(openPR) Bei Suchtkranken ist bereits innerhalb der medizinischen Rehabilitation häufig eine berufliche Reintegration möglich. Dies ergab eine Studie von Dr. Uwe Zemlin (Fachklinik Oppenweiler-Wilhelmsheim). "Die Resonanz bei den Patienten ist positiv. Es gelingt, einen großen Teil arbeitsloser Patienten in zentrale Maßnahmen wie berufsbiografische Potentialanalyse, Arbeitsbelastungserprobungen in externen Betrieben sowie Bewerbungscoaching zu integrieren."
Die Jobinitiative der Klinik Wilhelmsheim konzentriert sich auf sieben Elemente:
- Berufsbiografische Kompetenzbeschreibung und Potentialanalyse
- Hinführung zur Auseinandersetzung mit Arbeitsmarktanforderungen
- Herstellen eines Bewusstseins bezüglich der persönlichen Beschäftigungsfähigkeit
- Erarbeiten bzw. Vorbereiten von möglichen Integrationsansätzen
- Förderung einer positiven Orientierung
- Förderung von Eigeninitiative
"Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen muss davon ausgegangen werden, dass viele Patienten auch bei stabilem Engagement ohne Erwerbsarbeit bleiben. Für diese Patienten wird es vorranging wichtig sein, sich auch von der Erwerbsarbeit unabhängige Quellen der Sinnerfüllung und sozialen Anerkennung zu erschließen. Dies setzt eine sorgfältige Analyse der persönlichen Neigungen und der sozialen Bezüge voraus."
U. Zemlin:
Die Jobinitiative - ein Maßnahmenpaket der medizinischen Rehabilitation zur Förderung der beruflichen Reintegration Abhängigkeitskranker
in: Müller-Fahrnow, Hansmeier, Karoff (Hrsg.):
Wissenschaftliche Grundlagen der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation
Pabst, Lengerich/Berlin, 620 Seiten
ISBN 978-3-89967-265-7










