openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Internationale Studie zur Wirtschaftskrise - Das Sparen beginnt

(openPR) Deutsche vergleichsweise optimistisch und konsumfreudig, Markenartikler von Einschnitten besonders betroffen

München, 25.03.2009 – Weltweit erwarten Konsumenten mehrheitlich, dass sich die Wirtschaftslage weiter verschärft. Im Vergleich sehen die Deutschen ihre Situation weniger in Gefahr. Dies ergab eine aktuelle internationale Studie von Vocatus und dem Forschungsnetzwerk IriS. In der Umfrage zur wirtschaftlichen Zuversicht wurden neben der persönlichen finanziellen Situation auch Einschätzungen zur ökonomischen Gesamtlage und deren Entwicklung in 19 Ländern erfasst. Dafür wurden Ende Februar rund 16.000 Konsumenten befragt.



Im Vorfeld des Anfang April in London stattfindenden G20 Gipfels zur Weltfinanzreform hat die Vocatus AG in Zusammenarbeit mit dem Forschungsnetzwerk IriS (International Research InstituteS) eine Umfrage zur weltweiten Wirtschaftslage durchgeführt. Der Ende Februar erhobene „Financial Confidence Survey“ sollte Einblick in die Einstellungen zur gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation und die erwarteten Folgen der Finanzkrise auf globaler Ebene geben.

Weltweit düstere Aussichten
International gehen die Einschätzungen zur Krise weit auseinander. Mehrheitlich überwiegt jedoch Pessimismus. In 13 von 19 Ländern glaubt die Mehrheit der Befragten, dass sie sich bereits in einer Rezession befinden. In Deutschland sind das „nur“ 43 Prozent. Einzig die Chinesen zeigen sich optimistisch. Ein Drittel von ihnen glaubt, dass die Krise keine Wirkung auf ihr Land haben wird, fast die Hälfte erwartet sogar eine Stärkung der Wirtschaft (45 Prozent). Mit dieser Hoffnung stehen die Bürger der Volksrepublik allerdings allein da: Lediglich 6 Prozent der Befragten im Rest der Welt teilen diese Ansicht.

Weltweit spürt bereits jeder Zweite in den befragten Ländern eine Verschlechterung seiner persönlichen finanziellen Lage. Auch hier steht Deutschland mit 41 Prozent vergleichsweise gut da – in 15 Staaten sind Befragten pessimistischer, allen voran Südkorea, Litauen und Griechenland.

Markenhersteller von Sparmaßnahmen betroffen
Die unmittelbare Reaktion auf die (drohende) Krise sind Einsparungen beim Konsum. Mehr als die Hälfte der Konsumenten hat bereits Ausgaben für Geschenke, Kleidung und Restaurantbesuche eingeschränkt. Stark betroffen von den Sparmaßnahmen sind aber auch Markenartikler: Neben Kleidung (61 Prozent) werden vor allem Ausgaben für Lebensmittel (40 Prozent), Luxusgüter (23 Prozent), und – in Deutschland – auch Autos (16 Prozent) gekürzt. Aber auch vor der Urlaubsplanung macht die Krise nicht halt: Jeder Dritte weltweit spart hieran bereits (31 Prozent).

Das Sparen kann jedoch unterschiedliche Formen annehmen: Während auf neue Kleidung im Zweifel lieber ganz verzichtet wird, zeigen sich die Sparmaßnahmen im Lebensmittelbereich vor allem durch den Wechsel von Markenprodukten zu günstigeren Discout-Labels. Auch die Umweltprämie für Altautos hilft in Deutschland nur begrenzt gegen die Kaufzurückhaltung: Der Anteil derjenigen, die angesichts knapper Kassen auf einen Neuwagenkauf verzichten würden, ist hier nach Portugal der zweithöchste aller Länder. Insgesamt ist die allgemeine Konsumneigung in Westeuropa noch am größten, viele Asiaten schränken sich gerade bei den Nahrungsmitteln drastischer ein: Sie kaufen eher weniger als zu preiswerteren Alternativen zu wechseln.

