(openPR) Das neue Büro- und Geschäftshaus am Habsburgerring wird auf historischem Boden errichtet - „Grabenfangmauer“ wird dabei integriert.
Das Tor zum Westen – der Name des Großprojekts, das die Münchener MEAG für die Victoria Lebensversicherung AG realisiert, spielt auf die historische Bedeutung des alten Stadttores am Rudolfplatz an, das heute noch die wichtige Westachse zur Kölner City markiert. Bei den Bauarbeiten wurden jetzt Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung entdeckt und behutsam freigelegt.
Ein Blick der Sachverständigen bestätigte die ersten Vermutungen: Bei den rund 800 Jahre alten, gut erhaltenen Steinen handelt es sich um die sogenannte „Grabenfangmauer“. Diese diente in Köln dazu, den Druck der Böschungen an den Befestigungsgräben aufzufangen. Im Zuge der Stadterweiterung entstand zwischen 1180 und 1259 eine Befestigungsanlage mit zwölf großen Stadttoren (das Hahnentor am Rudolfplatz ist heute noch erhalten) und einem breiten Wassergraben vor der Stadtmauer. Köln galt damals als die mächtigste Festungsstadt nördlich der Alpen, die Handelsmetropole wurde mehr als 600 Jahre von dieser Mauer geschützt, bis die Befestigungsanlage 1881 größtenteils abgerissen wurde.
In enger Zusammenarbeit mit Archäologen wurde die mittelalterliche Mauer, die eine Dicke von 1,30 Meter besitzt, sorgfältig freigelegt und dokumentiert. Wenn sie nun wieder mit Sand bedeckt wird, so dient das nur ihrem eigenen Schutz vor den anstehenden Bauarbeiten. Später wird die Mauer erneut freigelegt und innerhalb des Westgate-Gebäudes sichtbar bleiben – als historisches Zeugnis der Handelsstadt Köln. Diese Tradition soll in dem Gebäude, das auch architektonisch den Gedanken des historischen Stadttors aufnimmt, weitergepflegt werden. Voraussichtlich ab Mitte 2011 können Einzelhandel, Gastronomie und Unternehmen in das außergewöhnliche Gebäude einziehen und gemeinsam mit den Besuchern täglich die Verbindung eines modernen, lichtdurchfluteten und nachhaltig geplanten sowie umgesetzten „Westgate“ mit der Geschichte dieses Ortes erleben.











