(openPR) Viele Menschen wollen auch im Alter noch lange selbständig in den eigenen vier Wänden leben. Intelligente Umgebungen können helfen, diesen Wunsch in die Realität umzusetzen. Wie das geht, zeigen die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand B36 sowie auf dem Stand B40 des Bundesforschungsministeriums - beide in Halle 9 der diesjährigen weltgrößten Computermesse CeBIT.
Technologie wird in den Wohnungen der Zukunft aus Sicht der Forscher am Fraunhofer IESE eine immer größere Rolle spielen. Die Wissenschaftler entwickeln derzeit informationstechnologische Konzepte für ein System, das über ein Netzwerk vieler unaufdringlich montierter Sensoren detaillierte Umgebungsinformationen sammelt, diese analysiert und situationsbezogen darauf reagiert.
»Wir machen auf diese Weise quasi die Umgebung intelligent. Über viele nahezu unsichtbar angebrachte Sensoren beobachtet das System den Tagesablauf der Bewohner«, erläutert Dr. Martin Becker, der Leiter des Forschungsbereichs »Ambient Assisted Living« am IESE. »So kann erkannt und beurteilt werden, welches Risiko im jeweiligen Fall besteht, ob sich ein Trend zur Verschlechterung abzeichnet und vor allem, ob ein akuter Notfall vorliegt.«
Eine besondere Herausforderung ist es, das System so aufzubauen, dass es einerseits sicher und zuverlässig arbeitet und andererseits kontinuierlich an sich ändernde Bedürfnisse angepasst werden kann. Neben konventioneller, d.h. passiv arbeitender Sensorik, die ihre Daten z.B. via Funk zur weiteren Verarbeitung an eine Zentrale melden, werden eingebettete Miniatursysteme entwickelt. Die vollständigen Kleinstcomputer lassen sich überall in einer Wohnung unterbringen, arbeiten autonom und kommunizieren selbstständig miteinander. In ihrer Gesamtheit präsentieren sie sich einem Bewohner als homogene, intelligente Umgebung. Dabei bleibt die auf Wunsch weitgehend bedienungsfreie Technik stets dezent im Hintergrund – bis sie gebraucht wird.
Wichtige Daten:
Stand der Fraunhofer-Gesellschaft: Halle 9, Stand B36
Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): Halle 9, Stand B40
Pressegespräch mit dem Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Hans-Jörg Bullinger und dem geschäftsführenden Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering, Prof. Dieter Rombach: 3. März 2009, 15.30 Uhr am Stand der Fraunhofer-Gesellschaft in Halle 9, Stand B36.










