openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Typische Schwächen der Outsourcing-Prozesse zwischen Anwender und Provider

27.04.200914:26 UhrIT, New Media & Software

(openPR) (Kerpen, 27.04.2009) Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise genießt der Outsourcing-Markt zwar wieder einen neuen Konjunkturschub. Die Unternehmensberatung exagon warnt jedoch davor, dass die Anwender in ihren Auslagerungskonzepten die gleichen Fehler wie früher machen. Denn nach den Praxiserkenntnissen von exagon weisen viele Unternehmen erhebliche strukturelle Schwächen in den Vereinbarungen und Prozessen mit ihren externen IT-Dienstleistern auf, die deutliche Leistungseinbußen und höhere Kosten bewirken können. Dazu gehören beispielsweise:



Serviceverträge schwächeln bei der Definition der IT-Prozesse: Die Outsourcing-Vereinbarungen werden meistens vornehmlich mit einer technischen Leistungsmatrix versehen, das Thema Prozesse kommt in den Verträgen jedoch nicht oder nur in unzureichender Weise vor. Dabei bedeutet die Bereitstellung bestimmter Leistungen am Ort des Providers nicht zwangsläufig, dass der Anwender die Dienste auch in der geplanten und bedarfsgerechten Weise erhält, weil dies erst mit gleichzeitiger Beschreibung der oft vielfältigen Prozesse sichergestellt werden kann.

Fehlendes Framework für die externen Schnittstellen: Der Einsatz eines IT-Providers bewirkt nicht automatisch, dass plötzlich sinnvolle Schnittstellen zwischen den internen und externen Prozessen vorliegen, sondern sie müssen konzipiert werden. In der Praxis sind sie jedoch oft das Ergebnis der Improvisationskunst und beruhen nicht auf vorausgegangenen Planungen. Noch mehr fehlt es an einem Framework für die gesamten Schnittstellen zu externen Diensteanbietern, damit alle Schnittstellen nach einer ähnlichen Logik funktionieren und die Prozesse aufeinander abgestimmt werden können.

Gegensätzliche Service Level-Vereinbarungen: SLA’s gehören zwar typischerweise zu den Serviceverträgen, aber werden meist nur separiert betrachtet. Dadurch kommt es zu sehr heterogenen SLA-Verhältnissen, weil weder alle von außen kommenden Service Levels noch die externen und internen Vereinbarungen aufeinander abgestimmt sind. Im Extremfall widersprechen sie sich sogar deutlich und machen sich dadurch gegenseitig zumindest teilweise wirkungslos. Insofern ist auch für die SLAs ein Service-weites Framework erforderlich.

Kein Monitoring der Provider-Services: Welche Leistung dem Benutzer an seinem Arbeitsplatz zur Verfügung steht, hat einen wesentlichen Einfluss auf die Performance der Geschäftsprozesse. Die Performance-Daten im Rechenzentrum der Provider sind hierfür allerdings nicht allein maßgebend, weil auf der Strecke zwischen Outsourcing-Partner und den Standorten des Anwenders erhebliche Leistungsverluste entstehen können. Indem viele Unternehmen jedoch auf ein solches Monitoring verzichten, wissen sie letztlich auch nicht, was sie für ihr Geld bekommen.

Chance auf variable Kosten wird zu wenig genutzt: Servicepakete sind durchaus sinnvoll, aber sie enthalten meist auch Leistungen, für die kein ständiger Bedarf besteht. Bezahlt werden müssen sie im Rahmen der pauschalierten Vereinbarungen dennoch. Aus diesem Grund sollten in den Verträgen bestimmte Services, die in bestimmten Situationen wichtig sind, aber keine tagtägliche Grundanforderung darstellen, als on demand-Leistungen definiert werden. Sie stellen variable Kosten dar und können zu Einsparungen bei den Aufwendungen führen.

