(openPR) Staatsrat Reinert übergibt Logistikpreis an zwei Studentinnen
Hamburg, im März 2009: Im feierlichen Rahmen des 18. Hamburger Logistik-Kolloquiums wurde zum 5. Mal der Logistikpreis der Metropolregion Hamburg für herausragende wissenschaftliche Leistungen an Universitäten und Hochschulen verliehen. Der Logistikpreis dient der Förderung hervorragender und für die Praxis interessanter Diplomarbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses im Fachgebiet Logistik. Der diesjährige Logistikpreis der Metropolregion Hamburg in Höhe von 2.500 Euro ging an Frau Dipl.-Kff. Gina Kabirzadah. Sie gewann den ersten Preis in Höhe von 1.500 Euro für ihre Diplomarbeit zum Thema „Bewertung der Effizienz einer Multi-Carrier E-Commerce Plattform in der Seetransportlogistik am Beispiel der Schifffahrtsgruppe Hamburg Süd“. Die Arbeit wurde von Prof. Dr. Stefan Voß von der Universität Hamburg betreut.
Frau Kabirzadah untersuchte im Rahmen ihrer Diplomarbeit wie die Effizienz einer Multi-Carrier E-Commerce Plattform in der Seetransportlogistik aus Sicht der Reedereien bewer-tet werden kann. Unter einer Multi-Carrier E-Commerce Plattform versteht man eine standardisierte Plattform, die den Kunden Zugriff auf gleichartige Produkte und Dienstleistungen mehrerer Anbieter verschafft. Für die Kunden besteht ein Vorteil darin, dass sie Containerbuchungen und die Verfolgung des Status von Frachtladungen über mehrere Schifffahrtsunternehmen in einem einzigen integrierten Prozess und unter einer einheitlichen Benutzeroberfläche steuern können. Beispiele wären Flug- und Reisebuchungsportal wie Expedia oder Opodo. Der Fokus ihrer Arbeit lag auf den Prozessen Buchung und Dokumentation. Dazu wurden die betrachteten Prozesse analysiert und modelliert, Prozesslaufzeiten erhoben und bezüglich der Erfolgsfaktoren Zeit, Kosten und Qualität untersucht. Um die Kennzahlen besser beurteilen zu können, führte Frau Kabirzadah einen direkten Vergleich eines konventionellen Prozesses und des INTTRA Prozesses durch. Der INTTRA Dokumentationsprozess ist bezüglich Prozesslaufzeit, Prozesskosten und Fehlerrate besser als der konventionelle Prozess. Als wesentlicher Einflussfaktor auf die Prozesskosten und damit auf die Effizienz erwiesen sich die Personalkosten und Güterarten. Je höher die Personalkosten und je höher der Anteil Güterarten, desto vorteilhafter ist INTTRA. Somit ist es effizienter, den Buchungs- als auch Dokumentationsprozess über INTTRA anstatt über einen konventionellen Prozesses abzuwickeln.
Der zweite Platz in Höhe von 1.000 Euro ging an Frau Dipl.-Wirtsch.-Math. Bettina Andresen für ihre Arbeit „Methoden der Lagerbestandssteuerung zur effizienten Abwicklung von Kundenaufträgen“ unter der Betreuung von Prof. Dr. Wolfgang Brüggemann, Institut für Unternehmensforschung an der Universität Hamburg. Frau Andresen entwickelte in Ihrer Arbeit ein Modell, das eine kostenoptimale Steuerung der Lagerbestände ermöglicht, wobei Rahmenbedingungen, wie eine zeitnahe Belieferung des Kunden oder Kapazitätsgrenzen einzuhalten waren. Hamburgs Staatsrat der Behörde für Wissenschaft und Forschung, Herr Bernd Reinert, überreichte zusammen mit Prof. Dr.-Ing. Günther Pawellek, wissenschaftlicher Leiter des Logistik-Kolloquiums und Leiter Technische Logistik an der TU Hamburg-Harburg, die Urkunden an die beiden glücklichen Gewinnerinnen. Der Logistikpreis wurde dieses Jahr von UPM-Kymmene Sales GmbH, vertreten durch den Leiter Logistik Herrn Martin Staats, und der Axel Springer AG, vertreten durch den Leiter Zentraleinkauf Herrn Dipl.-Ing. Peter Eggers, gestiftet.
Bild v.l.: Prof. Dr.-Ing. Günther Pawellek (wissenschaftlicher Leiter des Kolloquiums und Leiter Technische Logistik an der TU Hamburg-Harburg), 2. Gewinnerin des Logistikpreises - Frau Dipl.-Wirtsch.-Math. Bettina Andresen, 1. Gewinnerin des Logistikpreises - Frau Dipl.-Kff. Gina Kabirzadah, Bernd Reinert (Staatsrat der Behörde für Wissenschaft und Forschung Hamburg)













