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Stählernes Netz für den Kölner Dom

23.06.200917:08 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Stählernes Netz für den Kölner Dom
neuer Zugang Südturm
neuer Zugang Südturm

(openPR) (Kleve, 23.6.2009). Einem Wahrzeichen wie dem Kölner Dom kann man nicht mit irgendeinem Material kommen, wenn es um einen Neuausbau geht. Zu diesem Schluss kam auch das Architekturbüro Kaspar Kraemer Architekten, das die aktuelle Umgestaltung des Südturm-Eingangs plante. Gewählt wurden Edelstahl, Bronze und Messing für eine filigrane Gestaltung in Kombination mit Glas. Umgesetzt wurde das ehrgeizige Projekt vom Unternehmen Schmitz Metallbau aus Kleve (NRW).



An einem Umbau kam der Hausherr, die Hohe Domkirche, nicht mehr vorbei: Die inzwischen über 500.000 Besucher, die jährlich die Aussichtsplattform im Südturm des Doms besteigen, machten eine Vergrößerung und Schallisolierung des Eingangsbereichs unumgänglich. In Stoßzeiten bildeten sich in der kleinen Südturmhalle lange Besucherschlagen. Diese engten auch den Eingangsbereich des Domes ein und verursachten einen Geräuschpegel, der die Gottesdienste erheblich störte.

Gewagter Entwurf – Bohrungen im Domfundament inklusive
Ein bei archäologischen Ausgrabungen 1994 entdeckter, rund 120 Quadratmeter großer Raum im Fundament des Südturmes ermöglichte schließlich eine neue architektonische Planung: Der entsprechende Raum sollte zum Kassenraum ausgebaut werden. Dafür würde vom Roncalliplatz aus ein ganz neuer Treppenabgang vor das Domfundament geschaffen und erstmals ein Durchbruch durch die fast zwölf Meter starke Fundamentmauer bis in den neuen Kassenraum gewagt werden. Außerdem sollten während dieser Baumaßnahme der unansehnliche Domladen auf dem Roncalliplatz durch einen Neubau im Kassenraum ersetzt, der Zugang zur Tiefgarage mit einem Aufzug modernisiert und die Toilettenanlagen des Doms erneuert werden.

Herzstück im Entwurf waren umfangreiche Metallarbeiten, die in die erfahrenen Hände des 1750 gegründeten Unternehmens Schmitz Metallbau aus Kleve gelegt wurden. „Die architektonische Zielsetzung war es, mit modernen Mitteln basierend auf dem stabilen Grundgerüst von Stahl eine dennoch filigrane Architektur zu entwerfen“, beschreibt Stefan Schiekiera, Geschäftsführer von Schmitz Metallbau, die Ausgangsbasis für die Arbeit seiner 30 Mitarbeiter.

Vorgaben und Umsetzung
Damit das Konzept sich harmonisch in den historischen Baukörper einfügt, wählte der Architekt einen edlen Materialmix mit brüniertem Messing, transparentem Glas sowie einem Metallgewebe aus Bronze und Edelstahl. „Edelstahl ist zeitlos und äußerst witterungsbeständig – im Zusammenhang mit Bronze verleiht das dieser Konstruktion ein besonders edles und historisch anmutendes Antlitz“, beurteilt Schiekiera die Auswahl der Materialien. Die Entwicklung der exakten Konstruktionen und Herstellungswege für die vom Architekten gewünschten optischen Eigenschaften der Materialien lag gänzlich in den Händen von Schmitz Metallbau. Ein dreiköpfiges Team von Fachleuten unter technischer Leitung des Metallbaumeisters und Schweißtechnikers Frank Wolters stürzte sich in die Planung. Zeitrahmen für die Projektierung: gerade einmal drei Monate. Nicht viel angesichts der verschiedenen Materialien, für die unterschiedlichste neue Verarbeitungswege entwickelt werden mussten. Und nahezu verschwindend wenig Zeit, wenn vom feinsten „Uhrmacherhandwerk“ für Elektronik-Steuerungskästen bis hin zum raumhohen Stahlkonstrukt die gesamte Palette der Metallverarbeitung abgedeckt werden muss.

Improvisationsfähigkeit – eine notwendige Vorraussetzung
Schon die Planungssituation machte klar, dass auf Schmitz Metallbau jede Menge Herausforderungen warteten. So war der Rohbau am Dom zu Beginn der Metallarbeiten noch gar nicht fertig. Grundlage für die gesamten Metallkonstruktionen waren die Achsbaumaße der Baupläne. Bei Toleranzen von teilweise gerade einmal einem Millimeter eine echte Herausforderung im Umgang mit modernster 3D-Lasermesstechnik beziehungsweise eine Frage der praktischen Fähigkeit des Obermonteurs Frank Paessens und seiner Mannschaft in Sachen nachträgliche Anpassungsfähigkeit.

Doch nicht nur die Planungssituation forderte den Ideenreichtum des Klever Teams. Auch für die chemische Alterung von Fassadenelementen aus 1,5 mal 1,5 Meter großen Messing-Lochblechen war Improvisation gefragt: Schmitz Metallbau baute eigens zu diesem Zweck riesige Tauchbecken in seiner Klever Werkhalle. „Kaum andere Firmen in Deutschland brünieren so große Metallflächen“, betont Schiekiera.

Auch die erforderliche schweißtechnische Verbindung von Messing war aufgrund der Materialeigenschaften wie Härte und Schmelzpunkt eine wirkliche Herausforderung für das Unternehmen. Eigens dafür ging Wolters untypische Wege und lötete mit speziellem Lot und Flussmittel diese Materialien.

Die größte Schwierigkeit aber bestand in der Verarbeitung der Metallteile, denn es sollten keinerlei äußere Verschraubungen oder sonstigen Befestigungen zu sehen sein. „Transparente und geradlinige Architektur war gefragt, schnörkellos und durch den Materialmix beeindruckend. Das Ergebnis durfte keine störenden Blickfänge in Form von Verschraubungen aufweisen“, erklärt Schiekiera. Wolters als technischer Leiter war abermals gefragt, neue Wege zu gehen: Er verklebte Materialien wie Messing auf Stahl mittels speziell entwickelter Klebstoffe.

Planung und Fertigung, Anlieferung und Aufbau: Den letzten Projektabschnitt koordinierte Obermonteur Paessens vor Ort. Stützende Stahlträger für die Fassaden vor dem römischen Keller und eine schwere Sicherheitstür vor dem Tunnelbereich, dem Zugang zum Südturm und Schmuckelemente: Mit einem Team von fünf Mitarbeitern verbrachte Paessens so manche Nachtschicht im eiskalten winterlichen Köln. Da wurden Stablampen unsichtbar in T-Profile integriert, kleinste Steuerungskästen für die Elektrik der verschiedenen Sicherheitstüren eingebaut und schließlich 2,4 Tonnen Edelstahl-Bronze-Netze angebracht. Am 3. April konnte der neue Zugang, stabil gestützt auf insgesamt rund zehn Tonnen Stahl aus dem Hause Schmitz Metallbau, feierlich von Erzbischof Joachim Kardinal Meisner eingeweiht werden. „Die bisher größte Herausforderung der Firma Schmitz Metallbau GmbH. Und eine, der sich alle Mitarbeiter sofort und liebend gerne wieder stellen würden“, rundet Schiekiera seine Ausführungen ab.

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