(openPR) Keine Trendwende in Sicht
Langen, im Oktober 2002 - Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH schreibt weiterhin rote Zahlen. Auch im September sind die Erlöse aus den Flugsicherungsgebühren deutlich hinter dem Geschäftsplan zurückgeblieben. Das Defizit fiel im September zwar nicht mehr ganz so dramatisch aus wie in den Monaten zu Beginn des Jahres, doch hat sich der Fehlbetrag in den ersten drei Quartalen auf rund 57 Millionen Euro summiert.
In den laufenden Tarifverhandlungen, die am 30. Oktober fortgesetzt werden, fordert die Gewerkschaft ver.di für die hoch bezahlten Fluglotsen und das andere operative Personal Einkommenssteigerungen von zehn Prozent. Die Arbeitnehmerseite geht von einer Gesundung der Luftverkehrswirtschaft aus; sie verweist dabei auf bedeutende Gewinnsteigerungen bei der Deutschen Lufthansa.
Die Zahl der kontrollierten Flüge in Deutschland ist aber nach dem Einbruch im vergangenen Jahr um weitere 4,8 Prozent gesunken. Zudem haben Lufthansa und andere Airlines die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft, indem sie vielfach kleinere Flugzeuge einsetzen als in der Vergangenheit und diese gut auslasten. Die Höhe der Flugsicherungsgebühren bemisst sich aber weltweit an der Größe des Fluggeräts ? große Maschinen zahlen mehr, kleine entsprechend weniger. Das belastet die DFS-Einnahmen weiterhin drastisch.
Obwohl das Unternehmen massiv spart, ist ein Schließen der Einnahmelücken nicht in Sicht. Dazu trägt auch bei, dass die DFS weiterhin die Spätfolgen der Luftfahrtkrise zu spüren bekommt. Allein im September dieses Jahres mussten fällige Einnahmen von 3,1 Millionen Euro abgeschrieben und wertberichtigt werden. Es handelte sich um Flugsicherungsgebühren einer Fluggesellschaft, die Insolvenz angemeldet hat.
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