(openPR) Dass man dem aus dem warmen Süden Frankreichs stammende Boulespiel auch im eisigen deutschen Winter frönen kann, bewiesen die Teilnehmer beim diesjährigen Drei-König-Turnier der Freien Bouler vor dem Schloß Johannisburg in Aschaffenburg.
24 Teilnehmer lieferten sich, trotz der widrigen Witterungsverhältnisse, auch in diesem Jahr packende Partien um den Wanderpokal "Die Dreizehn liegt". Dabei begann das Turnier zunächst mit einer, für das Boulespiel ungewöhnlichen jedoch nicht minder sportlichen Übung: der Schloßplatz und der Weg zum Kornhäuschen mussten vom Schnee befreit werden, um ein regelgerechtes Boulespielfeld zu ergeben. Entsprechend aufgewärmt und mit einer Tasse Glühwein, Kaffee oder Tee gestärkt, ging es ab 11:00 Uhr in die Vorrundenspiele.
Gespielt wurde im Modus "Super Mêlée", bei dem die Mannschaften in jeder Vorrunde neu ausgelost werden und erst ab dem Viertelfinale in konstanter Besetzung spielen. Im Verlauf des Turniers blieb einem Team eine in Frankreich übliche "Bestrafung" nicht erspart: wer eine Boulepartie verliert, ohne einen einzigen Punkt zu erzielen, muss das entblößte Hinterteil einer Dame, der so genannten "Fanny" küssen. Dieses Ritual, das symbolisch mit Hilfe eines Posters absolviert werden musste, soll ein Ansporn sein, es im nächsten Jahr noch besser zu machen.
Sieger und damit für ein Jahr Besitzer der vom Aschaffenburger Künstler Walter Mayer gestalteten Skulptur "Die Dreizehn liegt" wurde das Team Gaetano Caltabellotta, Konrad Müller (beide 1.BCP Aschaffenburg) und Fritz Gerdsmeier (BF Niedernberg). Sie setzten sich im Endspiel klar gegen die Formation Christel Maier, Angela Pantera und Erwin Wintner (alle Freie Bouler Aschaffenburg) mit 13:3 Punkten durch. Sieger im B-Turnier wurden Heidi Ritter, Barbara Thorz und Justus Bustorff. Sie konnten das finale Match gegen Rainer Becker, Thomas Herr und Josef Mengeler für sich entscheiden.










