(openPR) Der deutsche Fußball ist an der Basis erkrankt. Die rund 1,5 Millionen fußballspielenden Kinder und Jugendliche lernen nicht mehr das Verteidigen! Von mehr oder weniger ausgebildeten Trainern werden sie zwar mehrmals in der Woche ermutigt aufs Tor zu schießen, jedoch wie man einen Angriff geschickt abwehrt bekommen die wenigsten beigebracht. Heutzutage ist es nicht selten, dass Jugendspiele 5:5, 7:4 oder 16:3 enden. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, werden deutsche Mannschaften in Zukunft auf internationaler Bühne große Probleme haben.
Viele Tore machen das Spiel ohne Zweifel aufregend und spannend, aber verlieren obwohl man fünf Tore geschossen hat, macht keinem Spieler Spaß. Spaß macht dagegen vorne Tore zu schießen und hinten mit einem attraktiven Abwehrsystem zu Null zu spielen. Attraktiv ist ohne Zweifel das, was man von den großen Fußballstars im Fernsehen sieht. Alle erfolgreichen Mannschaften verteidigen ballorientiert innerhalb einer Viererkette. Der deutsche Fußball muss weg von der Manndeckung, die frei nach Udo Lattek lautet: "Spieler XY decken und notfalls bis aufn Klo verfolgen."
Die Realität im Jugendbereich – bis in die höchsten Ligen – sieht nun so aus, dass gefühlten 95 Prozent der Jugendtrainer aus Unwissenheit, entweder mit der veralteten und langweiligen Liberoposition spielen, oder eine so fehlerhafte Viererkette an den Tag legen, dass dies noch desaströser endet als mit Libero.
Aus diesem Grund hat sich nun um den ausgebildeten Jugendtrainer Martin Hasenpflug die Viererketten-Initiative "abwehrkette.de" gebildet. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt die Viererkette auch weniger versierten Fußballtrainern schmackhaft zu machen. Berücksichtigt wird dabei nicht nur die in der Regel wenig zur Verfügung stehenden Zeit, sondern auch eine gewisse Attraktivität der Übungen.
Auf www.abwehrkette.de wurden nun Trainingspläne online gestellt, die bereits nach drei Trainingseinheiten eine Umstellung von der Manndeckung zur Viererkette ermöglichen. Mit Hilfe der Internet-Community will man nun diese drei Trainingseinheiten so weit optimieren, dass sie zu einem Quasi-Standard für Jugendfußballtrainer in Deutschland oder sogar darüber hinaus werden. Die Menge von drei Trainingseinheiten soll dabei aber nicht überschritten werden, damit man andere wichtige Trainingselemente nicht vernachlässigt. Die Erfahrung zeigt auch, dass die Konzentration der Spieler nach drei Schwerpunkttrainingseinheiten nachgibt.
Alle Fußballinteressierten sind eingeladen unsere Webseite zu besuchen und zusammen mit uns die Zukunft des Fußballs ins Positive zu lenken.
Velbert, den 04.04.2009