Wirtschaftlicher Nachteil durch fehlendes Fehlerkostenmanagement: Kaum ein Prozess oder Service erfolgt völlig fehlerfrei. Aber dies befreit die IT-Lieferanten weder von ihren Qualitätspflichten noch von der Pflicht, die wirtschaftliche Verantwortung für die durch eigene Fehler bewirkten Folgen beim Kunden zu übernehmen. Weitgehende Praxis ist jedoch, dass die internen Aufwände für Korrekturen, Doppelarbeit etc. als Folge von Fehlern des IT-Providers meist vollständig zu Lasten des Anwenders gehen – weil keine systematische und detaillierte Dokumentation der fehlerbezogenen Kosten erfolgt.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 304616
 732

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Typische Schwächen der Outsourcing-Prozesse zwischen Anwender und Provider“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von exagon consulting & solutions gmbh

exagon als TOP CONSULTANT für den Mittelstand ausgezeichnet
exagon als TOP CONSULTANT für den Mittelstand ausgezeichnet
Die Unternehmensberatung exagon wurde von der compamedia GmbH als TOP CONSULTANT 2012/13 für den Mittelstand in der Kategorie IT-Berater ausgezeichnet und gehört damit zu den besten Mittelstandsberatern in Deutschland. Die wissenschaftliche Leitung dieses neutralen Bewertungsverfahrens oblag Dr. Dietmar Fink, Professor für Unternehmensberatung und -entwicklung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Die relevanten Informationen hierzu resultieren aus einer zu diesem Zweck durchgeführten und differenzierten Kundenbefragung. Mentor des Projekts ist …
Unternehmen oft nur passive Zuschauer bei den internen Veränderungen
Unternehmen oft nur passive Zuschauer bei den internen Veränderungen
(Kerpen, 23.04.2012) Das Thema Change Management rückt auf der Agenda der Unternehmen zunehmend nach vorne. Wie die Unternehmensberatung exagon in einer Vergleichsstudie ermittelte, bestehen bei der Steuerung der Veränderungsprozesse aber noch erhebliche Defizite. Die Firmen beklagen sogar noch stärker als 2010 vor allem einen geringen Erfahrungshorizont und konzeptionelle Schwächen, ebenso fehlt es häufig an Budgets für begleitende Change Management-bezogene Unterstützung von Veränderungsprozessen. „Es wird zwar zunehmend erkannt, dass eine …

