(openPR) Wie kann ich beim Telefonieren mit dem Handy Kosten sparen? Wo gibt es den günstigsten Strom für meine Region? Wer verkauft mir die billigste Internetflatrate? Um sich bei den unzähligen Tarifen und Angeboten und der Vielzahl der Anbieter noch zurecht zu finden, nutzen viele Verbraucher Preisvergleichsseiten im Internet. Doch nicht auf alle kann man sich verlassen: Viele Anbieter arbeiten unseriös und nicht objektiv.
Auf den ersten Blick scheint eine Übersicht etwa über den Handytarifdschungel eine wertvolle Hilfe für Verbraucher auf der Suche nach dem günstigsten Tarif zu sein. Neben den Angaben über Gesprächspreise finden sich auch Hinweise zu Anschlusskosten, monatlichen Gebühren und oft auch eine Einstufung des Anbieters auf Basis eines Bewertungssystems.
Provisionshöhe beeinflusst Inhalte
Doch wer nun glaubt, von einem Preisvergleich stets den günstigsten und besten Tarif aufgezeigt zu bekommen, der irrt: „Mit einer kurzen Internetrecherche wird jeder schnell merken, dass die günstigsten Tarife bei einigen Seiten gar nicht erwähnt werden“, sagt Thomas Reintjes, Redakteur beim Verbraucherportal www.konsumo.de. Dass mancher Dienst die günstigeren Tarife nicht aufführt, hat wohl einen einfachen Grund: Die Telekommunikationsdienstleister zahlen für jeden Verkauf einer Prepaidkarte oder für den Abschluss eines Vertrages dem Betreiber der Website eine Provision. Wer besonders viele Neukunden wirbt, erhält meist zusätzliche Bonuszahlungen. Über dieses Geschäftsmodell finanzieren sich die meisten Tarifvergleichsseiten.
Der Verbraucher hat das Nachsehen, weil gerade die Anbieter mit den günstigsten Tarifen häufig weniger Geld für Provisionen ausgeben, was mitunter Einfluss auf die Ergebnisse der Preisvergleiche zu haben scheint. „Der Verbraucher ist bei diesem Geschäftsmodell der Benachteiligte“, sagt Thomas Reintjes. „Er bekommt keine objektiven Informationen und damit nicht das für ihn beste Angebot.“
Berwertungssysteme: nur Transparenz schafft Vertrauen
Vorsicht ist auch bei den Bewertungssystemen geboten, wenn etwa Anbieter mit Sternen ausgezeichnet werden und so dem Verbraucher Objektivität vorgaukeln: "Bewertungen haben nur einen Nutzen, wenn die zugrunde liegenden Kriterien transparent dargestellt werden“, so Reintjes. Werden diese dem Nutzer auf der Website nirgends verständlich erklärt, nützen sie eigentlich nur dem Seitenbetreiber: In diesem Fall zeigt eine hohe Bewertung möglicherweise nicht den günstigsten Tarif für den Verbraucher an, sondern nur den Anbieter, der die höchsten Provisionen zahlt.
Anbieter vergleichen und auf Prüfsiegel achten
Auch wenn nicht alle Tarifvergleichsseiten aus Verbrauchersicht unseriös agieren: „Verbraucher sollten immer im Zweifel verschiedene Tarifvergleichsportale zurate ziehen, bevor sie sich für ein Produkt entscheiden“, sagt konsumo.de-Redakteur Thomas Reintjes. Man kommt also nicht umhin, sich selbst einen Überblick über den Markt und seine Angebote zu verschaffen. Eine wichtige Orientierung kann dabei das „safer shopping"-Siegel sein, das vom TÜV Süd an vertrauenswürdige E-Commerce-Websites vergeben wird. Neben dem Datenschutz müssen die Inhaber dieses Siegels auch die Richtigkeit der von ihnen gegebenen Informationen gewährleisten. Seiten ohne ein solches Siegel verlangen dem Verbraucher dagegen eigene Recherche ab.
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