(openPR) Bei den traditionellen Unipor-Fachtagungen drehte sich in diesem Jahr alles rund um die Themen Schallschutz und die steigenden energetischen Anforderungen an Gebäude. Mehr als 2.800 Planer, Sachverständige und Entscheider aus der Bauindustrie nutzten bei den insgesamt 27 bundesweiten Veranstaltungen die Gelegenheit, sich über die neuen baulichen Anforderungen sowie über das Passivhauskonzept und die richtige Ziegel-Verarbeitung zu informieren. „Der stets große Andrang bei den Seminaren zeigt uns, dass der gemeinsame Austausch über Entwicklungen und Neuigkeiten in der Baubranche für viele Fachleute von großer Wichtigkeit ist“, erklärt Unipor-Geschäftsführer Dr. Thomas Fehlhaber.
Bereits zum 19. Mal veranstaltete die Unipor-Ziegel-Gruppe in diesem Jahr wieder ihre traditionelle Fachseminarreihe und stieß damit auf großes Interesse bei den Fachleuten. Auf insgesamt 27 Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet konnten sich Planer, Sachverständige und Bauunternehmer informieren, weiterbilden und persönlich untereinander austauschen. „Dass die Anzahl der angebotenen Unipor-Fachseminare seit Jahren ansteigt, verdanken wir dem ungebrochenen Interesse der Besucher. Viele kommen jedes Jahr wieder, weil sie unsere aktuelle Themenauswahl und die namhaften Referenten schätzen“, freut sich Dr. Thomas Fehlhaber. Zu verschiedenen Themen referierten in diesem Jahr unter anderem:
- Jürgen Flesken, Firma Vaillant,
- Dipl.-Ing. Tim Stollberg, Schöck Bauteile GmbH,
- Prof. Dr. Harald Krause, B.Tec Passivhausprojektierung, Rosenheim,
- Matthias Adam, Franken Maxit Mauermörtel GmbH & Co.,
- Roger Krell, Rechtsanwalt, Dortmund/Brilon,
- Prof. Dipl.-Ing. Architekt Helmut Krapmeier, Energie-Institut
Vorarlberg.
Die Referenten kamen aus unterschiedlichen Unternehmen und Fachbereichen, was die Themenvielfalt der Unipor-Fachseminare sowie ihre Qualität unterstreicht. Bei allen Seminaren nahmen die steigenden energetischen Anforderungen an Gebäude eine zentrale Rolle ein. Das Erneuerbare-Energie-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) und das Energieeinspar-Gesetz (EnEG) wurden bereits novelliert. Die Energieeinspar-Verordnung (EnEV) 2009 soll im Laufe dieses Jahres in Kraft treten. Die neuen Regelungen ziehen praktische und rechtliche Konsequenzen nach sich. Diese wurden bei den Vorträgen von Rechtsexperten und Fachleuten aus der Baubranche aufgegriffen und im Hinblick auf mögliche Lösungsansätze ausführlich diskutiert. Unter anderem wurden Ersatzmaßnahmen für den Einsatz regenerativer Energie-Systeme bei Gebäuden vorgestellt, der seit dem 1. Januar 2009 Pflicht beim Neubau ist. Eine solche Ersatzmaßnahme kann beispielsweise darin bestehen, die Dämmung eines Gebäudes zu verbessern respektive die Anforderungen der aktuellen EnEV um 15 Prozent zu unterschreiten. Die Referenten waren sich einig, dass die hohen energetischen Anforderungen an den Hausbau auch in Zukunft nur mit massiver finanzieller Förderung realisierbar sind. Sie wiesen die Besucher auf verschiedene Fördermöglichkeiten hin und regten dazu an, sich intensiv mit den verschiedenen Programmen auseinanderzusetzen.
Monolithische Außenwände
Ein weiteres Thema bei den Fachtagungen war die monolithische Bauweise nach Passivhaus-Standard. Die Unipor-Ziegel-Gruppe stellte jüngst auf der BAU 2009 in München ihren neuen, mit Dämmstoff gefüllten Mauerziegel für den Eigenheimbau vor. Der „Unipor W07 Coriso“ verfügt über einen Wärmeleitwert von 0,07 W/(mK) und ermöglicht damit den Bau von Außenwänden, die einen besonders niedrigen U-Wert von 0,14 W/(m2K) erreichen. Auf diese Weise können erstmals monolithische Bauten nach Passivhaus-Standard errichtet werden – ohne aufwändiges Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS). Außerdem trägt diese Bauweise maßgeblich zur CO2-Reduzierung bei. Für dieses bauphysikalisch hochwertige Bausystem bekam ein Mitglied der Unipor-Gruppe im Januar vom Darmstädter Passivhaus-Institut das Zertifikat „Passivhaus geeignete Komponente“ überreicht. Auch im Bereich der Schallschutz-Verbesserung bietet der mittelständische Unternehmensverbund innovative Lösungen an. Ein spezielles Wand-Kombinationssystem aus dem Wandlager „Schöck Tromur“ und gefüllten Unipor-Ziegeln wurde jetzt in einer unabhängigen Schallschutzmessung mit dem Ergebnis „erhöhter Schallschutz“ gemäß der DIN 4109 eingestuft. Auf den Tagungen wurde zudem der neue Schallschutzrechner nach DIN EN 12354 im Rahmen einer beispielhaften schalltechnischen Gebäudebewertung diskutiert und erläutert. Darüber hinaus erhielten die Fachleute wieder hilfreiche praktische Tipps, wie beispielsweise zur richtigen Verarbeitung von Dünnbettmörtel oder zur Bewertung von Wärmebrücken mittels einer speziellen Wärmebrückenberechnung.
Insgesamt war die renommierte Fachtagungs-Reihe der Unipor-Ziegel-Gruppe wieder ein voller Erfolg. „Es ist uns wichtig, unsere Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung direkt an die Branche weiterzugeben und gemeinsam zu diskutieren. Nur so können wir langfristig auf dem Markt bestehen“, erklärt Dr. Thomas Fehlhaber. Im nächsten Jahr sollen wieder Fachseminare stattfinden – dann zu aktuellen Themen und Entwicklungen im Jahr 2010.












