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thallos Vermögensbrief - Vom Schein und Sein

(openPR) Es sind spannende Zeiten. So auch die letzten Tage. Die Anleger scheinen nicht so recht zu wissen, was sie wollen – oder vielmehr was oder woran sie glauben wollen. (Oder können – wir der eine oder andere Leser jetzt gewiss einwerfen.)

Die Nachrichtenlage ist wirklich unklar… doch nehmen wir sie einmal mit auf eine kurze Reise um die Welt. Beginnen wir bei unseren Freunden auf der Insel. Neben New York war es der Finanzplatz London, der maßgeblich am Entstehen, am Ausmaß und auch an den Auswüchsen der Finanzkrise schuldig ist.



Und was kommt von der Insel? Eine Welle an neuen Emissionen kommt auf uns zu. Von sogenannten Kapitalmaßnahmen von Unternehmen ist die Rede. Auf der Insel wird dies gefeiert. Dabei verbirgt sich dahinter mehrheitlich die Ausgabe von Wandelanleihen. Zu Deutsch: Unternehmen nehmen am Kapitalmarkt ein Darlehen auf und können dies später auch in eigenen Aktien zurückbezahlen. Der eine oder andere Marktteilnehmer feiert dies als „das Eis ist gebrochen“. Kapitaler Unsinn, möchte man da erwidern. Denn dieser Trend bedeutet nichts anderes, als dass sich die Unternehmen am Finanzmarkt (= Bankensektor) noch immer nicht vernünftig finanzieren können und daher mehr oder weniger gezwungen sind, zu diesen Maßnahmen zu greifen. Wer also zwischen den Zeilen lesen kann, erfährt, dass der britische Finanzmarkt ganz offensichtlich in einer besonders schlechten Verfassung ist und sich dort wohl noch keine Anzeichen der Besserung ablesen lassen.

Springen wir in die USA. Die neuesten Konjunkturdaten deuten darauf hin, dass sich die Lage in den USA weiter stabilisiert. Erwartungsgemäß sind die Verbraucherpreise stabil, aber die sogenannten „Geschäftsaussichten im verarbeitenden Gewerbe“ stiegen unerwartet deutlich auf den höchsten Stand seit August 2008. Offensichtlich tut sich etwas in den USA, denn auch das Konsumklima hat sich weiter aufgehellt. Bei den Amerikanern steigt auf breiter Front die Stimmung. Nur nicht bei General Motors. Es wird immer wahrscheinlicher, dass dieses Unternehmen nicht überleben wird.

Nun nach Asien. Zum Wochenschluss endeten eigentlich alle asiatischen Börsen im Plus. Und das aus gutem Grund. Insbesondere in China deutet sich an, dass das riesige Land die Krise weit besser verkraftet als vielfach befürchtet. Zwar sind die ausländischen Direktinvestitionen gesunken, aber sie betrugen allein im Monat April noch immer 5,89 Mrd. Dollar. Die Zeichen der Zeit scheinen in China erkannt zu sein – ein zweites Standbein, die Binnennachfrage, entwickelt sich weiter.

Anders in Russland. Hier drohen weiter große Probleme. Die Infrastruktur ist marode; Investitionen wurden versäumt oder gezielt unterlassen. Das entstanden System der Oligarchen hat nicht zu stabilen Märkten geführt. Die Bevölkerung ist gespalten – der entstandene Reichtum der letzten Jahre ist nur bei Wenigen angekommen. Zu kurz war die Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, als dass eine Mittelschicht hätte entstehen können. Rein volkswirtschaftlich betrachtet ist das Land nicht stabil. Es gibt keinen entwickelten russischen Markt – nur einzelne Hot Spots. Und die großen Probleme für Russland kommen erst noch. In der Vergangenheit ließen sich diese durch die hohen Gewinne dank der hohen Energiepreise „zuschütten“. Nur hat man versäumt, diese Gewinne an der richtigen Stelle zu investieren. Richtig hervorbrechen werden Probleme, wenn die weltweiten Energiepreise noch einige Zeit auf dem gegenwärtig Niveau bleiben und gleichzeitig die Infrastruktur erneuert werden muss.

