(openPR) (29. 01. 2009) BK-GAS, einer der führenden Anbieter von Autogas in den Beneluxländern, gab heute in der niederrheinischen Stadt Kleve den Startschuss für seinen deutschlandweiten Markteintritt. Bis Ende 2009 plant das Unternehmen, bundesweit rund 150 bis 200 BK-GAS Tankstationen zu eröffnen. „Unser Ziel ist es, bezahlbare, umweltfreundliche Mobilität mit Autogas für jeden zu schaffen und auf diese Weise zu einem nachhaltigeren und abgasärmeren Energiemix beizutragen“, sagt Peter Goedvolk, CEO von Argos Oil, dem Mutterkonzern von BK-GAS, anlässlich der heutigen Eröffnung.
„Gerade in Zeiten, in denen überall gespart und nach günstigen, umweltverträglichen Mobilitätslösungen gesucht wird, bietet Autogas eine clevere Alternative. Der Kraftstoff ist nicht nur umweltschonender als Benzin oder Diesel, sondern durch die Begünstigungen bei der Mineralölsteuer auch langfristig preiswerter“, sagt Alexander van den Buuse, Sales Manager von BK-GAS. Der wachsende Erfolg des alternativen Kraftstoffs gibt dem holländischen Unternehmen Recht. Europaweit fahren bereits mehr als 5,5 Millionen Fahrzeuge mit Autogas-Antrieb – Tendenz steigend. „Durch die flächendeckende Versorgung mit Autogas-Tankstationen in Deutschland, die in den Niederlanden, Frankreich, Italien und Polen bereits besteht, wollen wir hierzulande Versorgungslücken schließen und die Verbreitung des Kraftstoffs weiter vorantreiben“, erklärt van den Buuse zu den Zielen des Unternehmens.
Mit der Erschließung des deutschen Marktes, setzt das niederländische Unternehmen seinen europäischen Expansionskurs fort. In den Beneluxländern ist BK-GAS mit über 600 Verkaufsstellen und rund 32 Prozent Marktanteil bereits führender Anbieter im Bereich Autogas.
Die Wahl Nordrhein-Westfalens als Startpunkt der bundesweiten Offensive der Holländer hat einen guten Grund, denn dort besteht bundesweit bislang die stärkste Nachfrage. Den Anteil an Autogas-Fahrzeugen in der Region beziffert BK-GAS auf 0,63 Prozent, dicht gefolgt von Niedersachsen mit 0,56 Prozent. Hier werden in Kürze die nächsten Tankstationen eingerichtet.
Für Norbert Wilder von der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve gibt der Markteintritt von BK-GAS ein beispielhaftes Signal: „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten – insbesondere im Automobilbereich – ist das Engagement unseres niederländischen Nachbarn ein Zeichen für Vertrauen in die Zukunft und den Wirtschaftsstandort Deutschland!“
Die Vorteile für das wirtschaftliche Umfeld der Autogas-Tankstationen hat Wilder dabei klar erkannt: „Kostengünstige Mobilitätslösungen sind nicht nur für die privaten Verbraucher wichtig, sondern auch für Unternehmen, die bei ihren Energiekosten auf jeden Cent achten müssen, um wirtschaftlich arbeiten zu können.“ Wilder meint damit vor allem die Vielfahrer unter den Mittelständlern und Kleinbetrieben wie Taxiunternehmen, Handwerksbetriebe oder ambulante Pflegedienste. Und er sieht noch einen weiteren positiven Aspekt in den Expansionsabsichten der Holländer: „Je besser das Netz an Tankmöglichkeiten, desto eher wird Autogas zu einer echten Alternative für die Verbraucher. Dies kommt auch den Kfz-Betrieben zu Gute, die Umrüstungen anbieten – sozusagen als Konjunkturprogramm im Kleinen.“
Auch wenn Autogas in den letzten Jahren hierzulande einen rapiden Akzeptanzzuwachs erlebt hat, geht es den Niederländern neben der Etablierung des Kraftstoffs auch darum, die Verbraucher zu informieren. Denn die Bezeichnung LPG ist zwar vielen Autofahrern von niederländischen Tankstellen ein Begriff, die wenigsten wissen jedoch genau, was sich dahinter verbirgt. Liquid Petroleum Gas (LPG) ist ein Gemisch aus Propan und Butan, das sich bereits bei sehr niedrigem Druck verflüssigt. Der auch als Flüssiggas bezeichnete, schadstoffarme Brennstoff wird bereits seit Jahrzehnten als Autogas eingesetzt.
Flüssiggas fällt als Nebenprodukt bei der Erdgas- und Rohölförderung an und stellt sich als Kraftstoff äußerst energieeffizent dar. Der Schadstoffausstoß ist laut einer Studie des Deutschen Verbands Flüssiggas e.V. (DVFG) bei Autogas-Fahrzeugen gegenüber Benzin oder Diesel um 80 Prozent, die CO2-Emission um 18 Prozent reduziert.
Eigenschaften, deren Vorzüge auch die Politik mittlerweile erkannt hat und den Kraftstoff mindestens bis 2018 mit Begünstigungen bei der Mineralölsteuer fördert. Der Mineralölsteuer-Zuschlag beträgt für Autogas daher lediglich 45 Prozent des regulären Steuersatzes. Vorteile, die Alexander van den Buuse in einem Satz zusammenfasst: "Autogas beweist: Das ökologisch Vernünftige ist auch ökonomisch klug.“
Gründe, die bereits viele Automobilhersteller wie Chevrolet, Citroen oder Renault dazu bewogen haben, Autogas-Modelle serienmäßig anzubieten. Doch auch für den klassischen Benziner lohnt sich das Umsteigen auf Autogas. Die Umrüstungskosten von derzeit 2.000 Euro rentieren sich bei Vielfahrern bereits in kürzester Zeit. Die Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) hat errechnet: Wer jährlich 38.000 Kilometer fährt, für den macht sich die Investition bereits in weniger als einem Jahr bezahlt. Der „Daumenwert“ für die Wirtschaftlichkeit einer Umrüstung liegt bei rund 20.000 Kilometern im Jahr, abhängig von der Lebenserwartung des Fahrzeugs und dem individuellen Verbrauch.
Auch das in Deutschland oberste Gebot, das Fahrvergnügen, wird durch den Autogas-Betrieb nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil. Autogas-Fahrzeuge sind so genannte „bivalente“ Fahrzeuge. Das bedeutet, sie haben zwei Tanks: den serienmäßigen Benzintank und einen zusätzlichen Autogastank, der an den Platz des Reserverads in den Kofferraum eingebaut wird. Per Knopfdruck kann während der Fahrt bequem zwischen den beiden Tanks gewechselt werden. Das Resultat ist eine höhere Reichweite und garantierte Kraftstoffversorgung – sollte tatsächlich (noch) keine Autogas-Tankstation in der Nähe sein.









