(openPR) Das Internationale Fotografiefestival F/STOP findet 2009 vom 1. bis 7. Juli zum dritten Mal in Leipzig statt. Es steht in enger Verbindung mit dem Aufbau eines Zentrums für Zeitgenössische Fotografie. Kuratoren, Kunstwissenschaftler und zahlreiche Kreative der Stadt und dem Ausland setzen sich mit viel Engagement für dieses Vorhaben ein.
VON HIER AUS, WOHIN?
Das Festival stellt dieses Jahr die Frage von hier aus, wohin? und zeigt dazu Arbeiten von 50 herausragenden Künstlern. Ausgehend von dem Nullpunkt ´89 untersucht das kuratorische Konzept Entwicklungsprozesse und Zukunftsvisionen in den künstlerischen Bildpositionen von drei Fotografengenerationen. Zahlreiche internationale Arbeiten aus der Serie invited verstören die lineare Verortung der Thematik und zeigen Veränderung, Aussichten auf Morgen und das Unbehagen in der ziellosen Gegenwart als feste Grammatik zeitgenössischer Fotografie weltweit.
FESTIVALPARCOURS
Mit der Konzentration auf künstlerische und zeitgenössische Fotografie setzt F/STOP einen eigenwilligen Fokus, und auch bei der Auswahl der Ausstellungsräume. Das 3. F/STOP wird neue ungewöhnliche und für künstlerische Ausstellungen bisher nicht genutzte Orte bespielen. Die große Hauptausstellung VON HIER AUS, WOHIN? findet in diesem Jahr in den Buntgarnwerken statt.
In den unsanierten 4.000 m² Innenräumen der leeren Industriehallen scheint die Zeit `89 stehen geblieben zu sein, während die Außenfassade in komplett restauriertem Glanz erstrahlt. Mit den gezeigten Kunstwerken wiederholt sich dieser Kontrast und trägt so zur Lesbarkeit und intensiven Auseinandersetzung der künstlerischen Positionen bei.
Das Bootsshuttle MS WELTFRIEDEN verbindet die Buntgarnwerke über den ehemaligen Industriekanal Karl-Heine mit der Ausstellung der Wettbewerbs-Finalisten im Westwerk und Internationalen Gastausstellungen in Plagwitz.
Das F/STOP bespielt neben Industriekomplexen und kleineren Galerien in diesem Jahr auch die Heilandkirche. Sie wird ein starker Kontrast zur internationalen Gastausstellung MENTAL HOSPITALS des SPECIAL GUEST, dem schwedischen Fotokünstler ANDERS PETERSEN.
Interviewanfragen und Anforderung von Bildmaterial bei unserem Pressesprecher
Jonas Asendorpf

Tel 0341 . 6 04 98 14
F/STOP Festivalbüro
Karl-Heine-Str. 61
04229 Leipzig
www.f-stop-leipzig.de/presse
Über das Unternehmen
Das Zentrum für Zeitgenössische Fotografie Leipzig e.V. (ZZF) wurde 2006 von 15 kreativen Köpfen aus Kunst und Wissenschaft in Leipzig gegründet, um dauerhaft ein neues Gravitationszentrum für zeitgenössische Fotografie zu etablieren. Die aktuelle Fotografieentwicklung, der künstlerische Umgang mit dem Medium Fotografie und insbesondere kuratorischer Arbeit stehen im Vordergrund der Aktivitäten des ZZF. Zentral sind dabei die Spannungsräume zwischen Kunstwerk, Künstler und Betrachter, welche die Lesbarkeit zeitgenössischer Fotografie definieren.
F/Stop und das Zentrum für Zeitgenössische Fotografie
Das Zentrum für Zeitgenössische Fotografie (ZZF) wurde 2006 in Leipzig von 15 kreativen Köpfen aus Kunst und Wissenschaft gegründet. Es soll ein dauerhaftes Gravitationszentrum für zeitgenössische Fotografie mit bundesweiter Ausstrahlung werden.
Seit 2007 führt das ZZF das F/Stop Fotografiefestival vor wechselnden Kulissen einzigartiger Aura auf. Noch 2006 gab es nirgendwo in Deutschland eine intensive, qualitativ hochwertige Veranstaltung für künstlerische Fotografie. Das Medium war in der öffentlichen Wahrnehmung unverdient unterrepräsentiert. F/Stop schließt diese Lücke.
F/Stop konzentriert sich ausschließlich auf künstlerische Fotografie. Reportage- und Modefotografie klammern wir aus, da sie nicht in einem sinnfreien Raum entsteht und den Fotografen nicht dazu zwingt, sich selbst im Schaffensprozess zu begegnen. Das halten wir für die intensivste und ureigenste Erfahrung von Kunst und möchten gerade diese unterstützen.
F/Stop fördert Fotografen der neuesten Generation. Deren Positionen werden in dem Kontext etablierter Fotografen gezeigt, wodurch Eigenständigkeit und Besonderheiten der neuen Perspektiven herausgearbeitet werden.
Herzstück jedes F/Stop ist die große, kuratierte Hauptausstellung. Sie widmet sich einem Thema, das mit zeitgenössischen deutschen Fotografen gefüllt, und durch viele internationale Positionen erweitert, bereichert und bewusst irritiert wird.
Kunst erzählt keine ein-eindeutigen Geschichten. Polarität, Widerspruch, Dialektik und Bruch werden kuratorisch konzipiert, als Raum der Sinnkonstruktion. Das Gesamtkonzept sehen wir als metaphorische Projektionsfläche, als Kontrastfolie für die Entwicklung eines eigenen Standpunktes des Besuchers.
Die zentrale Fragestellung des ZZF ist die Lesbarkeit zeitgenössischer Fotografie. Der Verständnisprozess der Besucher wird durch ein breites Rahmenprogramm mit Führungen und Workshops angestoßen, ihm jedoch nicht abgenommen.
Das ZZF ist ein Verein. Um den kleinen festen Kern dreht sich ein Universum freiwilliger Helfer, die in ungewohnt dichtem Kontakt zum zeitgenössischen Strom künstlerischer Fotografie kommen können. Bewusst wollen wir fotografieinteressierten, jungen und alten Menschen die Möglichkeit geben, sich dem Medium Fotografie intensiv und auf ungewohnten Wegen anzunähern.