(openPR) Am Freitag, den 5. Juni 2009 eröffnet die Domgalerie des St. Marien Domes in Fürstenwalde ihre nächste Ausstellung in diesem Jahr. Malerei wird das große Thema sein. Die Vernissage zur Ausstellung von Kerstin Wüstenhöfer-Loges wird um 19 Uhr in den Räumen der Galerie neben dem St. Marien Dom eröffnet. Die Künstlerin wird einen Einblick in ihr Schaffen geben und alle ausgestellten Bilder vorstellen.
In dem Ausschnitt der Arbeit, den Kerstin Wüstenhöfer in der Domgalerie zeigt, thematisiert sie die Metamorphose von Zerstörung und Aufbau, Verhüllen und Bloßlegen, Verdeckung und Verwandlung. Zentrum der Auseinandersetzung ist der Mensch, auch wenn er sich zwischen Schriftstücken, Malerei, Graphik, Architektur oder Fotografie verbirgt. Die verschiedenen Elemente stammen im Allgemeinen von der Künstlerin, gleich ob es sich um Fotografie oder unkenntlich gemachte Schriftstücke handelt. Sollten Fremdelemente vorhanden sein, so haben sie einen direkten Bezug zu der portraitierten Person. Schrift, Schriftstücke oder Fotografien werden zu ihren Gedankenfetzen oder denen der portraitierten Person.
Die Malerei bleibt gegenständlich, auch wenn ungegenständliche Farbflächen, Schrift, Graphik und Fotografie schichtenweise unter Malerei verborgen sind im Wechsel von Aufbau und Zerstörung. Auch im Entstehungsprozess der Bilder spiegeln sich Zerstörung und Wiederaufbau.
Bilder werden zusammengefügt, zerkratzt, zerschnitten und neu zusammengesetzt, pastose Farbschichten zerkratzt und wiederholt übermalt.
„Die Zerstörung hinterlässt zwar Spuren, aber die Künstlerin lässt sie nicht als Wunden zurück, sondern arbeitet sie ohne Bruch in das Bild mit ein“, schreibt Frau Dr. Beate Nagel, Universität Braunschweig und deutet dies als „Akt der Befreiung“.
Die Bilder sind in Mischtechnik unter Verwendung von Acryl- und Ölfarben sowie Kreiden entstanden, außerdem entstehen Portraits in Acryl und Öl, aber auch Fotografien, die hier nicht gezeigt werden, lediglich vereinzelt als Fragmente in Bildern übermalt werden..
Thema aller Bilder ist der Mensch, das Menschsein, sich in Beziehung setzen, gleich ob das menschliche Portrait, Spiegelungen, Körperteile, Fensterbilder, Atelierszenen oder auch Schlachthof- oder Müllplatzszenen das einzelne Bild dominieren. Hinzu kommt die Intuition, das Körpergefühl, das sich in Körperteilen oder auch der Begegnung zweier Menschen und ihrer Beziehung ausdrückt. Wird die eine Person von der anderen gehalten, gestützt oder niedergedrückt? Symbolisiert das Tier den Instinkt, die Intuition?
Kerstin Wüstenhöfer-Loges hat Kunst- und Werkpädagogik, Germanistik und Bildenden Kunst in Freiburg, in Braunschweig (Malerei und Fotografie u. a. bei Prof. Roland Dörfler) und in Frankfurt am Main studiert. Sie lebt jetzt in Rangsdorf bei Berlin.












