistige Leistungsgrenzen, die zur Folge den Wegfall von Hemmungen, vernachlässigte Grundbedürfnisse wie Nahrungsaufnahme oder aber auch den Medikamentenmissbrauch haben können. Dr. Ueings Tipp für Personalverantwortliche ist: Zeiten der höheren Anforderung begrenzen und Ruhephasen verordnen.

Den Total-Ausfall verhindern
Dr. Thorsten Schulz warnte vor dem Medikamenteneinsatz als Leistungssteigerer oder um Angst unter Kontrolle zu halten. Die Zahl derer, die sich im Beruf „dopen“ steigt. Gemäß einer DAK-Studie aus dem Jahr 2008 zum Doping am Arbeitsplatz gaben 43,5 Prozent an, dass sie wissen, dass beispielsweise Psychopharmaka auch bei Gesunden wirken. Über 77 Prozent erhielten aus ihrem Umfeld Empfehlungen für Medikamente zur Leistungssteigerung. Er wies darauf hin, dass Firmen mit nachhaltigen Strukturen und weniger Konkurrenzdruck einen großen Beitrag zur Gesundheit der Mitarbeiter beitragen können. Besonders, wenn sie beachten, dass eine Leistungsentwicklung – wie im Sport – auch Regenerations- und Ruhephasen benötigt.

In den Wissensecken tauschten sich die Besucher des Symposiums mit Kresko-Experten der unterschiedlichen Bereiche aus. Besonders gefragt waren die Themen Coaching und Supervision sowie Diagnostik, Business-Yoga und Ernährung.

Alle Referenten des 1. Wirtschaftlichen Burnout-Symposiums für Personalverantwortliche arbeiten als Kooperationspartner oder Experten mit der Kresko GmbH zusammen.

Weitere Informationen zur Kresko GmbH finden Sie im Internet unter: www.kresko.eu. Individuelle Fragen zum Inhalt des Symposiums oder der Burnout-Thematik beantworten wir gerne – Anruf oder E-Mail genügen.

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