(openPR) Effektive Therapie der allergischen und vasomotorischen Rhinitis mit topischem Antihistamin
Die Wartezimmer sind auch im Herbst und Winter voll von Patienten, die über Symptome der allergischen Rhinitis klagen? Das ist die Realität - Rhinitiden sind in auch in der kalten Jahreszeit und zu Beginn der Heizperiode allgegenwärtig. Sie können allergischer und nicht-allergischer Genese sein, die Diagnose ist nicht immer einfach. Zur effektiven Therapie stehen dem Arzt Steroide sowie Azelastin (Allergodil®) Nasenspray zur Verfügung. Letzteres ist ein topisches Antihistaminikum, das in Studien alle Symptome beider Rhinitis-Formen reduzierte. Der H1-Blocker erwies sich insbesondere dann als wichtige Therapieoption wenn ein schneller Rückgang der Symptome erforderlich war oder nasale Verstopfung als Hauptsymptom vorlag. Mit der Kombination von Azelastin und dem Corticoid-Nasenspray Fluticason konnte die Reduktion der Symptome nochmals gesteigert werden. Aufgrund der positiven Datenlage empfiehlt Kaliner[1] in seinem 2007 in Annuals of Allergy, Asthma & Immunology veröffentlichten Algorithmus Azelastin Nasenspray als first-line Therapeutikum zur Behandlung sowohl der allergischen als auch der vasomotorischen Rhinitis.
Allergische und nicht-allergische Rhinitis
Die Symptome der allergischen Rhinitis (AR) sind Nies- und Juckreiz, eine verstopfte und ständig laufende Nase sowie tränende, gerötete und geschwollene Augen. Kopfschmerzen, Mittelohrentzündungen, Engegefühl in der Brust, nächtliche Atemnot und Kurzatmigkeit können die Rhinitis begleiten. Die Inflammation der betroffenen Schleimhäute wird durch eine Immunglobulin E (IgE)-vermittelte Immunantwort auf ein extrinsisches Allergen getriggert. In deren Verlauf werden zahlreiche Mediatoren gebildet, unter anderem Histamin. Eine solche Immunantwort auslösende Faktoren sind beispielsweise Pollen, Schimmelpilze, Hausstaubmilben, Tierallergene, Nahrungsmittelallergene und Berufsallergene. Der AR liegt aber auch eine genetische Komponente zugrunde.
Die Nicht-allergische Rhinitis (non-AR) dagegen kann durch Umwelteinflüsse wie Luftdruck- und Temperaturschwankungen, Alkoholkonsum, scharf gewürzte Speisen als auch durch Änderungen im Hormonhaushalt ausgelöst werden. Ihre Symptome sind weder IgE-vermittelt noch treten andere Mediatoren auf. Die non-AR ist durch ähnliche nasale Symptome gekennzeichnet wie die AR. Nasenjucken, Niesen sowie Irritationen der Augenschleimhaut treten jedoch weniger stark auf. Die häufigste klinische Form der non-AR ist die vasomotorische Rhinitis (VMR), die auf ein Übergewicht des parasympathischen Systems zurückzuführen ist. Etwa 60 Prozent der Patienten mit AR weisen auch eine nicht-allergische Komponente auf (Mixed Rhinitis-Fälle).
Azelastin first-line Therapie bei AR und VMR
Die Wirkung von Azelastin tritt sehr schnell ein und hält zwischen 12 und 14 Stunden an. Bereits nach einer Dosis konnte eine Verbesserung aller Symptome der AR und VMR festgestellt werden. In Langzeitstudien[2]-[4] konnte darüber hinaus eine gleichbleibende Effektivität über den Untersuchungszeitraum nachgewiesen werden.
Die intranasale Gabe bringt das Medikament direkt zum Zielorgan und minimiert dabei potentielle systemische Nebenwirkungen. Die topische Verabreichung ermöglicht gleichzeitig eine geringere Dosierung der Wirkstoffe. Azelastin besitzt ein breites Spektrum antiallergischer und auch anti-inflammatorischer Wirkung. So inhibiert Azelastin die Synthese von Leukotrienen, Kininen und Cytokinen, die Bildung von freien Superoxid-Radikalen, es reduziert die Neuropeptide in der Mucosa wie auch die Expression von interzellulären Adhäsionsmolekülen.