Das bringt uns nach Ost-Europa. Auch hier ist Vorsicht angesagt. Insbesondere für die baltischen Staaten, die Ukraine und Ungarn. Volkswirtschaftlich gesehen, sind diese Staaten schlecht aufgestellt: auf Kredit finanziert, einseitig ausgerichtet, wenig entwickelte Märkte und eine stark verbesserungswürdige Infrastruktur. Dazu kommen z.B. in Ungarn große Verwerfungen in der Gesellschaft. Immer mehr Ungarn können sich das Leben in Ungarn eigentlich nicht mehr leisten.
Die Ukraine hängt am Tropf der internationalen Kreditgeber und befindet sich im Dauerstreit mit Russland über die Haupteinnahmequelle des Landes: die Durchleitungsgebühren für russisches Gas. Spätestens wenn die Ostsee-Pipeline ihren Betrieb aufnehmen sollte oder die Nabucco-Pipeline über den Bosporus steht, wird es richtig schwierig werden für die Ukraine. Doch so lange wird es vermutlich gar nicht dauern bis für die Ukraine der Tag der Wahrheit kommt. Eine Inflationsrate von über 22% bei gleichzeitiger Abwertung der heimischen Währung von über 35% gegenüber dem Dollar sprechen eine deutliche Sprache. Das Land ist nur einen Wimpernschlag vom Staatsbankrott entfernt. Alles hängt am Goodwill des IWF.

Und in Deutschland? Lassen Sie uns nochmals das Thema aufgreifen, das wir bereits mehrfach in unserem Blog beschrieben haben. Wie vorausgesagt, werden die Nachrichten aus der Wirtschaft nicht besser. Es dürfte in der Natur der Sache einer Krise liegen, dass diese sich langsam ausbreitet und den einen Sektor neu erreicht, während sie in einem anderen Sektor bereits wieder abnimmt.

Warum ist das vielleicht gar nicht so schlimm wie man meinen könnte? Nun, wie gerade bei der Reise um die Welt gesehen, tun sich überall Chancen und Risiken auf. Es ist die Kunst, die Chance zu finden und die Risiken zu beherrschen. Deutschland könnte bereits in der zweiten Jahreshälfte, respektive im 4. Quartal, von der Nachfrage aus Asien profitieren. Aber es werden nicht alle profitieren – sondern nur diejenigen, die sich schnell und konsequent auf die neuen Rahmenbedingungen eingestellt haben.

Die deutsche Wirtschaft ist um 3,8 % geschrumpft, das BIP (Brutto-Inlandsprodukt) ist weiter rückläufig. Ehrlich gesagt: wir haben nichts anderes erwartet. Und das soll beileibe nicht zynisch klingen. Die Börse hat auch nichts anderes erwartet – und sie wird das ganze Jahr über nervös bleiben. Die meisten der professionellen Anleger haben aber in diesem Jahr bereits satte Gewinne gemacht, während sich die meisten der privaten Anleger noch zurückhalten mit einem Einstieg in die Märkte. Das kann richtig sein – in der Vergangenheit war es so, dass die Privatanleger in der Regel zu spät eingestiegen sind und damit die Gewinne der anderen bezahlt haben.

Deutschland ist nicht schlecht aufgestellt. Es ist das Unternehmertum, das dieses Land trägt. Auch, wenn gerade dieses gegenwärtig in Verruf geraten ist und sich die Stimmen mehren, die nach einem starken Staat rufen und die Kontrolle über die Unternehmen fordern. Mit Grauen blicken wir auf eine Umfrage des Institutes für Markt- und Politikforschung (Dimap), nach der sich immer mehr Deutsche immer mehr von der sozialen Marktwirtschaft abwenden und sich einen Staat mit noch mehr „sozialer“ Absicherung wünschen. 39% der Ostdeutschen und 24% der Westdeutschen vertreten sogar die Ansicht, dass der Sozialismus in Deutschland noch einmal einen Versuch wert sei. Mit Blick auf die deutsche Geschichte kann man da eigentlich nur staunend den Kopf schütteln.

Überall auf der Welt sind die sozialistischen Experimente – gleich in welcher Ausprägung – ohne Ausnahme gescheitert. Der Wohlstand der Welt war – trotz der aktuellen Krise – noch nie größer. Denjenigen, die da unzufrieden sind, möchte man zurufen, dass die Marktwirtschaft vielleicht nicht perfekt ist und weiter verbessert werden muss. Der Sozialismus ist jedoch keine Alternative.

Schließen wollen wir mit einem Zitat von Winston Churchill: „Es gibt Leute, die halten Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse. Andere meinen, der Unternehmer sei eine Kuh, die man ununterbrochen melken kann. Nur ganz wenige sehen in ihm das Pferd, das den Karren zieht.“

Ihre thallos Vermögenverwaltung
Alexander Berger & Dr. Robert Göötz

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