(openPR) Bonn (Strom-Prinz.de) - Der Stromkonzern E.ON steigt erstmalig über seine britische Tochter in den Bereich "Marine Energie" ein. Das Unternehmen hat eine 180 m lange Stahl-Seeschlange von Pelamis Wave Power geordert, um das Potenzial der Technologie zu testen. Zum Einstieg in das vergleichsweise junge Gebiet der Wellenenergie-Kraftwerke wurde jetzt eine 750 kW Anlage in Auftrag gegeben. Die Pelamis P2 wird aktuell in der neuen Pelamis Wave Power-Werft in Edinburgh gebaut und soll später am European Marine Energy Centre (EMEC) in Orkney getestet werden.
Strom aus den Gelenken
Die Konstruktion besteht aus mehreren Stahlrohrsegmenten, die über Gelenke gekoppelt sind. An den Gelenken sind hydraulische Pumpen befestigt, die einen Generator antreiben. Der existierende Prototyp Pelamis P1 hat eine Länge von 150 Metern, besteht aus vier Segmenten mit je 3,5 Meter Durchmesser und erzeugt eine maximale Leistung von 750 kW Strom. Im Jahresmittel werden laut Hersteller aber nur 25-40 Prozent dieses Wertes erreicht. In Aguçadoura, fünf Kilometer vor der Nordküste Portugals sind seit Juli 2008 bereits drei dieser Anlagen in Betrieb und mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden.
Noch größer
Die jetzt von E.ON georderte Pelamis P2 wird noch einmal 50 Meter an Länge zulegen und dann 180 m messen. Die P2 wurde insbesondere hinsichtlich der Effizienz, der Wartungsfreundlichkeit und der Haltbarkeit auch bei widrigsten Bedingungen verbessert. Sie soll die Basis für den kommerziellen Roll Out der Wellenkraftwerke sein.
Video
Zwei kleine Filme, die das Funktionsprinzip der SeaGen Pilotanlage verdeutlichen, finden sich bei Strom-Prinz.de im Bereich "Strom-Videos" (www.strom-prinz.de/Strom-Videos).











