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Alpakas - Exoten unter den Nutztieren

17.12.200812:11 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes
Bild: Alpakas - Exoten unter den Nutztieren
Alpaka-Stute (Foto: Proplanta)
Alpaka-Stute (Foto: Proplanta)

(openPR) Rothenburg o.d.T., 17. Dezember 2008 - Neugierig scharen sich die Alpakas um die unbekannten Besucher. Der kleine schwarze Benito drängelt nach vorne, um besser sehen zu können. Die hübschen Tiere reizen nicht nur Kinder zum "Knuddeln". Doch streckt man die Hand nach ihnen aus, weichen sie zurück. Scheu sind sie deswegen keineswegs. "Sie lassen sich nur einfach nicht gerne anfassen", erläutert Ilona Kindler, Eigentümerin der "Taubertal-Alpakas", im Proplanta-Gespräch das Verhalten ihrer Tiere. „Sie sind keine Schmusetiere und müssen sich an die Berührung durch den Menschen erst gewöhnen.“



Die exotischen Tiere, die mitten im fränkischen Taubertal beinahe deplatziert wirken, sind für Kindler die Verwirklichung eines Traums, den sie vor rund zwei Jahren Wirklichkeit werden ließ. Kindler arbeitete bereits seit mehreren Jahren mit ihrer Labradorhündin in der tiergestützten Pädagogik. Und hier setzen auch die Alpakas an, denn die ruhigen, sauberen und zurückhaltenden Tiere sind nicht nur Lieferanten edler Fasern, sondern eignen sich auch hervorragend als Therapietiere. Suchtgefährte und behinderte, insbesondere autistische Menschen zum Beispiel können in der Alpakatherapie Kontaktmöglichkeiten mit ihrer Umwelt entwickeln und ein neues Selbstwertgefühl erfahren.

Dazu müssen die Tiere an den Menschen gewöhnt und halfterführig gemacht werden. „Wir gehen mit unseren Alpakas wandern“, schmunzelt Kindler. Dies dürfe jedoch nicht zu früh geschehen, da die Tiere sonst fehlgeprägt würden. Solche Tiere sähen dann im Menschen einen Artgenossen und könnten sehr aufdringlich werden. „Und dann“, nimmt Kindler eine häufige Frage vorweg, „bespucken sie auch den Menschen, was normalerweise den Artgenossen vorbehalten bleibt.“

"Alpakas!" schallt Kindlers Ruf lockend über die Weide. Zögernd und neugierig setzt sich die kleine Herde in Richtung Stall in Bewegung. Alpakas sind sehr ausgeprägte Herdentiere. Daher sollten immer mindestens zwei Tiere zusammen gehalten und auch gemeinsam transportiert werden. Zwei Gasttiere sollen aus der Herde ausgesondert werden. Eine der Stuten war zum Decken bei Kindlers Hengst Cashino. Fast ein Jahr wird es dauern, bis das Fohlen das Licht der Welt erblickt. 14 Tage nach der Geburt können die Stuten bereits erneut gedeckt werden.

Herden wie die von Ilona Kindler mit weniger als 20 Tieren stellen in Deutschland derzeit noch rund die Hälfte der Alpakas. Der hiesige Bestand wird insgesamt auf rund 2.000 Tiere geschätzt. Damit gilt der deutsche Alpaka-Markt innerhalb Europas als der zweitstärkste nach Großbritannien. Der gesamte europäische Alpakabestand beläuft sich nach Angaben des Alpaka Zuchtverbandes Deutschland (AZVD) auf rund 10.000 Tiere mit stark steigender Tendenz. Über den AZVD werden alle Alpakas mit DNA registriert, um Abstammungssicherheit zu gewährleisten.

Die Tiere gelten derzeit als hervorragende Investition im Nutztierbereich. Daher werden Alpakas in zunehmendem Maße nicht nur als Hobby, sondern auch professionell im Haupt- oder Nebenerwerb oder als Diversifikation im Familienbetrieb gehalten. Allerdings werden noch viele Jahre lang die Zucht und der Verkauf von Zuchttieren eine wesentlich höhere Bedeutung haben als die Vermarktung von Produkten aus der Alpakafaser. Letzteres wird als eher langfristiges Ziel angesehen.

Alpakas zählen zu den Neuweltkameliden und gelten als eine der ältesten Nutztierrassen dieser Erde. Sie wurden bereits vor über 5.000 Jahren von den Inkas domestiziert. Nach der Eroberung durch die Spanier starben sie beinahe aus, wurden jedoch mittlerweile ihrer edlen Wolle wegen wieder gezüchtet. Die meisten Alpakas finden sich heute in Peru, wo rund zwei bis drei Millionen Tiere 4.000 bis 8.000 Tonnen Alpakafaser liefern. Auch in Bolivien und in Chile werden viele Alpakas gehalten. Da erst im Jahr 1984 Chile und 1991 Peru Ausfuhrgenehmigungen für Alpakas erteilt haben, werden diese Tiere aber erst seit relativ kurzer Zeit auch in Nordamerika, Australien, England und dem europäischen Festland gezüchtet.

Weitere Informationen: http://www.taubertal-alpakas.de.

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