(openPR) Materialien mit außergewöhnlichen Eigenschaften oder Produkte mit gänzlich neuartigen Funktionalitäten ausstatten - das ermöglicht die Nanotechnologie. Sie gilt weltweit als eines der bedeutendsten Zukunftsfelder. Umweltmanagement hilft beim Einsatz neuer Technologie
Frankfurt, 4. März 2009 - Wer freut sich nicht, dass heute schmutzresistente Oberflächen hergestellt, Cremes immer cremiger werden und Medikamente eine verbesserte Wirksamkeit erreichen können. Der vielfältige und heterogene Einsatz von Nanotechnologien macht's möglich. Neben den Chancen in der Produktion hochwertiger Konsumgüter erzielt darüber hinaus "Green Nano" im Umweltschutz Fortschritte, etwa bei Filter- und Reinigungstechnologien oder der Energieeffizienz.
Corporate Social Responsibility
Für den Einsatz von Nanotechnologien stehen Unternehmen aber gleichermaßen der Gesellschaft gegenüber in der Verantwortung. Dies gilt insbesondere, wenn es um gesundheitliche Auswirkungen für die Produktanwender und Mitarbeiter im Herstellungsprozess sowie um potenzielle schädliche Auswirkungen auf unser Ökosystem geht. Die rechtliche Lage ist hier noch verhältnismäßig offen und Risikoabschätzungen sind von Seiten des Gesetzgebers in Arbeit (s. www.bmu.de/nanokommission). "Ein Umweltmanagement bietet jedoch die organisatorische Basis, um dieser Verantwortung zu begegnen", regt Claudia Nauta an, Projektmanagerin der Deutschen Gesellschaft für Qualität DGQ Weiterbildung GmbH, Frankfurt. Denn dahinter stehe das Ziel, umweltrelevante Prozesse unter dem Einsatz einer neuen Technologie zu beherrschen und zu verbessern.
Fragen zum Umweltmanagement
Daraus wiederum resultieren Fragestellungen, die beispielsweise im Rahmen des Umweltmanagements gemäß ISO 14001 hilfreich sein und in Umweltaudits gestellt werden können. Etwa die Fragen nach dem Commitment, in welchem Maß ein Unternehmen mit der neuen Technologie umgehen will, wo Nanotechnologie gezielt zur Verbesserung der Umweltleistung eingesetzt werden kann oder in welchen Bereichen der Produktion, Anwendung von Produkten oder Verfahren Nanotechnologie eingesetzt werden soll. Das gilt insbesondere für den innerbetrieblichen Umweltschutz. Wichtig auch zu wissen, welche Vorgaben und Informationen auf Seiten der Entwicklung, der Beschaffung und den Lieferanten vorliegen und wie bekannt den Führungskräften, Mitarbeitern und Kunden der Einsatz von Nanotechnologien im Unternehmen oder im Produkt ist.
Anwender von Nanotechnologien sollten sich darüber im Klaren sein, inwieweit auf bereits veröffentlichte Risikoeinschätzungen seitens des Gesetzgebers sowie der in Frage kommenden Verbände zurückgegriffen werden kann. Darüber hinaus ist zu klären, wie die aktuelle Rechtslage zu Nanotechnologien verfolgt wird und wer dafür zuständig ist. Die potenziellen Auswirkungen von Nanotechnologien werden - soweit möglich - anhand definierter Indikatoren und Kennzahlen überwacht und gemessen.
Auch hat die Frage nach der Umweltleistung von Green Nano in Relation zu allen Umweltmedien einen hohen Stellenwert, zum Beispiel, ob dessen Einsatz zu einer reduzierten oder geringer belasteten Abwassermenge führt und dafür konzentrierterer Schlamm entsorgt werden muss.
Nanotechnologie im Produktionsprozess
Wenn Nanotechnologien im Produktionsprozess Einzug halten, sollten Betriebsbeauftragte für Umwelt, Sicherheitsfachkräfte und vor allem Führungskräfte deren jeweiligen Einsatz bewerten und angemessene Vorsorgemaßnahmen treffen. Wenn bisher keine Nanotechnologien eingesetzt werden, lohnt sich ein Blick auf die dadurch zukünftig erzielbaren Verbesserungen. Unternehmen eröffnen sich aus der Transparenz und dem Bewusstsein über den Einsatz von Nanotechnologien viele Vorteile:
- fundiertes Risikomanagement zur Kalkulation von Handlungsbedarf
- Impulse für den Gesundheits- und Umweltschutz
- schnelle Reaktionsmöglichkeit auf rechtliche Neuerungen
- Produktsicherheit
- Basis für die Kommunikation zu Kunden, Mitarbeitern und Öffentlichkeit
Ein Umweltmanagementsystem unterstützt damit den hilfreichen Einsatz von Nanotechnologien zur Verbesserung von Lebensqualität und effizientem Ressourceneinsatz.






