(openPR) Mit dem Mitsubishi Colt taucht ein variables Auto in der Kleinwagenklasse auf
Blickt man in die ADAC-Pannenstatistik und den -Praxistest vergangener Jahre, dann gehört der Mitsubishi Colt zu den zuverlässigsten Autos. Insgesamt 300 000 Fahrzeuge wurden seit 1978 in Deutschland unter diesem Namen verkauft. Die letzte Generation brachte es in ihrem achten Jahr als Auslaufmodell von Januar bis September noch auf 3200 Zulassungen. Trotzdem war der Wechsel überfällig. Und der präsentiert sich jetzt mit dem ersten Modell, das unter dem Dach der DaimlerChrysler-Allianz mit Mitsubishi entwickelt wurde, ziemlich radikal.
Schon das Karosserie-Konzept weicht von den Vorgängern ab: eine Mischung aus kleiner Fließheck- Limousine und Minivan, die der Hersteller mit einer Länge von 3,87 m eindeutig ins B-Segment (Polo-Klasse) einordnet. Den Designern ist es gelungen, ein frisches Erscheinungsbild zu realisieren. Die weit nach vorn gezogene Windschutzscheibe setzt sich in einer knuffigen Nase fort, die hoch angesetzte Dachlinie (Höhe 1,55 m) läuft bogenartig zum Heck aus
Sitzt man erst einmal drin, fühlt man sich sehr schnell wohl. Das Raumgefühl vorn wird durch den Panoramablick sehr gut unterstützt, selbst hinten können groß gewachsene Personen (bis 1,80 m) nicht über mangelnde Kopffreiheit klagen. Störend sind lediglich die dicken Dachsäulen der Windschutzscheibe und im Heck, die auf kurvenreicher Straße oder beim Einparken die Sicht stark einengen. Aber sonst kann sich der Fahrer an einem pfiffig gestalteten Armaturenbrett erfreuen, dessen große Bedienelemente selbst bei Nacht (durch eine spezielle Hinterleuchtung) verwechslungssicher aufzufinden sind. Das Lenkrad ist leider nur in der Höhe und nicht axial zu verstellen. Das kann Fahrern mit langen Beinen eine unkomfortable Sitzhaltung bescheren. Die Lehnenverstellung der Vordersitze ist grobrastig, außerdem können sie beim Verstellen unbeabsichtigt nach hinten wegklappen. Eine stufenlose Einstellung per Handrad statt Hebel wäre hier besser. Besonderer Gag im Handschuhfach: Im zusätzlichen Kühlfach ist Platz für eine große Wasserflasche.
Die hinteren Sitze (Aufteilung 60 zu 40) lassen sich nicht nur in Stufen verstellen, zusammenfalten und hochklappen, sondern auch mit wenigen Handgriffen herausnehmen. So wird der Colt fix zum Transporter für sperriges Ladegut oder größere Freizeitutensilien.
Wenn alle Modellversionen auf dem Markt sind, ist der Colt mit drei Benzin- und zwei Dieselmotoren zu haben. Basismotor ist der 1,1- l-Dreizylinder (ab Oktober) mit 55 kW/75 PS, die 1,3- und 1,5-l- Vierzylinder sind 70 kW/95 PS bzw. 80 kW/109 PS stark. Die beiden Dreizylinder-Diesel mit 1,5 l Hubraum leisten 70 kW/95 PS oder 50 kW/68 PS und sind ab August 2004 bzw.Anfang 2005 verfügbar.
Schon mit dem etwas raubeinigen 1,1-l-Motor kann der Colt flott bewegt werden, allerdings muss man dann fleißig schalten. Der 1,5-l-Benziner geht da deutlich souveräner zur Sache. Der stärkere Dieselmotor,der ebenfalls für einen allerersten Probegalopp zur Verfügung stand, besticht durch gutes Durchzugsvermögen aus niedrigen Drehzahlen heraus. Alle Motoren verrichten ihre Arbeit bei höheren Drehzahlen deutlich hörbar. Lob dagegen für die serienmäßigen 5-Gang-Getriebe: Sie sind gut abgestuft und präzise zu schalten.











