(openPR) Münster • Die Freie Texterin Martine Paulauskas definiert die Textarbeit neu. Unter dem Firmenmotto "In Texten leben" wird das Schreiben in ihrem "TextLoft" zur Raumausstattung.
Im virtuellen "TextLoft" ist der Text weder Produkt noch Kunstwerk – er ist Raum.
Diese Auffassung beruht auf der Feststellung, dass Texte in erster Linie als Atmosphäre wahrgenommen werden. Noch bevor der Leser sagen kann, was ihm an einem Buch, einem Artikel, einem Gedicht gefällt und warum, noch bevor Interpretation und Analyse eine sachliche Erklärung ermöglichen, entscheidet sich durch das unmittelbare Empfinden des Textes, ob Sympathie oder Abneigung, Wohlbefinden oder Unbehagen entsteht. Dieser spontane Eindruck ist so unverfälscht wie der erste Augenblick bei der Besichtigung einer Wohnung.
Dabei sind leere Häuser oberflächlich betrachtet in etwa alle gleich und unterscheiden sich nur bedingt und durch eine relativ geringe Anzahl sehr allgemeiner architektonischer Merkmale wie Lage, Größe, Ausrichtung der Fenster, Zuschnitt und Deckenhöhe. Erst das Licht und eine Reihe sekundärer Eigenschaften bestimmen, ob wir uns spontan wohl fühlen und uns sogar vorstellen könnten, darin zu wohnen. Erst Möbel, Stoffe und Dekorationsgegenstände aber machen sie zu dem Ort, mit dem wir uns identifizieren können, den wir als den eigenen empfinden.
Aus der gleichen pauschalen Perspektive heraus betrachtet sind Texte ebenfalls alle mehr oder weniger austauschbar. Ihnen durch Farbgebung, Strukturierung und Klang zu Individualität, ja zu Einzigartigkeit zu verhelfen, ist Aufgabe des "Innenarchitekten".
Wie leere Räume auch ist der noch nicht geschriebene Text vor allen Dingen Potenzial. Vor dem Schreiben steht also die Frage nach Charakter und Wirkung, nach Werten, Haptik, Originalität, Balance, Harmonie, Stil, Geborgenheit, Behaglichkeit, Stolz, Zufriedenheit und Genuss, nach einer unverwechselbaren und prägnanten Identität.
Der Kreative stellt sich hier als Raumausstatter empathisch auf die Wünsche seiner Kunden ein, und gestaltet für sie einen Rahmen, in dem sie das selbstverständliche Gefühl haben, zu Hause angekommen zu sein – in dem sie wohnen möchten.





