(openPR) Wie systematisch setzen Unternehmen der Automobilindustrie auf kontinuierliche Ver-besserung? Existieren Reifegradmodelle für Prozesse oder für das Gesamtunterneh-men? Wird Business Process Management tatsächlich gelebt? Eine aktuelle Studie der Fachhochschule Köln und der Leverkusener Unternehmensberatung ICP ergab ein ü-berraschendes Ergebnis: Die kleinen Unternehmen handeln konsequenter als die gro-ßen!
Zeit, Kapazität und Geld sparen – das wollen alle Unternehmen, erst Recht in der aktuellen Wirtschaftssituation. Voraussetzung dafür sind schlanke Geschäftsprozesse. Doch wie konse-quent bemühen sich Unternehmen um mehr Effektivität? Aufschluss darüber gibt eine aktuel-le Studie des Instituts für Produktion an der Fachhochschule Köln, die in Zusammenarbeit mit der Leverkusener Unternehmensberatung ICP erstellt wurde. Befragt wurden 47 kleine, mit-telständische und Groß-Unternehmen der Automobilbranche, wie sie es mit der Beschreibung, Durchführung und Verbesserung ihrer Geschäftsprozesse halten.
Kleine Unternehmen konsequenter als die großen
„Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass Mittelständler stärker auf Business Process Mana-gement (BPM) setzen als Konzerne“, berichtet Prof. Dr. Reinhard Mayr, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Produktion (IFP) sowie Leiter der BPM-Studie. Laut Mayr werden die Unterschiede zwischen den Unternehmen insbesondere im Produktionsbereich deutlich: Während dort nur 77 Prozent der befragten Konzerne auf BPM setzen, sind es 92 Prozent der mittelgroßen Unternehmen. Auch in den Bereichen Beschaffung, Vertrieb und Innovation schneiden die Konzerne schlechter ab als die Mittelständler, die hier nach eigenen Angaben zu 100% schlanke Prozesse verfolgen, indem sie BPM-Verfahren wie zum Beispiel Flussplä-ne, ereignisorientierte Prozessketten (EPK´s) verwenden.
BPM-Pozentiale werden noch zu wenig ausgeschöpft
„Die Mittelständler erhoffen sich vom BPM das Eliminieren unnötiger Prozessfolgen, Quali-tätsverbesserungen sowie eine transparente Darstellung von Prozessen, seltener unmittelbare Kostensenkungen“, erklärt Professor Mayr. Bei den Konzernen hingegen dominiert bei 60 Prozent der befragten Unternehmen die Kostensenkung als Grund, BPM zu nutzen, fand der Direktor des FH-Köln-Instituts heraus.
Seines Erachtens verdeutlicht dieses Ergebnis, dass viele Unternehmen noch nicht richtig ein-schätzen, wie man BPM effektiv anwendet und welches Potenzial damit verbunden ist – ob-wohl man bereits Geld investiert und zum Beispiel Ingenieure die eigenen Prozesse erfassen und beschreiben lässt. So zeigte sich, dass nur etwa die Hälfte der befragten Unternehmen Prozessteams und einen Prozessverantwortlichen definiert, die beschriebenen Prozesse schult, diese mit Kennzahlen belegt, ihre Performance misst und anschließend verbessert.
Aufbruch in eine normierte Prozesswelt
„Die Studie zeigt, dass etliche Unternehmen noch lernen müssen, wie man einen Prozess zum Leben erweckt und eine Evolution in Gang setzt, die es nach und nach immer besser, billiger und effizienter werden lässt“, konstatiert Studienleiter Reinhard Mayr. Um das Potenzial, das seines Erachtens eindeutig mit BPM verbunden ist, vollständig und nachhaltig zu entfalten, bedarf es laut Mayr eines konsequenteren Aufbruchs in eine normierte Prozesswelt. „Wer jetzt damit beginnt, die Performance von End-to-End-Geschäftsprozessen – mit abteilungs-übergreifenden Funktionen, Partnern, Lieferanten und Service Providern – zu optimieren, meistert besser komplexe Businessbeziehungen und damit die aktuellen Geschäftsherausfor-derungen“ so Professor Mayrs Resümee.
Die vollständige BPM-Studie ist nach Anmeldung unter
http://www.icp-beratung.de/studie.html als PDF downloadbar.











