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Unzufriedenheit durch Reichtum

14.05.200909:58 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Unzufriedenheit durch Reichtum
Jessica Hund
Jessica Hund

(openPR) Schmelz-Hüttersdorf. Durch viele Gespräche haben wir rausgefunden dass *Reichsein* die Menschen nicht glücklich mach. Nicht alle, aber sehr viele reiche Menschen sind verzweifelt. Sie sind mit materiellen Gütern übersättigt und der Konsum interessiert sie nicht mehr: Aus dem einfachen Grund, weil sie alles haben und sich alles unmittelbar leisten können.


Sie haben meist keine Ziele mehr und wenn ein Mensch keine Ziele mehr hat, stirbt er innerlich ab.

Es wäre für Andere ein Traum, so viel Geld zu haben. Aber man sieht: Geld ist nicht alles. Warum sind soviel Reiche nicht zufrieden? Meist sind sie von Ängsten und Depressionen gequält und haben Angst, dass sie nicht um ihrer selbst willen, sondern nur wegen ihres Reichtums geliebt werden. Echte Liebe als reicher Mensch zu finden ist sehr schwer Ist dieser Preis nicht zu hoch?
Gerade reiche Menschen sind von zahlreichen *Freunden* umschwärmt und die attraktivsten und schönsten Männer bzw. Frauen scheinen sich für sie zu interessieren – doch meist ist es nicht die Person selbst, die sie interessiert, sondern es ist die Kohle, die sie lockt.

Wenn man sich alles leisten kann und keine Sorgen hat, fehlt oft einfach ein Ziel im Leben, ein Sinn. Wer sich jeden materiellen Wunsch sofort von den Augen ablesen kann, nicht arbeiten und sich anstrengen muss, um sich und seine Familie zu ernähren, wer das freudig Gefühl nicht kennt, sich nach harter Arbeit und langem Sparen einen Herzenswunsch erfüllen zu können, wird innerlich immer leerer und geht manchmal schließlich sogar daran zugrunde.
Gerade solche Menschen neigen dazu, ihrer inneren Leere durch Drogen oder Alkohol zu entfliehen. Und bisweilen endet ihre innere Verzweiflung sogar im Suizid. Ist dies nicht fatal?

Andere Menschen mit großem Reichtum hingegen sind aktiv und setzen ihr Vermögen für Hilfsorganisationen und gute Zwecke ein.
Ihnen geht es innerlich sehr viel besser, da sie eine sinnvolle Aufgabe haben und die Gewissheit haben können, mit ihrem Geld vielen Menschen zu helfen und so einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

Man kann Reichtum mit der Technik vergleichen: Von je mehr Technik der Mensch umgeben ist, desto kälter wird die Welt um ihn herum. Genauso ist es mit dem Reichtum: Je mehr Geld ein Mensch besitzt, desto größer wird die Kluft zu seinen Mitmenschen und desto leerer sein Dasein.

Doch muss dies wirklich so sein? Solche Menschen sollten ihre Habgier und ihren Geiz überwinden und anderen Menschen helfen. Damit wäre schon ein großer Schritt getan: Vielen Not leidenden Menschen könnte so effektiv geholfen werden und unsere Welt könnte eine ganz andere sein: Allen Menschen könnte es gut gehen und die Kluft zwischen Arm und Reich wäre endlich überbrückt, so dass sich alle Menschen auf einer Ebene begegnen könnten.

Es gibt ein Zitat das heißt: „ Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts zu seinem Reichtum dazu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen.“
(Epikur von Samos, 341-270 v. Chr., Lehrbrief)

Der Reiche muss wissen was er will, er muss Ziele in seinem Leben haben und eine Aufgabe, die ihn erfüllt. Diese Ziele beziehen sich nicht darauf zu wissen, welchen materiellen Wunsch er sich als nächstes erfüllen will. Nein – emotional muss er wissen, was er sich für SICH SELBST wünscht.

Gerade bei armen Menschen, die oft am Existenzminimum leben müssen, findet man häufig noch Nächstenliebe und Zusammenhalt. Einer ist für den Anderen da und Schwierigkeiten stehen sie gemeinsam durch. Solch ein Gemeinschaftsgefühl und solch wahre Liebe unter den Menschen wird ein Reicher nur schwerlich finden. Er muss sich immer fragen: „Wollen sie mich oder mein Geld?“ und muss feststellen, dass man all die wahrhaft wichtigen und erfüllenden Dinge im Leben wie Liebe, Freundschaft, Zusammenhalt und Freude am Leben mit keinem Geld der Welt kaufen kann. Und gerade dies ist die Basis eines glücklichen Lebens.

Multimilliardär Onassis sagte einmal: „Wenn ein Mensch behauptet, mit Geld ließe sich alles erreichen, darf man sicher sein, dass er nie welches gehabt hat.“ (Aristoteles Onassis)

All die Menschen, die vom großen Reichtum träumen, sollten sich dies einmal genau überlegen. Sie glauben, dass Geld glücklich macht. Aber warum sind es dann gerade die Reichen, die so unglücklich sind, so dass manche sich sogar das Leben nehmen?

Wir sind der Ansicht, dass ein einfaches und bescheidenes Leben im Kreis seiner Familie und Freunde weitaus glücklicher macht, als umgeben von Reichtum und Luxus alleine in der Welt der High Society zu leben, so vieles nur gekünstelter Schein ist.

Viele Menschen glauben auch, dass sie keine Sorgen mehr hätten und ihr Leben lang abgesichert seien, wenn sie reich wären. Doch es sind gerade die Millionäre und Milliardäre, die in ständiger Angst leben, etwas von ihrem Vermögen verlieren zu können. Reichtum macht nämlich nicht in erster Linie frei, sondern bedeutet auch eine große Last auf den Schultern.

Es sollte nicht mehr heißen: *Reichsein ist chic*, sondern: *Chic* sein heißt helfen und Nächstenliebe zeigen*. Geld zu haben ist wie ein großer Kuchen, von dem man nichts abgibt, obwohl man schon längst satt ist!
Es heißt nicht, dass man sich selbst völlig aufgeben und jeden Cent für einen wohltätigen Zweck spenden sollte – man sollte genug Geld zum Leben behalten und sich selbst nicht aufgeben. Nur so kommt ein wahrer Ausgleich zustande.
Und entschädigt die Freude und Dankbarkeit der Menschen, denen man mit seinem Geld helfen konnte, nicht tausendfach für den aufgegebenen Reichtum? Und zeigen sich nicht dann auch die wahren Freunde, die einen lieben – ganz egal, ob man nun reich ist oder arm?

Autoren: Sylvia Poth und Jessica Hund (Copyright)

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