(openPR) Das neue Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung und das zunehmende Interesse an alternativen Versorgungsmöglichkeiten und der härtere Wettbewerb erfordert vom Optiker immer mehr fachliche Kompetenz und Flexibilität, um sich erfolgreich am Markt zu behaupten.
Eine dieser alternativen Versorgungsmöglichkeiten ist die Funktionaloptometrie, auch Visualtraining genannt.
Bei fast allem Reihensehtests, die gewissermaßen serienmäßig durchgeführt werden, wird nur die Sehschärfe der Einzelaugen bewertet. Funktionelle Störungen der Beidäugigkeit bleiben in der Regel unerkannt und so entsteht häufig der falsche Eindruck, die Sehleistung sei in bester Ordnung.
In der Regel sind diese funktionellen Sehstörungen nicht mit einer Refraktion zu beheben. Deshalb hat sich Funktionaloptometrie entwickelt.
Visuelle Wahrnehmungsstörungen sind nicht unsichtbar:
- Häufiges Augenbrennen
- Häufige Kopfschmerzen in der Stirnregion oder Migräne
- Nackenprobleme
- Erhöhte Blendempfindlichkeit
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Kurzzeitiges Verschwommen sehen beim Blickwechsel-Nähe-Ferne oder umgekehrt
- Unsicherheit im Dunkeln
- Allgemeine Ungeschicklichkeit
- Abdecken eines Auges mit der Hand
- Buchstaben oder Silben weglassen
- Schlechte Sinnerfassung
- Kurzer Lese -/schreibabstand
Im heutigen Informationszeitalter werden fast 90% aller Sinneseindrücke durch unsere Augen aufgenommen. Die meisten Menschen betrachten ihr sehen als selbstverständlich, dabei mussten wir alle diesen Sinn nach unserer Geburt erst erlernen und kontinuierlich bis ins Erwachsenalter präzisieren. Während dieses komplexen Lernprozesses müssen folgende 4
Teilbereiche gleichberechtigt und ineinander greifend ausgebildet werden:
1. Augenbewegungen beim verfolgen von Objekten und Blicksprüngen
2. Das Fokussieren der Augen für einen scharfen Seheindruck
3. Das exakte Ausrichten beider Augen auf einen angeblickten Punkt
4. Die Wahrnehmung und Interpretation des Gesehenen im Gehirn
Diese Auflistung zeigt deutlich, dass die Qualität des Sehens nicht alleine durch die Sehschärfe bestimmt wird und daher nicht in allen Fällen nur eine herkömmliche Brille oder Kontaktlinsenversorgung allein Abhilfe schaffen kann. Eine ebenso bedeutende Rolle spielt vor allem auch die Zusammenarbeit beider Augen als Team und die Wahrnehmungsverarbeitung.
Warum hilft Visualtraining ?
Beim Visualtraining werden durch individuell zugeschnittene Trainingsprogramme Entwicklungsdefizite im Sehen abgebaut und Beschwerden verringert oder sogar abgestellt.
Dabei strebt mittels einfacher gezielter Übungen an, alle 4 Bereiche des Sehens auf ein gemeinsames hohes Niveau anzuheben.
Es wird hier vor allem das Zusammenspiel aller Sehfunktionen und die visuelle Wahrnehmungsverarbeitung gefördert. Danach arbeiten die am Sehen beteiligten Mechanismen dynamischer und flexibler zusammen, so dass fehlerhafte Anpassungserscheinungen abgebaut und vorgebeugt werden können. Das Sehen wird oft effektiver und die trainierte Person in vielen Bereichen leistungsfähiger.
Wem kann geholfen werden?
- Menschen mit Beschwerden am Bildschirmarbeitsplatz
- Kurzsichtige deren Brillenkorrektion kontinuierlich ansteigt
- Sportlern ,die ihre Leistungsfähigkeit durch bessere visuelle Performance steigern wollen
- Kindern mit visuell bedingten Lern-Lesestörungen
- stark weitsichtigen Kindern
- Menschen mit visuellen Problemen nach einem Schleudertrauma
- Menschen nach Burnout
Die Versorgungsansätze der Funktionaloptometrie können in vielen Fällen eine wertvolle Ergänzung zur traditionellen Optometrie darstellen und tragen so als erweitertes Leistungsspektrum des Optikerbetriebes zu höheren Kundenzufriedenheit bei. In der Aussenwirkung erfährt das Unternehmen schließlich einen Kompetenzgewinn gegenüber den
Wettbewerbern.
Wie in der Low Vision Beratung, Sportoptik oder Kontaktlinsenanpassung ist eine hohe Leistungsbereitschaft, fachliches Wissen und Können mit der dazugehörigen Zertifizierung der Einsatz für diesen Wettbewerbsvorteil.







