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AMI-Fördertechnik für wachsende Anforderungen bei Sanicare

24.02.2009 • 14:31 Uhr • Logistik & Transport
Bild: AMI-Fördertechnik für wachsende Anforderungen bei Sanicare

(openPR) Rund 60.000 verschiedene pharmazeutische Produkte und medizinische Hilfsmittel – von der Aspirintablette bis zum Rollstuhl – bevorratet die Sanicare-Versandapotheke in ihrem Zentrallager in Bad Laer im Osnabrücker Land. Sanicare stieg nach der Gesundheitsreform 2004 als eine der ersten Apotheken in den Versandhandel ein und ist heute mit rund 10.000 Sendungen und insgesamt 59.500 Positionen pro Tag der führende deutsche Anbieter in diesem Bereich. Für Kommissionierung und Versand setzt Sanicare auf Fördertechnik des Anbieters AMI Förder- und Lagertechnik GmbH aus Alpenrod. Im ersten Quartal 2007 wurde die Fördertechnik erneut erweitert – unter anderem um zusätzliche Kommissionier- und Staustrecken, die Stillstandzeiten in der Kommissionierung auf nahezu null reduzieren.



Mehr als 400.000 Kunden beliefert Sanicare von dem Zentrallager in Bad Laer aus, darunter Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen, Justizvollzugsanstalten und natürlich Endverbraucher. Jeden Tag kommen Hunderte von Neukunden hinzu. So ist es nicht verwunderlich, dass es heute in dem rasant wachsenden Lager mehr als doppelt so viel Fördertechnik gibt wie zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Die erste Ausstattung des 15.000 Quadratmeter großen Lagergebäudes bestand aus Teilen einer Altanlage von Demag, die Apotheker Johannes Mönter sehr kostengünstig erwerben konnte. „Wir waren der einzige Anbieter, der sich bereitfand, die Fremdanlage abzubauen, im Sanicare-Lager wieder aufzubauen und in Betrieb zu nehmen“, erinnert sich Jonny R. Schmidt, Geschäftsführer bei AMI. Bereits zwei Jahre später war die Kundenzahl und damit verbunden auch der Durchsatz der Versandapotheke so stark gestiegen, dass die Altanlage den Anforderungen nicht mehr gerecht wurde. „Zu diesem Zeitpunkt war das Lager lediglich zu einem Drittel mit angetriebener Fördertechnik ausgestattet, deshalb bestand die Hauptmaßnahme der ersten Lagermodernisierung im Umrüsten auf angetriebene Fördertechnik in fast allen Bereichen“, erläutert Fred Hünefeld, Betriebsleiter bei Sanicare. Installiert wurden moderne doppelte Förderbänder. Das bedeutet: Eine angetriebene Bahn verläuft einmal durch die komplette Kommissionierung und über drei Endkontrollen bis hin zum Versandbereich. Parallel dazu verläuft in den Kommissionierbereichen eine nichtangetriebene Förderstrecke. Die Kommissionierer entnehmen aus den Regalen und Durchlaufregalen in ihrem Kommissionierbereich die Artikel in entsprechender Anzahl, die auf der im Behälter liegenden Liste aufgeführt sind. Haben sie alle Waren aus ihrem Bereich kommissioniert, schieben sie den Behälter manuell weiter zum nächsten Kommissionierbereich und nach Fertigstellung des Auftrags auf das angetriebene Förderband, das sie zur Endkontrolle transportiert.

Staudrucklose Förderer als Puffer
Noch im selben Jahr erfolgte die Umrüstung der staudruckarmen Rollenförderer im angetriebenen Bereich auf staudrucklose Förderer des Typs ARFS 50-130. Staudrucklose Förderer sind mit pneumatischen Hubsegmenten ausgestattet, die ein Anheben der Tragrollen vom Transportgurt ermöglichen. Durch diesen Mechanismus wird der Transport der Fördergüter auf dem entsprechenden Segment unterbrochen. Ein Sensorventil steuert diesen Vorgang. Befindet sich ein Fördergut im Arbeitsbereich des Sensors und ist das Eingangssignal ausgeschaltet, wird über eine Auswertelektronik auch das Ausgangssignal ausgeschaltet und das Magnetventil aktiviert. Das Magnetventil hebt mithilfe eines Pneumatikzylinders den Segmentbalken an und stoppt so die Ware. Eingangs- und Ausgangssignal der aufeinanderfolgenden Sensoren sind aneinandergekoppelt. Das heißt: Ist der in Förderrichtung nachfolgende Sensor mit einem Fördergut bedeckt, so wird das Eingangssignal ausgeschaltet und der Sensor stoppt das betreffende Fördergut. Wird das Fördergut vom nächsten Sensor in Förderrichtung weggefahren, wird auf das Signal des Sensors hin das Eingangssignal wieder eingeschaltet und die Ware zum nächsten Sensor transportiert. Für Sanicare hat der Einsatz von staudrucklosen Rollenförderern einen enormen Vorteil: Arbeitet die Kommissionierung schneller als der Versand, werden die fertig kommissionierten Behälter auf der angetriebenen Fördertechnik gepuffert und rücken Behälter für Behälter einzeln zum Packbereich vor. Die mittlerweile sechs Kommissionierbereiche mit insgesamt 36 Pickplätzen gehen von der Hauptförderlinie – der direkten Verbindung zwischen dem Behälteraufgabepunkt (I-Punkt) und dem Versand – in Hufeisenform ab. Jeder Bereich bietet so im Durchschnitt 60 Meter Pufferstrecke, auf der die Ware äußerst schonend und dem Arbeitstempo des Versands angepasst transportiert wird.

Anlage flexibel erweiterbar
Im Februar 2007 wurde die Kommissionierung um den sechsten Kommissionierbereich erweitert. „Bereits das erste Layout für Sanicare war darauf ausgelegt, dass die Anlage jederzeit flexibel erweiterbar ist. Nur so ist es im Endeffekt möglich, die Anlage immer wieder im laufenden Betrieb den sich ändernden Anforderungen anzupassen“, erläutert Stefan Brenner, Geschäftsführer bei AMI. So wurde die aktuelle Erweiterung des Lagers zum Beispiel größtenteils innerhalb von nur einem Wochenende durchgeführt. Nach der Demontage der alten Fördertechnik wurden 16 Rollenförderer von AMI als zusätzliche Kommissionierstrecke installiert und an eine entsprechende Staustrecke angebunden. In Kürze ist geplant, in einer weiteren Projektphase den Versandbereich zu modernisieren. Hier ist AMI für die Anlieferung, Montage und Einrichtung von Packplätzen, Kontrollplätzen und Wägeeinrichtungen vorgesehen. „Aufgrund der sensiblen Güter, mit denen wir handeln, sind unsere Anforderungen an Lieferqualität und Lieferfrist äußerst hoch. In AMI haben wir einen zuverlässigen Partner, der uns auch über die Anlieferung der Hardware hinaus optimal und flexibel unterstützt“, betont Fred Hünefeld.

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