(openPR) Besucher der diesjährigen EMITT wunderten sich über eine große Zahl in weiße, wallende Gewänder gekleideter Besucher, die in Halle 5 am Stand der Provinz Hatay mit ihrer Hauptstadt Antakya, dem antiken Antiochien, zu sehen waren. Dort wirkten die Mitglieder des „Chors der Zivilisationen“ als Botschafter der Toleranz und des Friedens, wie zuvor auch bereits bei der UN in New York.
Ein Anblick, wie man ihn sich in Zeiten des sogenannten „Zusammenpralls der Zivilisationen“ und der scheinbar abgrundtiefen Gräben zwischen Christentum und Islam nicht schöner vorstellen kann: Dutzende weißgekleideter Menschen, weiblich und männlich, jung und alt, die sich ein Ziel gesetzt haben: Die Botschaft von Toleranz und Frieden zu vermitteln.
Die Mitglieder des „Chors der Zivilisationen Antakya“ (Antakya Medeniyetler Korosu) – das sind Menschen, die uns allen im Alltag tagtäglich vorleben, daß unterschiedliche Glaubensrichtungen und Konfessionen und die Zugehörigkeit zu verschiedenen Ethnien keinesfalls ein Grund für Mißverständnisse, Streit oder gar Kriege sein müssen.
Katholiken, Juden, Armenier, griechisch-orthodoxe Christen sowie sunnitische und alewitische Muslime aus Antakya, allesamt Freunde und Bekannte, die auch im Alltag gemeinsam leben und arbeiten, haben sich zu diesem Chor zusammengeschlossen. Mit einem tollen Ziel, daß uns Dimitri Dogum, Priester der griechisch-orthdoxen Gemeinde Antakyas, mit eigenen Worten schildert:
„Wir haben diesen Chor gegründet, um die Toleranz, die Liebe und die Brüderlichkeit, die in Antakya ohnehin tagtäglich erlebt wird, in der Türkei und in aller Welt bekannt zu machen. Wir leben hier in Antakya sowieso auf diese Weise zusammen, und hoffen nun, daß wir der gesamten Welt ein Vorbild sein können, damit die Menschen lernen, friedlich und tolerant zusammen zu leben.“
Ähnlich sieht es auch Yilmaz Özfirat, der Gründer des Chors: „Unser Chor bringt 6 Gemeinden der drei Hochreligionen, die in Antakya leben, zusammen. Wir haben uns mit dem Ziel zusammengeschlossen, der Welt eine Botschaft des Friedens und der Brüderlichkeit zu geben. Unsere Mitglieder sind Katholiken, Armenier, Juden und griechisch orthodoxe, sunnitische und alewitische Muslime. Wir wollen der gesamten Welt die Kultur, die noch heute in der Provinz Hatay lebendig ist, vermitteln.“
Der Chor der Zivilisationen Antakya ist zum ersten Mal bei einem Essen zum islamischen Fastenbrechen in Ankara aufgetreten, vor 79 Botschaftern aus aller Welt. Später gab er auch anläßlich der Aufnahme der Türkei in den Sicherheitsrat der UN ein Konzert in New York und trug so seine Botschaft in die Welt.
Hoffen wir, daß die Botschaft dieser liebenswerten und liebevollen Menschen in aller Welt gut wahrgenommen wird.
Weitere Informationen:
www.medeniyetlerkorosu.org.tr













