(openPR) (openPR) – Cape Coral/Würzburg, den 12. Juni 2009
Der US-amerikanische Immobilienmarkt befindet sich nach wie vor in einer sehr fragilen Situation. Am stärksten betroffen sind die einstmals boomenden Regionen in Kalifornien und Florida. Einer der wichtigsten Indikatoren, der Standard & Poor’s CS-Home-Price-Index zeigt nach wie vor steil nach unten. Im Vergleich zu dem im II. Quartal 2006 erreichten Spitzenwert sind die Häuserpreise in den USA inzwischen um durchschnittlich 32,2% zurückgegangen, in einzelnen Regionen wie Florida ist der Rückgang noch wesentlich deutlicher. Momentan befindet man sich auf einem Preisniveau, das dem Stand des IV. Quartals 2002 entspricht.
Seit Jahresbeginn 2009 beträgt der Preisrückgang der Immobilien in einigen Regionen der USA ca. 3% pro Monat. Im Mai durchbrach die Arbeitslosenrate in den USA erstmalig seit 25 Jahren die 9 Prozent Marke mit weiter steigender Tendenz. Seit Beginn der Rezession im Dezember 2007 gingen in den USA mehr als 6 Millionen Arbeitsplätze verloren, vor allem in der Automobil-, Finanz- und der Baubranche. Die Insolvenzen von General Motors und Chrysler werden den Arbeitsmarkt zusätzlich belasten. Trotz Käufen von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren durch die Zentralbank FED klettern die Anleiherenditen, nicht zuletzt aufgrund der Diskussionen über eine Herabstufung des Ratings für die USA.
Im Zuge steigender Anleiherenditen ziehen auch die Hypothekenzinsen wieder an. Nach Angabe des Verbandes der Hypothekenbanker MBA liegt der Zinssatz für eine 30-jährige US-Standardhypothek inzwischen bei 5,25 Prozent, der höchste Stand seit Anfang des Jahres 2009. Das Informationsportal Bankrate.com spricht sogar von 5,56 Prozent. Der Anstieg sowohl im Anleihe- als auch im Hypothekenbereich erschwert der Wirtschaft und den notleidenden Hausbesitzern die Refinanzierung. Der Verkauf an Bestandsimmobilien in den USA würde zur Zeit ausreichen, um den Bedarf für die nächsten 10,2 Monate zu decken. Solange dieser Überhang nicht abgebaut ist, wird es zu keiner nachhaltigen Stabilisierung der Preise kommen.
Die Zahl der Hausverkäufe zog Anfang 2009 deutlich an, wobei die meisten Veräußerungen im unteren Preissegment stattfanden. Nach Aussage von Lawrence Yun, Chefvolkswirt der National Association of Realtors (NAR), beginnt auch die Aktivität in der mittleren Preisrange zuzunehmen. Nachdem sich die Banken nun durch Emission von Stammaktien und nicht-garantierter Anleihen auf dem Kapitalmarkt zusätzliches Kapital beschafft haben, wird vermutet, man wolle die „faulen“ Kredite aussitzen, bis sie zum vollen Wert zurückbezahlt werden können. In Anbetracht steigender Arbeitslosigkeit und weiterer Zahlungsunfähigkeit der Hausbesitzer erscheint dies jedoch mehr als fraglich, da zusätzlicher Abschreibungsbedarf für die Finanzinstitute in den nächsten Monaten zu erwarten ist. Nach einer Studie der Ratingagentur Moody’s könnten die von ihr analysierten Institute bis Ende 2010 mit Kredit- und Wertpapierverlusten in Höhe von 470 Mrd. $ konfrontiert werden. Im schlimmsten Fall könnten sich die Fehlbeträge auf 640 Mrd. $ belaufen.
„Wir sehen den Silberstreif am Horizont ebenfalls sehr skeptisch, obwohl uns die dramatischen Entwicklungen in den unteren Preisregionen weniger stark betreffen. Betrachtet man sich das Niveau der Hauspreise des CS-Preis-Index unter langfristigen, charttechnischen Gesichtspunkten und der zu erwartenden, weiter steigenden Arbeitslosigkeit in den USA, ergibt sich in 2009 ein theoretisches, zusätzliches Abwärtspotential der durchschnittlichen Hauspreise von 10 bis 20%. Unser Fokus liegt allerdings im exklusiven Segment der Immobilien in Florida, speziell in Cape Coral, da wir hier das beste Preis/Leistungsverhältnis sehen. Der Finanztsunami der Subprimekrise hat hier besonders stark gewütet, nachdem die Stadt einen beispiellosen Boom erlebte. Mittlerweile ist jedoch eine Stagnation sowohl der Verkaufszahlen als auch der Preise in der gehobenen Immobilienkategorie festzustellen. Die sehr guten Objekte in Spitzenlagen mit Zugang zum Golf von Mexiko werden in Cape Coral zunehmend rarer - zumindest die Schnäppchen. Da unsere Unternehmensphilosophie in der Kombination von Kapitalrendite und Genussfaktor liegt, beobachten wir neben der Entwicklung des Immobilienmarktes auch die Kapitalmärkte sehr aufmerksam. Das vermögende Kundenklientel investiert konservativ in inflationssichere Sachwertanlagen in Form von Aktienanlagen in Unternehmungen mit hohen Cashbeständen oder in hochwertige Immobilienanlagen in Top-Locations. Dazu zählt zweifellos der Standort Florida. Diese Immobilien zu finden und den Kaufzeitpunkt richtig zu timen, ist unsere Hauptaufgabe. Vor allem im Hinblick auf den Wechselkurs ist das richtige Timing für unsere Kunden aus dem Euroraum ein wichtiges Kriterium, um eine optimale win-win Situation für alle Beteiligten herbeizuführen. Unsere Kunden können in der Regel sehr schnell reagieren, wenn sich eine entsprechende Konstellation anbietet, da sie in der Regel bar bezahlen “, erklärt Nadja-Marie Brunner, Geschäftsführerin von NMB Florida Realty.
Die Florida Association of Realtors (FAR) scheint die Einschätzung der Lage in Cape Coral zu bestätigen. Die Hausverkäufe im Bereich unter 100,000$ haben sich seit März 2008 bis März 2009 bei weiter fallenden Preisen versiebenfacht, während die Verkäufe in der oberen Preisrange bei stabilen Preisen stagnierten oder gar rückläufig waren.









