(openPR) Immer noch lässt der Löwenanteil aller Internetshopbesucher den digitalen Einkaufswagen auf halber Strecke stehen oder verlässt spätestens beim Anblick der Kasse fluchtartig das elektronische Kaufhaus. Ein erfolgreicher Geschäftsabschluss gelingt lediglich bei drei beziehungsweise zwölf Prozent der potentiellen Kunden – je nachdem, zu welcher aktuellen Veröffentlichung man greift.
Nach einer Veröffentlichung der Osnabrücker Inkassogesellschaft mediafinanz AG erschien zahlreichen E-Commerce-Praktikern die bereits im November von den Machern des E-Commerce-Leitfadens veröffentlichte Konversionsrate von zwölf Prozent zu hoch. Realistischer, so ließ das Unternehmen unter Berufung auf einschlägigen Foren verlauten, sei eine Quote im unteren bis mittleren einstelligen Bereich. Diese Ansicht bestätigen jetzt die Ergebnisse einer gemeinsamen Umfrage von iBusiness.de und der Web Arts AG. Demnach erreichen deutsche Onlineshops je nach Branche durchaus auch 5,8 Prozent Konversion, etwa im Healthcare-Sektor. Durchschnittlich kauft allerdings nicht einmal jeder dreißigste Kunde Ware aus dem besuchten Shop.
„Die Differenzen zwischen den beiden Studien lassen sich am ehesten auf methodische Unterschiede während der Datenerhebung und Auswertung zurückführen“, erläutert Christoph Hadelich von der Esslinger Firma Mindlab Solutions. Das international tätige Unternehmen hat sich der Transparenz und Analyse von Onlineshop-Kundenströmen verschrieben. Fraglich sei bei derartigen Ergebnissen immer, auf was sich die Quote bezieht. „Nehme ich sämtliche Gäste einer Webseite als Referenzgröße, sinkt die Konversion auch bei Spitzenumsätzen automatisch in den Promillebereich. Steige ich hingegen im Kundengewinnungsprozess später ein und betrachte nur die Seitenbesucher, die bereits einen gefüllten Warenkorb mit sich herumtragen, dann wird auch meine Konversion einen fantastischen Wert aufweisen.“
Insbesondere der finale Schritt zur Kasse fällt den stöbernden Onlineshoppern schwer, regelmäßig brechen die Kunden in der Anonymität des Internets den Kaufvorgang hier ab. Mit einer größeren Vielfalt an angebotenen Zahlungsmethoden oder einem anerkannten Shop-Gütesiegel lässt sich die Konversion in Maßen anheben. Größere Sprünge erfordern allerdings einen größeren Aufwand, weiß Mindlab-Experte Hadelich. „Dann entdeckt man manchmal Überraschungen. Kürzlich haben wir bei einem Kunden nach intensiver Betrachtung seines Systems ein Umsatzplus ausgelöst, indem wir das Timeout für das Zahlungsformular von 20 auf 40 Minuten verlängert haben. Offensichtlich gibt es jede Menge Kunden, die zunächst eine halbe Stunde mit der Suche nach ihren Bankdaten verbringen.“
Über die mediafinanz AG
Als bundesweit erstes Inkassounternehmen mit TÜV-geprüftem Forderungsmanagement hat sich die mediafinanz AG seit ihrer Gründung im Jahr 2000 fest im E-Commerce etabliert. Neben einem effektiven Forderungsmanagement bietet der Osnabrücker Online-Dienstleister seinen Mandanten im Bereich Risikomanagement zahlreiche Auskunfts- und Ermittlungsprodukte an.
Webhinweis:
http://www.mediafinanz.de











