(openPR) Cannes, 27. Februar 2009: Die 2. Europakonferenz von VMWare wurde zur großen Ankündigungsplattform für VMWares neue Produktsuite „vSphere“ und „vCenter“. Die Kernbotschaft war, dass mit dieser Software-Suite, die im Laufe des Jahres erhältlich sein soll, Virtualisierung 2.0 mit einem integrierten Ansatz aus Server-, Storage- und Netzwerk-Virtualisierung einfacher umzusetzen wird als je zuvor.
Alles in allem war die VMWorld 2009 in Cannes ein marketingtechnischer Bombast-Auftritt. Im altehrwürdigen Filmfestivalpalast waren alle Branchengrößen vertreten, um die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich Cloud Computing und Virtualisierung zu diskutieren.
PAC ist überzeugt, dass der Markt für virtuelle Infrastrukturen in europäischen Rechenzentrums-Architekturen mittlerweile zum festen Bestandteil großer Unternehmen geworden ist, auch wenn die tatsächliche Durchdringung in den meisten Fällen noch auf unkritischen Systemen vorzufinden ist. Die Vorteile liegen aber klar auf der Hand: Wenn die Grundvoraussetzungen stimmen, können mit Hilfe von Virtualisierung langfristig im Idealfall bis zu 50% Kapital- und Betriebskosten eingespart werden bei gleichzeitiger Erhöhung der Flexibilität, vorhandene IT-Ressourcen optimal einsetzen zu können.
VMWare ließ in Cannes wenige Gelegenheiten aus, die Durchdringung der eigenen Software bei den Top-Unternehmen Europas aufzuzeigen. Wo viel Licht ist, ist aber auch viel Schatten: PAC sieht noch immer eine Vielzahl an VMWare-Kunden, die nur in kleineren Teilbereichen auf Virtualisierung setzen oder in Testumgebungen das Konzept evaluieren aber nach heutigem Stand noch bei weitem stärker auf dedizierte Umgebungen setzen. Trotzdem sprechen Wachstum und weitere Internationalisierung der Umsätze 2008 für den Erfolg von VMWare. Aus PACs Sicht gehören Virtualisierung und Cloud Computing auf jeden Fall zu den ganz großen Themen innerhalb der IT von morgen.
Jedoch wird sich erst in den nächsten 2 bis 3 Jahren zeigen, wie erfolgreich VMWare seine marktführende Position halten oder sogar ausbauen wird. Microsoft und Citrix haben bereits gemeinsame Aktivitäten angekündigt, um in diesem wachtumsträchtigen Markt Boden gut zu machen.
Beeindruckend bleibt auf jeden Fall das Mega-Ökosystem, das sich um VMWare gebildet hat: Allein in Europa gibt es mittlerweile mehr als 11.000 registrierte Partner.
Bei allen Erfolgsgeschichten aus Cannes darf man aber eines nicht vergessen: Die 100%-Virtualisierung der IT, die VMWares CEO Paul Maritz rein technisch für möglich erklärt hat, wird eine Utopie bleiben. Insbesondere der vielbeschworene Markt für Desktop-Virtualisierung ist ein viel schwierigeres Geschäft als die mittlerweile akzeptierte Server-Virtualisierung. Denn hinter den Arbeitsplätzen stehen in jedem Unternehmen viele einzelne Benutzer, die es gewohnt sind, über Fat Clients relativ viel Freiheit zu genießen. Hier gilt es also für CIOs und IT-Leiter in Zukunft weitaus größere Mauern einzureißen als das im „stillen Kämmerlein“ (= Rechenzentrum) umgesetzte Server-Thema.
PAC glaubt allerdings fest daran, dass die Zahl der Virtualisierungsprojekte sowohl in der dezentralen als auch zentralen Infrastruktur weiter zunehmen wird, und diese deshalb zu einem der wenigen Lichtblicke in 2009 im gebeutelten Software- und IT-Services-Markt in Europa gehören werden.








