(openPR) Malerei
Ivo Ringe schafft in seiner Malerei einen reduzierten, gegenstandsfreien Bildraum, in dem sich die sinnliche, unmittelbare Wahrnehmung des Betrachters entfalten kann.
Seine Arbeiten sind reich an Struktur und Bewegung. Auf nahezu monochromen oder farblich unterteilten Untergründen setzt der Künstler in mehreren Schichten Pinselstriche, die sich zu einem Liniengeflecht zusammenfügen. Dabei entsteht eine sich in alle Richtungen fortsetzende Bewegung, die das Bild und den umliegenden Raum dynamisiert. Bei einigen Arbeiten scheint diese Struktur über die Bildränder hinweg zu wachsen, um sich dort endlos auszudehnen. Bei anderen Werken bilden die Farbstriche eine in sich geschlossene Form mit einer netzähnlichen Binnenstruktur. Diese wirkt monumental, scheint optisch aus dem Bild hervorzutreten und ähnelt somit fast Skulpturen. Die gestischen Farbstrukturen überlagern sich und ziehen den Blick des Betrachters in die Tiefe eines komplexen, mehrdimensionalen Raumes.
In seinem künstlerischen Schaffen verlässt Ringe die feste, vorweg genommene Vorstellung von einem Bild, um seiner Wahrnehmung im Moment des Entstehens einen Raum zu geben. Darum spricht er von seiner Kunst auch als einer "Malerei des Augenblicks".
Die Wahl der Farben für ein Bild variiert sehr, je nachdem, wie der Künstler das Werk gewichten will. Die Farbzusammensetzungen sind Schicht für Schicht übereinander gelegte und mit großer Erfahrung austarierte Mischungen und werden für den Betrachter zum sinnlichen Erlebnis.
Ivo Ringe (*1951 in Bonn) lebt und arbeitet in Köln.
In den 70er Jahren hat er an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Joseph Beuys Bildhauerei studiert, im Anschluss daran freie Grafik bei Rolf Sackenheim als Meisterschüler.
Unsere Ausstellung zeigt erstmalig Arbeiten des Künstlers in Hamburg.
Ausstellung vom 8. bis 23. Mai 2009:
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr.
Ab 25. Mai nach Vereinbarung.












