(openPR) Heimische Schafe schützen die Landschaft
Ob zu Ostern, in der Grillsaison oder einfach nur so – ein schönes, zartes Stück Lammfleisch bereichert den Speiseplan und bietet viel Abwechslung. Wenn Edles für die Festtagstafel ge-fragt ist, sind Lammrücken, Keule und Filet immer richtig. „Aber auch mit preiswerteren Stücken wie der Schulter kann ich sehr viel Schönes zubereiten, denn beim Lamm ist alles zart“, informiert Fleischermeister Dirk Ludwig aus Schlüchtern. „Wenn Sie beispielsweise ein bisschen Fetakäse und ein paar frische Kräuter darauf geben, können Sie einen sehr schönen Rollbraten daraus zaubern.“
Es gibt heute sehr viele Möglichkeiten, Lamm zu genießen. Von Frikadellen über Bratwurst bis zu Salami reicht die aktuelle Lamm-Angebotspalette – hier findet jeder „seinen“ Lecker-bissen. Der pro Kopf Verbrauch an Lammfleisch lag 2007 hierzulande bei rund einem Kilo-gramm, in den Lamm-Hochburgen Griechenland und Spanien dagegen bei rund 13,3 bezie-hungsweise sechs Kilogramm.
Die Tiere sind zum Zeitpunkt der Schlachtung nicht älter als sechs Monate. Keine Angst also vor dem typischen Hammelgeschmack – dieser entwickelt sich erst ab einem Jahr. Faustre-gel: Je jünger das Tier, desto heller das Fleisch. Das Fett sollte weiß sein. Tipp für Fein-schmecker: Frisches Lammfleisch aus der Region gibt es inzwischen das ganze Jahr über zu kaufen.
Doch Schafe liefern nicht nur hochwertiges, fettarmes Fleisch und kuschelige Wolle: Als Landschaftspfleger ziehen sie unermüdlich über Wiesen und Weiden und sind dabei von un-schätzbarem ökologischen Nutzen. „Man vergisst oft, dass Schafe die Bodenerosion deutlich verhindern“, erklärt Dirk Ludwig. Mit ihren Hufen stampfen die Schafe den Boden fest. Gleichzeitig regen sie mit ihrem kräftigen Appetit die Gräser zu intensivem Wurzelwachstum an. Dadurch vernetzt der Boden stark und wird vor dem Abspülen bewahrt.
„Nur wenn immer mehr Menschen Lammfleisch von Tieren aus der Region essen, haben die Schäfer eine Chance zum Überleben.“ Die natürliche, ökologisch sinnvolle Weidehaltung wissen erfahrene Gourmets zu schätzen: Das Rhönschaf ist wegen seiner guten Marschfähig-keit und Widerstandsfähigkeit optimal geeignet für raues, feuchtes Klima in den Mittelge-birgslagen. Es leistet große Dienste in der Landschaftspflege, insbesondere auf extensiv ge-nutzten, oder verbrachten Grünlandstandorten. So werden heute insbesondere die Borst-grasrasen in den Hochlagen der Rhön und Streuobstwiesen in mittleren und tieferen Lagen von Rhönlämmern beweidet und gepflegt. Besonders zeichnet sich das Rhönlamm neben einer guten Marschfähigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen "schlechtes" Wetter in rauen Lagen die Frohwüchsigkeit der Lämmer. Diese wird unter anderem dadurch erreicht, da die Muttern bis zu sechs Monaten eine ausgezeichnete Milchleistung erbringen. Die gute Mut-termilch wirkt sich wiederum positiv auf die Fleischqualität des Rhönlamms aus.