Auch an der Gesundheit wird gespart
Ein kritischer Gradmesser für die Krise ist, wenn die Menschen anfangen, an ihrer Gesundheit zu sparen. Hier lassen sich die dramatischsten Auswirkungen in Mexiko, Russland und Südkorea beobachten: Jeweils über ein Drittel der Befragten musste bereits an notwendigen Medikamenten sparen oder konnte sich einen Arztbesuch nicht leisten.

Deutsche vergleichsweise konsumfreudig
Insgesamt betrachtet, schränken sich die Befragten in Thailand und den USA am stärksten in ihren Konsumgewohnheiten ein, während Japaner, Niederländer und Deutsche die geringsten Einschnitte vornehmen.

Auch wenn in Deutschland die Befragten im internationalen Vergleich noch verhalten optimistisch und konsumfreudig gestimmt sind, haben sie begonnen, den Gürtel enger zu schnallen: Jeder Dritte muss trotz Kürzungen bei Restaurantbesuchen, Kleidung und Lebensmitteln sogar auf seine Ersparnisse zurückgreifen (32 Prozent). Hilfsorganisationen zählen ebenfalls zu den „Verlierern“: Zwei von fünf Deutschen spenden bereits weniger.

Krisenfolgen in Deutschland bislang weniger gravierend
So gravierend wie in anderen Ländern spüren die Deutschen die Krise jedoch bislang noch nicht. Nur einer von drei Befragten macht sich Sorgen um den Job (31 Prozent). Nach den Niederlanden und Kanada ist das weltweit der niedrigste Wert. Dementsprechend zeigen sich auch die Meisten durchaus zuversichtlich was ihre finanzielle Gesamtsituation betrifft: Nahezu drei Viertel (71 Prozent) gehen davon aus, dass sich ihre persönliche Lage in naher Zukunft nicht weiter verschlechtern wird. Je älter die Befragten sind, desto pessimistischer sind sie jedoch. Die schwerwiegendsten Folgen der Krise werden dabei erst mittelfristig erwartet. 88 Prozent gehen davon aus, dass diese deutlich länger als ein halbes Jahr andauert.


Über den IriS Financial Confidence Survey
Der Financial Confidence Survey wurde im Februar 2009 von Vocatus in Zusammenarbeit mit dem IriS-Netzwerk in weltweit 19 Ländern durchgeführt. Die Befragung fand in Australien, China, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Japan, Kanada, Litauen, Mexiko, den Niederlanden, Polen, Portugal, Russland, Spanien, Südkorea, Thailand und den USA statt.

Insgesamt wurden 15.992 repräsentativ ausgewählte Personen ab 16 Jahren zwischen dem 14. und 28. Februar 2009 zu ihrer finanziellen Situation, bereits spürbaren Einschränkungen und ihren mit der Krise verbundenen Ansichten und Ängsten befragt. Daneben wurden die Einstellungen zur wirtschaftlichen Lage im eigenen Land erhoben.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 294845
 122

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Internationale Studie zur Wirtschaftskrise - Das Sparen beginnt“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Vocatus AG