Aufgrund des breiten Wirkspektrums und der guten klinischen Datenlage wertet Kaliner Azelastin als first-line Treatment für Patienten mit allergischer Rhinitis und VMR. In seinem Algorithmus für die klinische Klassifikation und Behandlung der allergischen und vasomotorischen Rhinitis empfiehlt er nasales Azelastin bei reiner allergischer Rhinitis, besonders wenn nasale Verstopfung vorliegt alternativ eine Kombination von Azelastin Nasenspray mit nasalem Corticosteroid. Bei stark juckenden Augen können Azelastin Augentropfen oder eine Kombination von oralen Antihistaminen und topischem nasalen Corticosteroid gegeben werden. Reine nicht-allergische vasomotorische Rhinitis oder allergischer Rhinitis mit vasomotorischem Trigger sollten mit topischem nasalen Azelastin plus nasalem Corticosteroid behandelt werden.
Intranasales Azelastin effektiver als orale Antihistaminika
Traditionell wurden Rhinitiden mit oralen Antihistaminika und nasalen Corticosteroiden behandelt. Orale Antihistaminika können aber die nasale Verstopfung nur geringfügig bekämpfen und sind somit für die Therapie der VMR weniger geeignet. Dagegen war Azelastin Hydrochlorid in Studien[5]-[7] eine gute Therapieoption bei Patienten mit AR und non-AR, die nicht auf die oralen Antihistaminika Loratadine bzw. Fexofenadin reagiert hatten. Ebenso konnten Studien[8] belegen, dass eine Azelastin-Monotherapie auch bei Patienten mit AR effektiv ist, die nur unzureichend auf Loratadine plus intranasales Beclomethason reagiert hatten.
Auch im Vergleich zum oralen Cetirizin ist Azelastin effektiver. In Studien[9] reduzierte Azelastin alle Symptome der AR und verbesserte die Lebensqualität deutlicher als orales Cetirizin. In einer Vergleichsstudie[10] mit oralem Desloratadin konnte Azelastin alle nasalen Symptome der AR reduzieren, auch die nasale Verstopfung. Die Wirkung von Azelastin trat hierbei bereits innerhalb von 15 Minuten ein und somit etwa 10 mal schneller als bei dem oralen Desloratadin.
Alle Rhinitis-Formen reagieren auf Azelastin. Ob AR, VMR oder die Mixed-Rhinitis - zwischen 78 und 90 Prozent aller Patienten einer Vergleichsstudie[11] konnten über Besserungen der Symptome berichten.
Gesteigerte Effektivität durch Azelastin plus nasalem Corticosteroid
Sowohl eine Monotherapie mit dem nasalem Corticosteroid Fluticason oder Azelastin können die Symptome der AR und der VMR reduzieren, auch die nasale Verstopfung. Zusammen verabreicht zeigen die Wirkstoffe jedoch mehr als 40 Prozent Verbesserung im Vergleich zu einem Wirkstoff allein[12]. Der Grund dafür: Das Corticosteroid und das Antihistaminikum blocken die Inflammation über unterschiedliche Mechanismen.
[1] Michael A. Kaliner, Ann Allergy Asthma Immunol. 2007, 99:383-391
[2] Storms WW et al., Ear Nose Throat J. 1994; 73:382-395
[3] Ratner PH et al., J Allergy Clin Immunol. 1994; 94:818-825
[4] LaForce C etal., Ann Allergy Asthma Immunol. 1996; 76:181-188
[5] Berger WE at al., Ann Allergy Asthma Immunol. 1999; 82:535-541
[6] Berger WE at al., Ann Allergy Asthma Immunol. 2003; 91:205-211
[7] LaForce C etal., Ann Allergy Asthma Immunol. 2004; 93: 154-159
[8] Newson-Smith G et al., Eur Arch Otorhinolaryngol. 1997; 254: 236-241
[9] Corren J et al., Clin Ther. 2005; 27:543-553
[10] Horak F et al., Curr Med Res Opin. 2006; 22:151-157
[11] Lieberman P et al., Curr Med Res Opin. 2005; 21:611-618
[12] Ratner P et al., Ann Allergy Asthma Immunol. 2007; 98: A20
Weitere Informationen:
www.meda.se.
www.azelastine.info
www.admit-online.info
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Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten.
Bad Homburg, Deutschland, Dezember 2008






