(openPR) Neu-Ulm – 26. Januar 2009. „Keine halben Sachen“ versprach das Musikkabarett Duo Camillo. Dieses Versprechen hielten sie auch ein, beim Konzert, dass von der Evangelischen Jugend im Dekanat Neu-Ulm organisiert wurde und im Petrussaal in Neu-Ulm statt fand. Vor knapp 200 Besuchern boten die beiden Künstler aus Frankfurt, alle Risiken und Nebenwirkungen des Lebens.
Martin Schultheiß und Fabian Vogt sorgten dafür, dass die Lachmuskeln der Zuschauer bis aufs äußerte gespannt wurden, indem sie sich gegenseitig durch spitzen über ihr aussehen oder ihre Intelligenz auf die Schippe nahmen. Der Physiker und der Pfarrer boten aber auch nachdenkliches.
So erzählte Martin Schultheiß zum Beispiel davon, dass sein Sohn bereits mit fünf Jahren an einem Tumor erkrankte, er kann heute darüber reden, weil es seinen Sohn wieder gut ging, darauf folgte dann dass Lied „Du bist wunderbar“. Ein sehr nachdenkliches Lied, was für Gänsehaut sorgt. Es kamen aber auch Lieder wie „Gott liebt Tango“, wo es darum ging, dass Gott kein Langweiler ist. Bereits zu Anfang bauten sie Geschichte und Geschichten rund um Neu-Ulm ein, diese haben sie vor ihrem Konzert noch erfragt und gaben sie gleich zu besten.
Der Höhepunkt des ganzen Kabarettauftritts war wohl die schnelldichterische Fähigkeit von Fabian Vogt – den Pfarrer. Das Publikum wurde aufgefordert, ihn einfach wahllos Begriffe zu nennen, da kamen natürlich auch echt schwäbische Worte wie „köhl“ oder „Heilandstapperli“. Der Wortakrobat schaffte diese und weitere zehn Wörter in ein Lied einzubauen. Martin Schultheiß am Klavier gelang es diesen Reim mit von einer vom Publikum gewählten musikalischen Stilrichtung zu begleiten – Ragtime war der allgemeine Wunsch.
Die Zuschauer waren sich am Ende einig, es war ein geniales Konzert. Das in der Neu-Ulmer Gegend weitaus unbekannte Duo Camillo hinterließ in vielen Köpfen Spuren.