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Managed Services als Alternative zum Outsourcing - Zukunftssicher bei voller KontrolleBild: Managed Services als Alternative zum Outsourcing - Zukunftssicher bei voller Kontrolle
Managed Services als Alternative zum Outsourcing - Zukunftssicher bei voller Kontrolle
… übergegangen. Die Erfahrung zeigt, dass die vom Outsourcing propagierte langfristige Bindung an einen einzigen Dienstleister vor allem zwei erfolgskritische Schwächen hat. Zunächst die Innovationskraft: Klassische Outsourcing-Dienstleister stehen unter einem permanenten Kostendruck und haben letztlich wenig Interesse, Technologien oder Infrastruktur …
IT-Outsourcing nicht ohne Misstöne
IT-Outsourcing nicht ohne Misstöne
… Kostenersparnisse und Qualitätssteigerungen werden von einem Drittel nicht mit guten Noten bewertet. Als Ursache der nicht wunschgemäß erfüllten Ziele fallen insbesondere konzeptionelle Schwächen im Zusammenspiel zwischen Provider und Anwender ins Auge. So nennen 45 Prozent der Befragten, dass die Leistungsprozesse nicht transparent genug sind. Ähnlich …
Versteckte Kostentreiber in den Outsourcing-Verträgen
Versteckte Kostentreiber in den Outsourcing-Verträgen
… die möglichen Risiken und vermeidbaren Kostenbelastungen. Dem Anbieter Freiheiten lassen Zu den verbreitetesten Kostentreibern gehört nach den Erkenntnissen von Regniet, dass die Anwender in ihren vertraglichen Vorstellungen Einfluss auf den Provider nehmen wollen, ohne die Konsequenzen ausreichend in die Bewertung einzubeziehen. So würden Anwender …
Schnelltest zur Analyse von Outsourcing-Risiken
Schnelltest zur Analyse von Outsourcing-Risiken
… hat deshalb einen Schnelltest entwickelt, mit dem IT-Verantwortliche anhand von Fragen zu zehn Aspekten ein tendenzielles Risikoprofil der Outsourcing-Prozesse ermitteln können: 1. Prozessorientierte Leistungsvereinbarungen: Sind die Outsourcing-Verträge mit dem/den externen IT-Providern explizit prozessorientiert ausgerichtet, damit sich die ausgelagerten …
Reges Outsourcing-Interesse im letzten Jahr
Reges Outsourcing-Interesse im letzten Jahr
… eingegangen, ohne intern geeignetes Personal samt Verantwortlichkeiten aufzubauen und systematische Prozesse für das Provider-Management zu implementieren“, beschreibt der Ardour-Berater typische Ursachen. Die gesamten Ergebnisse der 34-seitigen Studie, auch zu den Offshoring-Aktivitäten der Unternehmen und der Outsourcing-Akzeptanz bei den Führungskräften, …
Framework von exagon optimiert die Schnittstellen zu externen IT-Providern
Framework von exagon optimiert die Schnittstellen zu externen IT-Providern
… der verschiedenen Fachverantwortlichen gehört zu den Ausnahmen. Dies birgt erhebliche Risiken in sich, dass die Outsourcing-Leistungen nicht effizient gesteuert werden können, wirtschaftliche Schwächen in sich bergen und vor allem auch nicht widerspruchsfrei in die internen IT-Prozesse übernommen werden können. „Die etablierten Regelwerke für das IT …
Die Stolpersteine beim Outsourcing des Service Desk
Die Stolpersteine beim Outsourcing des Service Desk
… Outsourcing beheben! Es sind primär zwei Stolpersteine, welche z. B. beim Outsourcing des Service Desk zu späteren Kostentreibern werden: - Die Verträge weisen erhebliche Schwächen auf Grundlegende Themen wie die Definition von Begrifflichkeiten, Klärung von Messmethoden und Metriken sowie die Benennung von fachlichen Ansprechpartnern (Incident Manager) müssen …
Branchenkompetenzen der SAP-Outsourcer mäßig benotet
Branchenkompetenzen der SAP-Outsourcer mäßig benotet
… SAP-Providern Die Unternehmen registrieren aufseiten ihrer SAP-Provider häufig Mängel in den Branchenkompetenzen, eine begrenzte Flexibilität bei der Umsetzung von Kundenwünschen und Schwächen im Projektmanagement. Andererseits besteht Zufriedenheit mit der Dienstleistungsqualität. Dies ermittelte Ardour Consulting in einer Analyse von über 150 Anwenderbewertungen …
Dem IT-Outsourcing fehlt die Prozessorientierung
Dem IT-Outsourcing fehlt die Prozessorientierung
… exagon-Studie auch die Serviceverträge selbst, weil in den Leistungsvereinbarungen meist keine Serviceprozesse definiert sind. Stattdessen beschränken sich die Outsourcing-Verträge typischerweise auf die Spezifizierung technischer Leistungsangaben und die Mengenbeschreibung von Services. „Was aber im Regelfall gänzlich oder zumindest teilweise fehlt, …
HR-Outsourcing mit stabiler Entwicklung auf hohem Niveau
HR-Outsourcing mit stabiler Entwicklung auf hohem Niveau
(Karlsruhe, 24.11.2009) Die Auslagerung der Lohn- und Gehaltsabrechnung genießt bei den Anwendern seit sechs Jahren eine ausgesprochen hohe Akzeptanz – Tendenz steigend. Mittlerweile hat mehr als jedes zweite Mittelstands- und Großunternehmen die Prozesse zur Entgeltabrechnung auf einen spezialisierten Dienstleister übertragen. Zu diesem Ergebnis kommt …
Sie lesen gerade: Typische Schwächen der Outsourcing-Prozesse zwischen Anwender und Provider