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Gegen Konjunkturpessimismus

(openPR) Hauptversammlung der Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH)

Vor Konjunkturpessimismus warnte Heinrich Schmidt, Präsident der Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH) auf der öffentlichen Vortragsveranstaltung anlässlich der Hauptversammlung seiner Organisation am 11. Mai 2009 in Hamburg. Gerade der Vertrieb hätte in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine Schlüsselposition, um die Märkte zu stabilisieren. Das Outsourcing des Vertriebs und somit die Zusammenarbeit mit Handelsvertretungen sei für die Industrie eine gute Chance für mehr Produktivität und sorge für mehr Liquidität.



Das Ausmaß der Finanzmarktkrise und die Geschwindigkeit, mit der die Realwirtschaft in allen Ländern von dieser erfasst worden sei, hätte man vor einem Jahr noch nicht ahnen können – so der CDH-Präsident. Eine Wirtschaftsnation wie Deutschland könne sich von dem negativen Trend natürlich nicht abkoppeln. Aufgrund der großen Unsicherheit aller derzeitigen Prognosen dürfe man in diese Zahlen nicht alles hineininterpretieren. „Es muss unser aller Aufgabe sein, dafür zu sorgen, dass es nicht so schlecht wird, wie vorausgesagt. Mit der heutigen Zukunftsprognose gilt mehr denn je die Erkenntnis: Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorherzusagen, sondern darauf, vorbereitet zu sein.“

Der Präsident bewertete die Krisenmaßnahmen der Bundesregierung positiv. Bei den Dimensionen der Krise stelle sich zwangsläufig die Frage, was die Politik überhaupt tun könne, um dem Ganzen gegenzusteuern. Der erste Schritt, einen „Schutzschirm“ über die Banken zu spannen, sei sicherlich richtig gewesen, um die Kreditversorgung der Unternehmen zu sichern und das Vertrauen der Bürger in die Stabilität des Finanzsystems zu stärken. Auch die Konjunkturpakete seien zu begrüßen. Eine ganze Reihe von Maßnahmen setze positive Signale wie z. B. die Verbesserung der Abschreibungen und die Investitionen in die Infrastruktur und in den öffentlichen Bau.

Wünschenswerter wäre es allerdings gewesen – so der CDH-Präsident nachdrücklich - die steuerlichen Entlastungen stärker voranzutreiben, z. B. wäre eine Eindämmung der kalten Progression durch Abflachung des Tarifverlaufes dringend geboten. Auch eine Ausweitung der „Ist-Besteuerung“ bei der Umsatzsteuer würde gerade mittelständischen Betrieben mehr Liquidität verschaffen. Kritisch bewertete er auch die hohe Subventionierung eines einzelnen Wirtschaftsbereiches, in diesem Fall der Automobilindustrie, da derartige massive Eingriffe in die Kräfte des Marktes immer negative, teilweise unkalkulierbare Auswirkungen in anderen Bereichen hätten. Schmidt lehnte auch weitere Konjunkturpakete ab.

Der Präsident forderte eindringlich, die Politik dürfe solche Maßnahmen nur ergreifen, um zeitlich befristet die aktuellen Probleme zu bekämpfen. Die Verführung sei da, dass der Staat immer stärker – und dauerhaft – regulierend in das Marktgeschehen eingreift. „Vor allem darf bei allen Bemühungen um die Stabilisierung der Wirtschaft die Soziale Marktwirtschaft nicht auf der Strecke bleiben. Die aktuelle Krise hat nicht nur dem Finanzmarkt und der Wirtschaft geschadet, sondern auch das Vertrauen in unser Wirtschaftssystem erschüttert“. Daher müsse neben einer konjunkturgerechten Wachstumspolitik ein Hauptaugenmerk auch darauf liegen, das Vertrauen der Bürger in die Soziale Marktwirtschaft und das Unternehmertum wieder zu stärken.

Die Reformen, die in den letzten Jahren begonnen wurden, müssten fortgesetzt werden, nur so komme Deutschland letztlich erstarkt aus der Krise. Das gelte für die Deregulierung des Arbeitsmarktes, die Senkung der Lohnnebenkosten und den Abbau der Bürokratiebelastung. Dringend erforderlich sei auch eine Reform, die zu einem einfacheren und gerechteren Steuersystem führt. Außerdem müssten Strukturreformen in den Sozialversicherungen nach der Bundestagswahl wieder angegangen werden, um den Gesamtsozialversicherungsbeitrag langfristig unter 40 Prozent zu belassen, ein wichtiger Beitrag zum Erhalt vorhandener und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Unabdingbar sei auch der Abbau des Schuldenberges und die Konsolidierung des Staatshaushaltes. Da werde zukünftig für die Bürger an echten Sparrunden kein Weg vorbeigehen, auch wenn das im Vorfeld der Bundestagswahl niemand gerne eingestehen würde.

Gerade der Vertrieb mit Handelsvermittlungen – so der CDH-Präsident weiter – würde der Industrie in schwierigen Zeiten Chancen bringen. „Das Auslagern von Prozessen und Dienstleistungen führt zu einem Produktivitätsschub und sorgt für Liquidität. Unternehmen können sich durch das Auslagern bestimmter Aufgaben besser auf ihr Kerngeschäft konzentrieren“. Beim Outsourcing finde derzeit ein Wandel statt, weg von der Kostenoptimierung und hin zu mehr Agilität und Flexibilität in der Kundenbeziehung. Viele Firmen könnten es sich nicht leisten, neben den für den Umsatz maßgeblichen Großkunden auch die vielen mittleren und kleineren Firmen mit der für eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung erforderlichen Intensität zu betreuen. Vielen Herstellern mangele es insoweit häufig an tragfähigen Strategien, finanzierbaren Konzepten und personellen Ressourcen. Da biete sich die Zusammenarbeit mit Handelsvertretungen als beste Lösung an.


Berlin, 11.5.2009

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