(openPR) München, 04. Februar 2009. Mit der immer stärkeren Etablierung der Coffeeshop-Kultur in Deutschland hat sich auch der Kaffeekonsum verändert. Wurde der Muntermacher früher häufig „schwarz“ ohne Milch getrunken, sind Kaffeespezialitäten wie Latte Macchiato, Café au Lait und Espresso Macchiato heute ohne den typischen Milchschaum kaum vorstellbar. Viel eher sollte darum eigentlich von Milkshops, als von Coffeeshops die Rede sein.
In rund 1.400 Coffeeshops wird die Kaffee-Euphorie der Deutschen – ihr Kaffeekonsum liegt immerhin bei 146 Litern pro Kopf und Jahr – in gemütlicher Atmosphäre zelebriert und gelebt. Zahlreiche Zubereitungsmöglichkeiten und Varianten der erquickenden Köstlichkeiten werden dabei dem Trend einer modernen Kaffeekultur gerecht.
Kaffeespezialitäten – die Milchmenge macht den Unterschied
Ob Café au Lait, Latte Macchiato oder Cappuccino, alle Kaffeespezialitäten benötigen insbesondere eine Zutat, um stilvollendet zu sein: Die Milch. Besonders schnell und einfach lässt sich der Klassiker Café au lait zaubern. Man nehme zwei gleiche Teile warme Milch und Kaffee und schon ist der perfekte Milchkaffee kredenzt. Ein weiteres Highlight der Coffeeshop-Getränke ist der Cappuccino, für den man ein Drittel Kaffee oder Espresso und zwei Drittel Milch beziehungsweise Milchschaum benötigt. Benannt nach der Kapuze eines Gewands, hat der Cappuccino seinen Namen übrigens einem italienischen Kapuzinermönch zu verdanken. Schließlich wird dem Cappuccino in Form seiner luftigen Milchschaumkrone ebenso eine Kapuze aufgesetzt. Das Paradebeispiel eines „Milkshop-Getränks“ ist, wie der Name schon verrät, der Latte Macchiato. Ursprünglich galt Latte Macchiato in Italien als Kindergetränk, da diese so auch Kaffee trinken konnten, ohne dabei allzu viel Koffein zu sich zu nehmen. Die vom Kaffee „gefleckte Milch“ besteht zu drei Teilen aus Milch und einem Teil aus Espresso. Um die typische Schichten-Optik des Latte Macchiatos zu erzielen, ist es wichtig, zuerst die warme Milch in das Glas oder die Tasse zu gießen und erst dann den heißen Espresso vorsichtig einfließen zu lassen. Der Milchschaum bremst den Espresso dabei ab und lässt ihn über der heißen Milch „schweben“. Wichtig: Der Espresso darf nicht kälter sein als die Milch, damit sich die Schichtungsverhältnisse nicht umkehren.
Die luftige Milchschaum-Krone
Das I-Tüpfelchen aller Milkshop-Köstlichkeiten ist der Milchschaum, der dem schwarzen Gebräu im wahrsten Sinne des Wortes die Krone aufsetzt. Er entsteht dadurch, dass Fett und Eiweiß der Milch beim Aufschäumen ein Gerüst bilden, die kleine Luftbläschen einschließen. Der Milchschaum ist stabiler, wenn er mit fettreduzierter Milch geschäumt wird. Inzwischen gibt es sogar eine spezielle Cappuccino-Milch, die einen Fettgehalt von 2,5 Prozent hat und darüber hinaus mit Eiweiß angereichert ist. Mit dieser Milch wird der Milchschaum besonders stabil und cremig. Neben der richtigen Milchvariante ist beim Aufschäumen auch die Temperatur entscheidend: So darf die Milch nicht stärker erhitzt werden als 60 bis 65 Grad, da sonst zu viele Eiweißmoleküle gerinnen und keine Luftbläschen festhalten können.
Kunst am Milchschaum
Wer seiner Lieblingskaffeespezialität das besondere Etwas verleihen möchte, kann sich bei professionellen Baristi einen speziellen Trick abschauen: Durch geschicktes Drehen und Wenden der Kanne beim Eingießen der Milch, können raffinierte braun-weiße Verzierungen in den Milchschaum gezaubert werden. Bei dieser auch „Latte Art“ genannten Kunst am Milchschaum macht man sich die Strömungskraft des Milchschaums beim Eingießen zu nutze. Könner zaubern auf diese Weise Herzen, Blumen oder gar Drachen – da wird jeder Milchschaum zu einem Unikat und erhält eine ganz individuelle Note.











