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T-Systems erweitert Tetra-Bündelfunk um Biometrie-Technologie

01.01.200410:00 UhrIndustrie, Bau & Immobilien

(openPR) Frankfurt am Main, 27. Januar 2004. - T-Systems zeigt auf dem Internationalen Pressekolloquium in Berlin das eigenentwickelte Softwaresystem für Polizeizentralen FELIS (Flexibles Einsatzleitsystem Innere Sicherheit) mit neuen Funktionen. Das System nutzt jetzt die neue digitale Bündelfunk-Technologie als verschlüsseltes Transportmedium für Fahndungsdaten. Bislang war es nicht möglich, kurze Textnachrichten wie etwa Short Data Service Messages (SDS) zu übermitteln. In Zukunft fragen Polizeibeamte erstmals Textnachrichten, Fahndungsdaten sowie Datenbankinformationen mobil vor Ort ab. Dabei vergleichen sie etwa das Lichtbild einer Person unmittelbar mit Fahndungsfotos und können feststellen, ob es sich bei ihrem Gegenüber um eine gesuchte Person handelt.



Mehr als 70 Einsatzleitzentralen in Deutschland nutzen FELIS von T Systems für die Notrufannahme und das Einsatzmanagement von Polizeikräften vor Ort. Das System führt Meldungen aus verschiedenen Quellen schnell und gebündelt zusammen. Sind die Polizeifahrzeuge beispielsweise mit einem TETRA-Mobilfunksystem (TETRA = TErrestrial Trunked RAdio) ausgestattet, können die Beamten Abfragen aus der FELIS-Datenbank und anderen externen Datenbanken direkt aus dem Fahrzeug heraus durchführen - zum Beispiel, um das Kennzeichen eines PKW zu prüfen, biometrische Informationen zu übermitteln oder abzurufen.

Sicherheit der Streifenbeamten

Dies bringt erhebliche Vorteile beispielsweise bei einer Fahndung. Sind die biometrischen Merkmale einer gesuchten Person in der FELIS-Datenbank des Polizei-Informationssystems hinterlegt, lässt sich ihre Identität rasch feststellen. Bisher fragen Beamte noch bei der Leitstelle an, die nach einer Archivrecherche Rückmeldung gibt: ein vergleichsweise kompliziertes Verfahren. TETRA ermöglicht es auch, die Sprechfunk-Verbindung zwischen den Polizisten vor Ort und ihren Kollegen in der Zentrale während einer Datenabfrage parallel aufrecht zu erhalten. Dies dient nicht zuletzt der Sicherheit der Streifenbeamten.

Durch die Integration des Rufgruppenmanagements von TETRA in FELIS wird es möglich, Einsätze ohne Medienbrüche lückenlos nachzuverfolgen: Das System generiert automatisch das Einsatzprotokoll und hält fest, wann etwa der Beamte im Streifenwagen Daten abgefragt oder wann er Nachrichten per SDS erhalten hat. So spielen die Polizisten den gesamten Einsatzbericht schon in die Leitstelle zurück, während sie selbst noch in ihrem Streifenrevier unterwegs sind. E-Mail und Chat sind über FELIS ebenfalls möglich.

Vorteile gegenüber dem analogen Funksystem

Mit TETRA kommunizieren geschlossene Benutzergruppen in einem für den BOS-Bereich (BOS = Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) exklusiv reservierten Frequenzband von 380 bis 400 Megahertz. Der Standard besitzt gegenüber dem derzeitigen rund 30 Jahre alten analogen Funksystem der Sicherheitsbehörden eine Reihe wichtiger Vorteile: So ist der digitale Bündelfunk abhörsicher und bei Bedarf auch mit Verschlüsselung der gesamten Funkverbindung einschließlich aller Übertragungswege vom Sender zum Empfänger nutzbar. Er erlaubt das gleichzeitige Übertragen von Sprache und SDS sowie eine übergreifende Einsatzkoordination etwa der Polizei, Feuerwehr und anderer BOS-Kräfte.

TETRA baut den Ruf innerhalb von 500 Millisekunden auf. Wichtige Meldungen lassen sich priorisieren. Diese stellt das System zuerst durch. Über den so genannten Direktmodus können Einsatzkräfte selbst dann weiter kommunizieren, wenn der Funkkontakt zur Basisstation etwa in Kellern oder Tunneln einmal ausfällt. Zudem lassen sich Nebengeräusche auch bei hohen Umgebungslautstärken wirksam unterdrücken. Dadurch bleibt die gegenseitige Verständlichkeit bei Demonstrationen oder Großveranstaltungen wie Open-air-Konzerten oder Fußballspielen gewährleistet.

T-Systems ist für die künftige Einführung des Digitalfunks eine strategische Partnerschaft mit Motorola als System- und Technologiepartner eingegangen. Entscheidet sich der Bund bei der bevorstehenden Ausschreibung für die TETRA-Lösung der beiden Unternehmen, wird die Telekom-Tochter als Generalunternehmer unter anderem die Antennenstandorte aus einem Pool von über 25.000 Mobilfunkstandorten der Konzernschwester T Mobile flächendeckend bereitstellen, das Funknetz planen und mit Partnern aus der mittelständischen Wirtschaft aufbauen. Anschließend wird der ICT-Dienstleister (ICT = Information and Communications Technology) die Anwendungen implementieren und TETRA in die Leitstellensysteme integrieren. T-Systems kann im Rahmen einer Betreibergesellschaft darüber hinaus den kompletten Netzbetrieb und Service übernehmen.

 

T-Systems

ist einer der führenden Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnologie (engl.: ICT) in Europa. Im Konzern Deutsche Telekom betreut das Unternehmen das Segment der größten Geschäftskunden. In über 20 Ländern beschäftigt T-Systems rund 42.000 Mitarbeiter. Die Telekom-Tochter erwirtschaftete 2002 einen Umsatz von 10,5 Milliarden Euro*.

Die Lösungen von T-Systems zielen darauf, das Geschäft von Großkunden aus den Branchen Telecommunications, Services & Finance, Public & Healthcare sowie Manufacturing nachhaltig zu fördern. Das Unternehmen optimiert für seine Kunden die Prozesse, senkt die Kosten und verbessert ihre Ergebnissituation. Dabei setzt es gezielt Branchen-Know-how und modernste Technologie ein. Das Spektrum der Services reicht von der Integration neuer ICT-Lösungen in bestehende Kundensysteme über den Aufbau und Betrieb von Arbeitsplatzsystemen, Rechenzentren und Netzwerken bis hin zum Telekommunikationsgeschäft mit internationalen Carriern.

Mehr Informationen zum Unternehmen und seinen Dienstleistungen finden Sie unter http://www.t-systems.de und http://www.t-systems.com

*Die Deutsche Telekom hat den Umsatz 2002 nach HGB angepasst, um rückwirkend die seit dem 1. Januar 2003 geltende, geänderte Bilanzierung des Agenturgeschäfts darzustellen. Dadurch reduziert sich der Netto-Umsatz (11,3 Milliarden Euro) von T-Systems um rund 820 Million Euro (auf jetzt 10,5 Milliarden Euro).

Weitere Informationen finden Sie auf Seite 42 im Bericht der Deutschen Telekom für das erste Quartal 2003, online verfügbar unter http://download-dtag.t-online.de/deutsch/investor-relations/4-finanzdaten/zwischenberichte/2003_q1.pdf

 

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