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Gelungene Rückkehr in den Beruf

16.12.200811:18 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Studie zur Berufsrückkehr benennt als Erfolgsfaktoren Kinderbetreuung, Weiterbildung und Kontakt des Unternehmens zur Mutter in Elternzeit.

Bensheim, 16. Dezember 2008.- Für einen gelungenen Wiedereinstieg in den Beruf nach der Elternzeit gibt es belegbare Erfolgsfaktoren. Dies ergibt eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach für die hessenstiftung – familie hat zukunft. Entscheidend für die Zufriedenheit einer Mutter mit dem Wiedereinstieg in ihren Beruf sind


• die Dauer der Elternzeit,
• der wechselseitige Kontakt zwischen Unternehmen und Mutter während der Auszeit,
• qualifizierte Teilzeitstellen und flexible Arbeitszeiten
• Weiterbildungsmöglichkeiten
• Qualität und Öffnungszeiten von Betreuungseinrichtungen

Das Gesamtergebnis der bundesweit repräsentativen Stichprobe zeigt, dass bei knapp zwei Drittel der 571 befragten Mütter im Großen und Ganzen der Wiedereinstieg geglückt ist. Die Ergebnisse werden bestätigt und ergänzt durch eine Umfrage unter 308 Personalchefs und Leitern von kleinen und mittelständischen Betrieben. 97 Prozent der Vorgesetzten sind der Meinung, dass den Müttern die Berufsrückkehr gut gelingt.

Allerdings kann das Ergebnis nicht über die Probleme hinwegtäuschen, die der Arbeitsalltag mit sich bringt. Darunter fallen etwa unflexible Arbeitszeiten, die Doppelbelastung von Beruf und Familie sowie Probleme mit der Kinderbetreuung. Ein Drittel der Mütter gab an, dass die Unterbrechung ihnen beruflich geschadet habe. So seien sie in der Karriere nicht weitergekommen (10 Prozent) oder hätten in der Folge der Elternzeit kündigen müssen (8 Prozent). Allerdings sind sich über die Hälfte der Befragten einig, dass sie nach der Auszeit besser organisiert seien als zuvor und besser Wichtiges von Unwichtigem trennen könnten. Die bessere und effizientere Arbeitsorganisation der Rückkehrerinnen wird von 68 Prozent der Arbeitgeber bestätigt.



Dauer der Elternzeit und Verbindung zum Unternehmen
Je nach Größe des Betriebes ist die „Betroffenheit“ von Elternzeit und Wiedereinstieg unterschiedlich: In kleinen Betrieben bekam etwa ein Drittel der Belegschaft innerhalb der letzten fünf Jahre ein Kind. In Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern waren es schon 72 Prozent, bei denen bis 250 Mitarbeitern hingegen 93 Prozent. Nach der Geburt kehrt etwa ein Drittel nach nur einem Jahr Elternzeit in den Betrieb zurück. Ein weiteres Drittel, meist in mittelgroßen Unternehmen beschäftigt, dehnt diese Zeit auf drei Jahre aus. Die Mütterbefragung bestätigt, dass knapp die Hälfte eine Berufspause von rund zwei Jahren eingelegt hatte. Über die Doppelbelastung von Familie und Beruf klagen am meisten die Frauen, die nach kurzer Elternzeit von bis zu einem Jahr in den Beruf zurückkehrte. 50 Prozent von ihnen wünschten sich mehr Unterstützung im Haushalt durch den Partner.

Dreiviertel der Frauen hielten den Kontakt zum Arbeitgeber während der Auszeit für wichtig. 51 Prozent der Befragten haben diesen auch gesucht und sich über Neuerungen und Entwicklungen informiert oder informieren lassen, oft durch persönliche Kontakte oder Telefongespräche mit Kollegen. Etwa 62 Prozent von ihnen kehrten im Zuge dessen zu ihrem alten Arbeitgeber zurück. Vorteilhaft spielte hier auch die gesetzliche Regelung der Elternzeit in dieses Ergebnis mit hinein. Dennoch änderten sich die Arbeitsfelder (inhaltlich) bei knapp 35 Prozent. Schlechter traf es diejenigen, die länger als drei Jahre zuhause blieben: Von ihnen mussten sich ca. 80 Prozent eine neue Stelle suchen. Dies spiegelt sich auch in der Arbeitgeberangabe, dass 43 Prozent der Angestellten, die Elternzeit beanspruchen, von neu eingestellten Kräften ersetzt wurden.


