(openPR) Deutsch-tschechische Umweltkommission setzt Schwerpunkt im Bereich der Luftqualitaet
Berlin, 25. Februar 2004 - Die deutsch-tschechische Umweltkommission hat sich in ihrer heutigen Sitzung in Berlin erneut mit Fragen der Luft- und Geruchsbelastung im Erzgebirge beschaeftigt. Zwar gibt es seit der 5. Sitzung im Maerz 2003 Fortschritte, die Thematik ist jedoch kompliziert und noch gibt es keine befriedigende Loesung. Gewuerdigt wurden die Kooperationsbereitschaft und die grossen Anstrengungen der tschechischen Umweltbehoerden, die Belastung weiter zu reduzieren. Vor allem die direkte Zusammenarbeit zwischen den tschechischen Industrieunternehmen einerseits und den saechsischen staatlichen und kommunalen Umweltbehoerden andererseits laeuft jetzt reibungslos.
Die Parlamentarische Staatssekretaerin vom Bundesministerium fuer Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sicherte zu, die Bemuehungen zur Verbesserung der Luftqualitaet im Erzgebirge auch weiterhin mit Nachdruck zu unterstuetzen. Einen Schwerpunkt sollen dabei Projekte bilden, die direkt zur Verringerung der Luftbelastung beitragen. Die tschechische Seite wurde aufgerufen, hierzu geeignete Vorschlaege zu unterbreiten.
Fuer das Saechsische Staatsministerium fuer Umwelt und Landwirtschaft verwies Amtschef Wolf-Eberhard Kuhl auf die ausgezeichneten Erfahrungen mit Foerderprogrammen zur Energietraegerumstellung fuer den Heizungsbedarf. So foerderte der Freistaat die Errichtung von 265 modernen Feuerungsanlagen mittlerer Groesse mit insgesamt 70 MW Feuerungsleistung im saechsischen Erzgebirge. Im Gegenzug wurden
zahlreiche Altanlagen mit hohem Schadstoffausstoss stillgelegt. Sehr erfolgreich war auch ein Sonderprogramm zur Energietraegerumstellung fuer Kleinfeuerungsanlagen in ehemals besonders belasteten Gebieten dieser Region, das von 1997 bis 2000 lief.
Neben einer stark verringerten Belastung durch Staub- und
Schwefeldioxid-Emissionen kann heute mit hoher Wahrscheinlichkeit
ausgeschlossen werden, dass sich nennenswerte Quellen der Geruchsbelastung auf saechsischer Seite befinden. Kuhl regte an, dass man auch auf tschechischer
Seite aehnliche Loesungsansaetze entwickelt.