Bild: Studie: Commitment von Frauen in Führungspositionen stärker als bei Männern
Studie: Commitment von Frauen in Führungspositionen stärker als bei Männern
München, 21.01.2014 – Eine repräsentative Befragung deutscher Arbeitnehmer durch das Marktforschungsinstitut Vocatus deckt deutliche Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Führungskräften auf: Frauen in Führungspositionen zeigen ihrem Arbeitgeber gegenüber ein höheres Commitment als ihre männlichen Kollegen. Die wesentlichen Gründe: Ihre Arbeitszufriedenheit ist höher, sie identifizieren sich stärker mit ihrem Unternehmen und ihre Arbeitssituation begeistert sie mehr als die Männer. Wie wichtig es für Unternehmen sein kann, den Weg …
Bild: Vocatus AG und Sasserath Munzinger Plus gründen MarkenErleben InstitutBild: Vocatus AG und Sasserath Munzinger Plus gründen MarkenErleben Institut
Vocatus AG und Sasserath Munzinger Plus gründen MarkenErleben Institut
Erstmals lassen sich alle Marketingmaßnahmen und -kanäle empirisch fundiert vergleichen München, 11.06.2013 – Das Münchner Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Vocatus AG und die Markenspezialisten von Sasserath Munzinger Plus haben ein gemeinsames Unternehmen für Markenforschung gegründet: Das MarkenErleben Institut. Im Mittelpunkt steht das Markenerleben als zentrale Leitwährung in der Markenführung im digitalen Zeitalter. Mit dem validierten Konzept lassen sich erstmals alle Marketingmaßnahmen und -kanäle empirisch fundiert miteinand…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Sparen in Zeiten der Krise - Günstige Auslandstelefonie nun auch für Italien verfügbarBild: Sparen in Zeiten der Krise - Günstige Auslandstelefonie nun auch für Italien verfügbar
Sparen in Zeiten der Krise - Günstige Auslandstelefonie nun auch für Italien verfügbar
… werden. Die Devise: „Sparen im Minutentakt“, so Schöpfer. Toolani ist bereist seit einem Jahr erfolgreich auf dem deutschen Markt etabliert und will nun, in Zeiten der Wirtschaftskrise, auch in Italien eine preisgünstige Alternative bieten, mit Freunden und Geschäftspartnern in aller Welt ohne ökonomischen Druck in Kontakt zu bleiben. Neukunden haben die …
Bild: Vocatus in internationalen IriS Council gewähltBild: Vocatus in internationalen IriS Council gewählt
Vocatus in internationalen IriS Council gewählt
… Marktforschungsmethoden bei dem weltweit größten Netzwerk unabhängiger Marktforschungsinstitute mit. Jüngstes Ergebnis der Kooperation ist eine globale Studie zur Wirkung der Wirtschaftskrise, die auf dem internationalen IriS-Kongress Ende März vorgestellt wird. Internationale Marktforschung kommt nicht mehr ohne starke Experten vor Ort aus, die über …
Bild: Wo steht die MICE Branche im Jahr 2 nach Beginn der Wirtschaftskrise?
Wo steht die MICE Branche im Jahr 2 nach Beginn der Wirtschaftskrise?
… 2010 wird Antworten geben! Der Begriff MICE steht für Meetings, Incentives, Conventions und Events als Abkürzung für ein Business, das wie so viele andere auch schwer an der Wirtschaftskrise zu leiden hatte. Nun erwartet die Branche mit viel Spannung die Ergebnisse des diesjährigen mmm - MICE market monitors, der sich im Laufe der letzte Jahre zum Stimmungsbarometer …
Bild: Branchenexperten prognostizieren Trends für IT, Telekommunikation und MedienBild: Branchenexperten prognostizieren Trends für IT, Telekommunikation und Medien
Branchenexperten prognostizieren Trends für IT, Telekommunikation und Medien
Internationale Delphistudie analysiert Branchentrends bis ins Jahr 2030 / Mehrheit der Experten erwartet ein Ende der Wirtschaftskrise für 2011 / IT- und Telekommunikationsbranchen gehen gestärkt aus der Krise hervor Welche Auswirkungen haben Digitalisierung und Virtualisierung auf unsere Gesellschaft? Welchen Einfluss haben Politik und Regulierung …
