(openPR) Bochumer Beratungsunternehmen bietet behinderten Künstlern
eine Plattform
Berlin, 22. Januar 2009/mz – Die Arbeit mit behinderten Menschen als Ausdruck gemeinsamer Verantwortung zwischenmenschlicher Beziehungen über die materiellen Ansprüche des täglichen Lebens hinaus ist das Anliegen der in Bayern angesiedelten Regens-Wagner-Stiftung. In den Absberger Werkstätten, einem der insgesamt 13 regionalen Zentren der Stiftung, in denen geistig, psychisch und mehrfachbehinderte Menschen in das Arbeitsleben eingegliedert werden, werden unter diesen Vorzeichen unter anderem kreative Tätigkeiten gefördert, die die Behinderten dazu befähigen, ihre Empfindungen und Gedanken in Form von bildender Kunst darzustellen.
Im Rahmen des in Berlin veranstalteten Neujahrsempfangs der contec Organisationsentwicklung mbH präsentierten die Absberger Werkstätten das Kunstprojekt „Wege zur Kunst – Die zehn Gebote“ als gemeinsame Arbeit von sieben Schülern der Medizinischen Berufsfachschule Bad Elster und sieben Menschen mit Behinderung von Regens Wagner Absberg. Wie der Leiter der Einrichtung, Dr. Hubert Soyer, in Berlin erklärte, sollen die monumentalen Bildtafeln von jeweils sechs Quadratmetern Größe als Symbol für vorurteilsfreie Zusammenarbeit und Gemeinschaft verstanden werden, „in der nur der Mensch zählt“. Das übergreifende Thema „Werte in Vergangenheit und Gegenwart“ wurde im Dialog mittels verschiedenster Medien, im Rollenspiel und mit verschiedensten Möglichkeiten der kunsttherapeutischen Ausdrucksformen bearbeitet. In Absberg wie in Bad Elster wurde in Kleingruppen von behinderten und unbehinderten Menschen jedes Gebot für sich künstlerisch mit Hilfe von Acryl, Kreide, Ölkreide, Gouache, Kohle, Graphit und Öl auf Leinwand umgesetzt. Die so entstandenen Werke wurden der Öffentlichkeit bereits im vergangenen Herbst während der in Nürnberg veranstalteten Fachmesse ConSozial vorgestellt.
„In der Spannung zwischen ethischen Normen und ihrem jederzeit gegenwärtigen Bruch leben die Menschen bis heute. Bemerkenswert erscheint mir dabei, dass eine Management- und Unternehmensberatung wie die contec sich dieser Thematik stellt und durch Kontakte und gemeinsame Projekte mit Personengruppen, die eher zu den Vergessenen in der Gesellschaft gehören, verdeutlicht, dass es um gemeinsame Verantwortung geht und dass die Maxime allen Handelns wertorientiert sein muss. Diese gemeinsame Verantwortung wird durch das Zustandekommen dieser Ausstellung spürbar“, sagte Soyer.
Detlef Friedrich, Geschäftsführer der contec GmbH, verwies in diesem Zusammenhang auf die vergleichbare Zielsetzung beider Unternehmen. „Neben der Begeisterung für das künstlerische Wirken haben wir eine weitere Gemeinsamkeit im Ausdruck unserer Unternehmenskultur entdeckt: ‚Ich finde meinen Weg’ steht auf der ersten Internetseite der Regens-Wagner-Stiftung, ‚Der gemeinsame Weg zum Ziel’ auf der Seite der contec“, sagte Friedrich in Berlin.





