(openPR) Die Gesellschaft für Systems Engineering e.V., die deutsche Sektion der INCOSE, sucht für den Studienpreis 2009 herausragende Abschlussarbeiten, die fachübergreifende oder komplexe Zusammenhänge untersucht und bearbeitet haben. Die Prämierung findet während des Ausbildungsforums im Juni an der TU Stuttgart statt. Die Einreichungsfrist endet am 31. März 2009.
Die Komplexität unserer Umwelt, die Vielfältigkeit der Anforderungen und der technologische Fortschritt verlangen nach multi-disziplinären Lösungen, die Systeme über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg betrachten. Die traditionellen Studienangebote haben sich in den letzten Jahren weiterentwickelt, um diesen Herausforderungen heute und in Zukunft gerecht zu werden. Dieser Transformationsprozess fällt nicht immer leicht, doch die Notwendigkeit ist vielfach erkannt. An den Hochschulen, Fachbereichen und Instituten werden mannigfaltige Ansätze verfolgt, die strukturierten Prozesse und Methoden in den Ausbildungskanon zu integrieren. Das GfSE-Ausbildungsforum in 2005 hat den Bedarf aufgezeigt, Ausbildungskonzepte zu kommunizieren, Studieninhalte zu harmonisieren und ein öffentlich wahrgenommenes Berufsbild des System-Ingenieurs zu befördern. Die Gesellschaft für Systems Engineering sieht sich aufgrund ihrer Satzung in der Pflicht, diesen Transformationsprozess mit voranzutreiben und unterstützend zu begleiten. Die GfSE lobt deshalb auch im 4. Jahr Studienpreise für herausragende Leistungen im Bereich des Systems Engineering aus. Bisherige Platzierungen kamen aus dem Bereich der Architektur, Raumfahrt, Automobilbau, Informatik von verschiedenen Hochschulen.
Prämiert werden können alle Master- und Diplomarbeiten zu Systems-Engineering-Themen aus dem Jahr 2008, die den Teilnahmevoraussetzungen genügen. Hierbei sind Fakultät oder Fachbereich, Studiengang und das Vorhandensein oder Fehlen spezifischer Systems-Engineering-Lehrangebote im Curriculum unerheblich.
Multidisziplinarität liegt vor, wenn die konzeptionelle Gestaltung eines Systems nicht durch eine Einzeldisziplin wie Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik oder Betriebswirtschaft allein bestimmt wird, sondern die Anforderungen an das System zunächst implementierungsunabhängig analysiert werden und sich die Lösung aus dem Zusammenspiel mehrerer Einzeldisziplinen ergibt. Typische Beispiele sind mechatronische und Produktionssysteme, um nur einen groben Anhaltspunkt zu geben. Relevant sind auch Master- und Diplomarbeiten, die sich mit dem Systems-Engineering-Prozess insgesamt oder einzelnen Verfahren und Methoden befassen. Das Denken in Systemlebenszyklen markiert den Anfang, Systems Engineering als eigenes Wissensgebiet zu etablieren. Komplexe Systeme erfolgreich zu gestalten und Kosten über den gesamten Lebenszyklus hinweg in den Griff zu bekommen, gehörten zu den anfänglichen Aufgabenstellungen. Dieses Aufgabenspektrum umfasst mittlerweile auch Fragen der Wettbewerbsfähigkeit bis hin zum Umweltschutz. Preiswürdig sind in diesem Zusammenhang alle Master- und Diplomarbeiten zu diesem Themengebiet, sofern reflektiert wird, welche Schlussfolgerungen für die Systemgestaltung zu ziehen sind.
Für den diesjährigen Studienpreis, der im Juni in Stuttgart vergeben wird, werden in einem ersten Auswahlverfahren die besten 5 Arbeiten aus dem Jahr 2008 ausgewählt und werden inhaltlich bewertet bevor alle Arbeiten in einer Präsentationsform während des Ausbildungsforums im Juni dem Gremium präsentiert werden müssen. Im Anschluss wird der Studienpreis vergeben.



