(openPR) Offenbach a.M. - die Kunstszene im Rhein-Main-Gebiet gerät in Bewegung. Schluss mit dem Randgruppendasein. Ein Kern kritischer Künstler passt sich nicht länger dem akademischen Kunstzirkus an.
Noch sprachlos weil völlig überrascht, reagiert der Offenbacher Oberbürgermeister Horst Schneider - seines Zeichens Kulturdezernent in der Stadt am Main. Die neuen Impulse gehen nicht etwa von der Hochschule für Gestaltung aus, darüber hätte der Oberbürgermeister Bescheid gewusst, denn er ist Teil dieser Armaniseilschaft, die sich am liebsten an sich selbst erfreut.
Ausgehend um einen Kreis des Offenbacher Malers und Zeichners Klaus Jürgen Miegel, und des Offenbacher Galeristen Uwe Kampmann, formierte sich ein kleiner, schlagkräftiger Zirkel von Künstlern, deren Waffe nicht nur Mediengestaltung ist. Jeder der in diesem Kreis vertretenen Künstler spielt virtuos mit Pinsel, Kamera, Musik und Schrift. Ein geballtes Pulverfass, das sich aus dem Einheitsbrei angepasster und bettelnder Künstler hervorhebt.
Der Angriff aus der Kunst richtet sich gegen die Dummheit in der Kunst, die das Ausmaß erreicht hat, dass jedem Nichtskönner zugejubelt wird. Ähnliches hat sich gegenwärtig auch im Wirtschaftsbereich der Banken abgespielt. Der Zeichner und Maler Klaus Jürgen Miegel greift diese gesellschaftspolitische Dramatik auf, von der alle Menschen gegenwärtig berührt sind. Sein Arbeitszyklus - German Management - kann als das aussagefähigste Werk der deutschen Gegenwartskunst bezeichnet werden.
Der Offenbacher Galerist Uwe Kampmann entwickelte die Fähigkeit, für Künstler, die sonst eher dazu neigen voneinander isoliert zu leben, diese Kräfte zusammenzuführen. Kampmann selbst zeigt seinen Einsatz für eine veränderte Wahrnehmung in der bildenden Kunst durch seine Bereitschaft für das Amt des Offenbacher Oberbürgermeisters zu kandidieren. Seine Chancen stehen nicht schlecht - attestierte doch die angesehene Frankfurter Allgemeine Zeitung dem amtierenden Oberbürgermeister Schneider, er müsse Vertrauen zurückgewinnen. Schneider gesteht inzwischen selber ein, ein Glaubwürdigkeitsproblem zu haben.
Die rebellischen Künstler ordnen Schneider der Offenbacher Banausenschule zu, als Kulturdezernent darf sich Schneider in deren Leitungsfunktion wissen. Sollte er sich dieser Verantwortung bewusst sein, wäre es Zeit für ihn, von seinem Oberbürgermeisteramt zurückzutreten. Uwe Kampmann - als sein Gegenspieler um das politische Amt - hat vor, eine am Menschen und weniger am Konsum ausgerichtete Politik auf den Weg zu bringen.
Im lokalen Kulturbereich der hessischen Rhein-Main-Region steht für den Herausforderer fest, dass Klaus Jürgen Miegel alle nötigen Fähigkeiten hat, um zu einem ordentlichen Professor an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung ernannt zu werden. Sein Werk - German Management - atmet den freien und kritischen Geist, den Kunst benötigt. Wesentlich dabei ist es, ohne den Künstler zu sehen, aus dem Werk heraus, seine geistigen und handwerklichen Fähigkeiten zu erkennen und zu spüren.













