(openPR) Zu unserer Einzelausstellung am Freitag, 27.2.09 ab 19 Uhr laden wir Sie herzlich ein. Ausstellungsdauer ist vom 27.2.09 - 4.4.09.
Henrik Pillwitz, *1962 Leipzig
1993 - 95 Studium Malerei/Grafik/Fotografie an der Hochschule für Kunst/Design Halle,Burg Giebichenstein | 1995 - 98 Studium Malerei/Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Prof. Sighard Gille, Diplom | 1996 Arbeitsaufenthalt in der Bretagne | 1998 Arbeitsstipendium in Kapstadt/Südafrika | 1998 - 01 Meisterschüler bei Prof. Sighard Gille an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig | seit 1998 freischaffend als Maler und Grafiker in Leipzig tätig
Die zeitgenössische abstrakte Malerei von Henrik Pillwitz beschreibt im Kern seines gegenwärtigen Lebenswerks abstrakte Formen und Fragmente der Natur. Es entstehen abstrahierte und unberührte Landschaften, die einerseits wie eine extreme Nahaufnahme wirken. Es ist als würde man etwas genauer betrachten und in die Nähe holen, es ordnen und erforschen und es dabei zum Leuchten, zum Brennen und zum Funkeln zu bringen.
Andererseits wirkt die Malerei von Henrik Pillwitz wie ein Blick aus der Vogelperspektive und scheint eine distanzierte Betrachtungen der Natur zu sein, wo der Mensch und urbane Strukturen obsolet sind oder vom Menschen geschaffene Technologien fehlen.
Trotzdem wirkt seine Malerei lebendig und dynamisch. Dieser Eindruck wird mit sichtbaren starken Pinselstrichen erzeugt, wobei die Farbe in mehreren Schichten übereinander aufgetragen wird.
Zentrales Thema der Werke von Henrik Pillwitz ist die Materie wie Stein, Luft, Feuer, Wasser, Licht, Strukturen, Farbe, Schichten, Sammlungen, der Fluss, der Wind, das Grau, die Zeit und der Raum. Bildtitel wie Segment, Schicht, Strang, Kanal, Lager, Focus deuten an was die Malereien entstehen läßt.
Wir blicken auf Strukturen, die aneinandergewebt sind wie Zellen mit ihren Kernen und zugleich an Steine erinnern. Es gibt organisch Wucherndes, miteinander Verwobenes, neben Senkrechten und Wagerechten, die sich vorhangähnlich zu Netzen und Lineaturen schließen.
Scheinbar geologische Strukturen aber auch zellförmige Strukturen repräsentieren bewusst eine Reise tief unter die Oberfläche und in das Innerste der Erde, wo biologische und geologische Strukturen die Erde zusammenhalten.
Seine Arbeit wird auch als biomorph bezeichnet,
d. h. dem Abbild eines Organismus angenähert. Henrik Pillwitz malt auch versteinerte Organismen, die das Steinwerden als Lebensentzug auf Zeit symbolisieren, ein Anhalten der Bewegung, ein Speichern verwandelter, nicht zerstörter Kraft.
Im Mittelpunkt des Interesses von Henrik Pillwitz steht die Materie und er möchte sehen wo die Seele bleibt- es geht ihm um das Weiterleben.













