(openPR) Bedingt durch die Kriegszerstörungen des Zweiten Weltkrieges fehlten Ende der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts in der jungen Bundesrepublik Deutschland noch immer mindestens 5 Millionen Wohnungen. Durchschnittlich teilten sich damals 5,4 Personen eine Wohnung. Neue und kompakte Wohnlösungen und Einrichtungsideen präsentierte 1949 die Ausstellung „Wie Wohnen?” in Stuttgart (und ein Jahr später in Karlsruhe) – Deutschlands Wiedereintritt in das internationale Design nach dem Zweiten Weltkrieg.
Im Rahmen der damaligen Ausstellung präsentierte das Landesgewerbeamt Stuttgart drei Themenbereiche rund ums Wohnen: Bautechnik, Möbel und Hausrat. Besondere Beachtung fanden die erstmalig gezeigten Möbel-Entwürfe von Egon Eiermann, wie der berühmte dreibeinige Formholz-Stuhl und seine Sessel aus Rattan. Darüber hinaus wurden weitere Entwürfe von Architekten wie Eduard Ludwig, Gustav Hasenflug, Hugo Häring, Sep Ruf oder Jens Risom präsentiert. Auch einige wenige Klassiker aus der Vorkriegszeit der 20er und 30er Jahre wie die Stahlrohrmöbel von Marcel Breuer wurden im Rahmen der Ausstellung nochmals gezeigt. Im Bereich „Hausrat” präsentierte die Ausstellung zahlreiche Accessoires wie Vorhangstoffe, Uhren, Geschirr, Glas oder Besteck. Auch hier wurde versucht aktuelle Entwürfe der Nachkriegszeit zu zeigen, aber viele der bedeutensten Exponate waren Arbeiten aus den 30er Jahren, die von Herstellern wie WMF oder Jenaer Glaswerke noch weiterhin oder wieder produziert wurden. Exemplarisch dafür ist das Geschirr „Arzberg 1382” von Hermann Gretsch oder der Sintrax-Kaffeezubereiter von Wilhelm Wagenfeld.
Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums dieser bedeutenden Ausstellung (und unseres 10-jährigen Bestehens) zeigt Markanto eine Auswahl der wichtigsten Entwürfe an Hand von Originalen, die auch heute noch aktuell sind.
Ausstellungsort: Markanto Depot, Mainzer Straße 26, 50678 Köln
Öffnungszeiten: September 2009, jeden Samstag von 11.00 bis 16.00 Uhr
Cocktail-Empfang:Freitag, 4. September 2009, ab 19.00 Uhr