Teilzeit und Weiterbildung
Ein eindeutiges Ergebnis zeichnet sich auch beim Beschäftigungsumfang nach dem Wiedereinstieg ab: Während vor der Babypause rund zwei Drittel der Befragten in einem Vollzeit-Arbeitsverhältnis standen, waren es nach der Pause nur noch 16 Prozent. Ein Wechsel auf Teilzeitstellen liegt damit im Trend. Und um den Neustart in der Firma positiv zu beeinflussen, hatten 34 Prozent der Frauen an Weiterbildungen teilgenommen. Diese dienten der Vertiefung von Fachkenntnissen und Computer-Wissen. Fast zwei Drittel der Teilnehmerinnen an Weiterbildungsmaßnahmen (63 Prozent) kommen zu dem Schluss, dass ihnen die Fortbildung den Wiedereinstieg erleichtert habe.


Kinderbetreuung
Ein Betreuungsangebot für die Kinder war auch der häufigst genannte Grund, der einen Wiedereinstieg in den Beruf positiv beeinflusst. So besuchen Kinder von 22 Prozent der Befragten Ganztagskindergärten, von 23 Prozent Kinderkrippen und 12 Prozent Halbtagsschulen. Die meisten Frauen kehren nach Elternzeit erst dann in den Beruf zurück, wenn sie den Eindruck haben, dass ihr Kind auch von anderen Personen gut betreut werden kann. Auch bei Berufstätigkeit übernehmen die Frauen zu 90 Prozent die anfallende häusliche Betreuung der Kinder. Auch die Hausarbeit wird von 68 Prozent der Mütter selbst übernommen. Lediglich in 27 Prozent der Haushalte werden die Aufgaben zwischen den Partnern verteilt.


Hessische Perspektive
Mit Blick auf den hessischen Teil der Studien-Teilnehmerinnen ist kaum ein Unterschied zu den gesamtdeutschen Zahlen erkennbar. In der Beurteilung des Wiedereinstiegs sind 75 Prozent der Hessinnen zufrieden, während es gesamtdeutsch nur 68 Prozent sind. Das kann daran liegen, dass die hessischen Mütter während der Elternzeit mit ihrem Unternehmen in enger Verbindung blieben: 59 Prozent von ihnen waren auch während ihrer Auszeit über die Entwicklungen im Unternehmen unterrichtet, von den westdeutschen Wiedereinsteigerinnen insgesamt nur 49 Prozent. Die gleiche Verteilung ergibt sich bei den Problemen, die der Wiedereinstieg mit sich bringt. So klagten 75 Prozent der Hessinnen über Arbeitszeiten, Kinderbetreuung oder Konflikte im Job, während die Zahl gesamtdeutsch nur bei 68 Prozent liegt. Auch die „offizielle“ Anbindung an das Unternehmen über E-Mails, Infobriefe, Hausmitteilungen oder Betriebszeitung liegt in Hessen mit 22 Prozent dreifach so hoch wie im Bundesschnitt.


Das Institut für Demoskopie Allensbach hat im Auftrag der hessenstiftung – familie hat zukunft deutschlandweit 571 repräsentativ ausgewählte Mütter, die nach einer Familienpause in den Beruf zurückgekehrt sind, befragt. Beim zweiten, ergänzenden Teil der Studie handelt es sich um eine Arbeitgeberbefragung, die telefonisch mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens in 308 repräsentativ ausgewählten kleinen und mittleren Unternehmen durchgeführt worden ist. Für 2009 hat die hessenstiftung – familie hat zukunft einen Praxisleitfaden für die gelungene Rückkehr in den Beruf angekündigt, der gemeinsam mit der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit und den hessischen IHK herausgegeben werden soll. Schließlich haben ein Drittel der Frauen und ein Drittel der Arbeitgeber ein Informationsdefizit zu Elternzeitregelungen und familienfreundlichen Maßnahmen.

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