(openPR) Am Freitag, den 16. Januar 2009 (19:00 bis 22:00 h) eröffnet die Galerie Heinz-Martin Weigand die Einzelausstellung "Chicago" mit Arbeiten von Mona Breede.
Ausstellungsdauer: 17. Januar bis 28. März 2009
In der Einzelausstellung Mona Breede: Chicago zeigt die Galerie Heinz-Martin Weigand vom 16. Januar bis 28. März 2009 eine neue fotografische Werkgruppe, die in den Jahren 2007 und 2008 auf der Basis von Aufnahmen aus Chicago, USA, entstanden ist.
Mona Breede fotografiert Personen im urbanen Raum. Sie beobachtet die alltäglichen Bewegungen der Menschen in Großstädten vor den Kulissen steinerner Fassaden entlang der Boulevards und an Straßenkreuzungen.
In diesem Umfeld des anonymen "Rush", wo Begegnungen flüchtig sind und allein die Verkehrsführung kurze Momente eines "Nebeneinanders" konstruiert, stellt die Künstlerin ihre Kamera auf.
Aus dem gewählten Blickwinkel heraus beobachtet sie die Aktivitäten eines Ortes über einen Zeitraum mehrerer Stunden, den Auslöser situativ betätigend. Nähert man sich ihren Bildern, fallen zuerst ihre Lichtverhältnisse auf. Die Szenen wirken bühnenartig, wie in Lichtregie mit Scheinwerfern choreographiert.
Tatsächlich interessiert Mona Breede eine sehr kontrastreiche Beleuchtung ihrer "Settings". Lichtsituationen, wie sie in frühen Morgenstunden oder bei gleißender Sonne existieren, die sie in der späteren Nachbearbeitung der Fotografie noch stärker konzentriert durch Betonung oder Anpassung der Farbanteile, oder gar durch die Zusammenfügung mehrerer Licht-stimmungen eines Tages.
Die Spannung im Bild basiert auf dieser dramaturgischen Beleuchtung des Moments in der Kombination mit dem "Innehalten" der dargestellten Personen in ihrer spezifischen Aktion.
Zeitlichkeit spielt eine interessante Rolle in Breedes Arbeiten, in sofern, als dass sie sich in ihren Fotografien auflöst.
Der gegebene Rahmen ist die Dauer der "Shots", der sich in einem Fenster wechselnder Lichtverhältnisse und Passanten abspielt. Diese werden anschließend durch den digitalen Prozess von ihrer ursprünglichen Chronologie befreit und in eine sensible narrative Neufassung verwandelt. Wichtig ist Breede bei der Choreografie die Einbeziehung sozialer, aber auch absurder, humorvoller Aspekte.
Sie thematisiert typische großstädtische Phänomene wie Distanz, Einsamkeit, deutet soziale Isolation an, verrückt die Bilder in bestimmte Richtungen, auch durch ihre Titelwahl.
Da die Szenen vertraut wirken, wird erst beim nahen Herantreten erkennbar, dass der Betrachter hier mit einer inszenierten Abbildung, einer Konzentration, ja lediglich mit der Möglichkeit eines Geschehens konfrontiert ist, dessen ambivalente Schönheit und Spannung irritierend und faszinierend ist.
Mona Breede wurde 1968 in Kiel geboren. 1988 - 1989 Praktikum in der fotografischen Abteilung des Museums für Kunst und Gewerbe, Hamburg. Ausbildung zur Fotografin an der Bayerischen Staatslehranstalt für Fotografie in München. Studium an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe bei Rolf Sachsse und Thomas Struth. 2001 - 2002 Lehrtätigkeit an der Merkurakademie, Karlsruhe. Lebt und arbeitet in Karlsruhe.