Bild: Junge Männer sparen kaum - trotz WirtschaftskriseBild: Junge Männer sparen kaum - trotz Wirtschaftskrise
Junge Männer sparen kaum - trotz Wirtschaftskrise
München, 07. Juli 2009 - Nur leicht macht sich die aktuelle Wirtschaftskrise im Konsumverhalten junger Männer bemerkbar. Zwar schränken sie sich jene, die die Krise derzeit spüren, insgesamt ein wenig ein. Doch es gibt keine Produktkategorie, in der sie den Rotstift besonders kräftig ansetzen würden - sei es Mode, Hardware, Spiele, Musik oder das nötige …
Bild: Contor Studie „Die Robustheit der EU-Staaten" für das Manager Magazin Ausgabe 12/2011 erscheint am 18.11.2011Bild: Contor Studie „Die Robustheit der EU-Staaten" für das Manager Magazin Ausgabe 12/2011 erscheint am 18.11.2011
Contor Studie „Die Robustheit der EU-Staaten" für das Manager Magazin Ausgabe 12/2011 erscheint am 18.11.2011
… folgendem Link zu entnehmen:http://www.thema-standortanalyse.de/buecher-zur-standortanalyse/die-robustheit-der-eu-staaten/ Die Weltwirtschaft und insbesondere der EU-Raum ist von einer schweren Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen. Rating-Agenturen stufen Länder herab, der Austritt einzelner Länder aus dem EU-Raum wird diskutiert. Schwerste Krisenszenarien …
Bild: Spiritueller Adventskalender der J.Kamphausen MediengruppeBild: Spiritueller Adventskalender der J.Kamphausen Mediengruppe
Spiritueller Adventskalender der J.Kamphausen Mediengruppe
Die Wirtschaftskrise sorgt dafür, dass Konsumenten ihre Einkäufe kritisch hinterfragen – statt Luxus gewinnt Lebensfreude an Wert. Das hat die unlängst veröffentlichte Studie „Ideablog“ des Millward Brown-Instituts ergeben. Die auf Meisterschaft im Leben spezialisierte Kamphausen Mediengruppe knüpft an diesen Trend an: Während der Adventszeit bietet …
Bild: SPARST DU NOCH ODER LEBST DU SCHON?
SPARST DU NOCH ODER LEBST DU SCHON?
Die aktuelle Wirtschaftskrise ist höchstwahrscheinlich das meist gesprochene Thema der Welt. Nicht nur Staaten oder Unternehmen bekommen die Folgen der Wirtschaftskrise zu spüren, sondern auch private Haushalte. Hinzu kommen noch die andauernd steigenden Energiepreise, welche sich auf Produktionskosten, auf den Transport und Verpackungen von Lebensmitteln …
Bild: „Konsumpotenzial-Index 2009“ - Wirtschaftskrise verändert das KosnumverhaltenBild: „Konsumpotenzial-Index 2009“ - Wirtschaftskrise verändert das Kosnumverhalten
„Konsumpotenzial-Index 2009“ - Wirtschaftskrise verändert das Kosnumverhalten
Die anhaltende Finanz- und Wirtschaftskrise hat das Konsumverhalten der Bundesbürger mittlerweile spürbar beeinflusst. Die Verbraucher behalten ihre Ausgaben stark im Blick und halten sich bezüglich ihres privaten Konsums in den kommenden Monaten zurück. Dies zeigt die erste Ausgabe des vierteljährlich erscheinenden „Konsumpotenzial-Index“ des Marktforschungs- …
Bild: EuroCIS Düsseldorf - Digitale PoS-Medien weiter mit AufwindBild: EuroCIS Düsseldorf - Digitale PoS-Medien weiter mit Aufwind
EuroCIS Düsseldorf - Digitale PoS-Medien weiter mit Aufwind
… Signage. Mit dem DSR-Forum unterstreicht die EuroCIS die gestiegene Bedeutung der digitalen Kundenkommunikation im Handel. „Die Messe zeigt, dass das internationale Publikum trotz Wirtschaftskrise immer stärker an innovativen PoS-Medien interessiert ist.“, sagt Videro AG Vorstand Johannes Büld. Mehr als Composing und Steuerung „Im Fokus stand bei unseren …
Sie lesen gerade: Internationale Studie zur Wirtschaftskrise - Das Sparen beginnt